Eisige Temperaturen

Gefahr für Obdachlose: Diakonie bittet Hamburger um Hilfe

Ein Obdachloser schläft in einem Hauseingang (Symbolbild)

Ein Obdachloser schläft in einem Hauseingang (Symbolbild)

Foto: dpa

Die Temperaturen sollen in den nächsten Tagen weiter fallen. "Hinz & Kunzt" fordert Notunterkünfte auch tagsüber zu öffnen.

Hamburg. Angesichts der Wetterprognose für die nächsten Tage hat die Diakonie über die sozialen Netzwerke einen Hilfeaufruf an die Hamburger gestartet: Obdachlose auf der Straße könnten bei den eisigen Temperaturen in Lebensgefahr geraten, heißt es dort. Daher bittet die Diakonie darum, dass Passanten sich aktiv einsetzen: "Schauen Sie nicht weg! Verweisen Sie obdachlose Menschen an warme Unterkünfte!"

Im akuten Notfall sollten Passanten immer die Feuerwehr unter 112 informieren. Die Hotline der Hamburger Sozialbehörde für "Schnelle Hilfen für gefährdete obdachlose Menschen in Hamburg" ist nur Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr erreichbar: 040/42828-5000.

Der Mitternachtsbus ist in Hamburg zwar 365 Nächte im Jahr unterwegs, fährt jedoch eine feste Route und ist nicht für Notfall-Einsätze ausgestattet.

Am Wochenende besteht der Diakonie zufolge die Möglichkeit, sich in einigen Aufenthaltstätten aufzuwärmen. So sei dazu beispielsweise die Bahnhofsmission am Hauptbahnhof (Steintorwall 20) geöffnet. Darüber hinaus gebe es noch weitere Räume, die für Obdachlose geöffnet seien.

Noch freie Plätze nachts im Winternotprogramm

Auch nachts gebe es noch frei Plätze im Winternotprogramm. So an den beiden großen Standorten in der Friesenstraße 22 (Tel. 42835-3749) oder im Schaarsteinweg 14 (Tel. 334739-1012), die von 17 Uhr an geöffnet sind.

Das Hamburger Straßenmagazin "Hinz & Kunzt" hatte indes gefordert, diese Notunterkünfte für Obdachlose wegen der Kälte auch tagsüber zu öffnen. Derzeit müssen jeden Tag rund 600 Menschen die Unterkünfte des Notprogramms um 9.30 Uhr verlassen.

Besonders eisig soll es in der Nacht zu Dienstag werden

Schon in der Nacht zum Montag erwarten die Meteorologen bitterkalte und teils sternenklare Nächte mit bis zu minus acht Grad und weniger. Besonders eisig soll es in der Nacht zu Dienstag werden. Auch am Tage kämen die Temperaturen nicht über Null Grad hinaus. "Polarluft flutet Deutschland", heißt es auf wetterspiegel.de. Bis zum Monatsende würde sich an dieser Lage wenig ändern.

Alle Infos zum Winternotprogramm für Obdachlose finden Sie hier