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Nach Berlin?

Wer als Reporter ein Interview mit Cornelia Prüfer-Storcks (61, SPD) führt, sollte eines wissen: Die Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz ist als ehemalige Redakteurin der „Ruhr Nachrichten“ auch in Sachen Medien ein Profi. Sie weiß, dass private Schlagzeilen zu veritablen Schlägen werden können, wenn es politisch mal nicht so läuft; jüngst bei ihrem Parteifreund Torsten Albig zu besichtigen, dessen Ehe-Plaudereien in der „Bunten“ zu seiner Niederlage in Schleswig-Holstein beitrugen.

Deshalb lautet einer ihrer Grundsätze: Rede öffentlich nie über Privates. So weiß man über sie nur, dass sie gerne liest und Opern- und Theaterbesuche schätzt. Ach ja, verheiratet ist sie auch. Aber ansonsten: nichts Konkretes bitte, auch nicht zu einem möglichen Wechsel nach Berlin. Cornelia Prüfer-Storcks muss sich nicht selbst ins Spiel bringen, das machen schon andere. Schließlich beschäftigt sie sich seit 20 Jahren mit dem Thema Gesundheit. Expertise schlägt Privates, nicht die schlechteste Strategie in Zeiten von Fake News.

Seite 12 Interview mit Prüfer-Storcks

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