Wandsbek

Spektakulärer Raub auf Conrad-Markt: Taucher sichern Spuren

Polizeitaucher im Einsatz

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Nach dem Überfall auf ein Elektronikgeschäft in Wandsbek fehlt noch ein konkreter Hinweis. Taucher suchen in der Wandse.

Hamburg. Sie bedrohten sieben Mitarbeiter mit einer Schusswaffe, fesselten sie und flüchteten mit einem Teil der Tageseinnahmen. Von den drei bisher unbekannten Männern, die am Sonnabendabend einen Conrad-Elektronikmarkt an der Wandsbeker Zollstraße überfielen, fehlt dennoch bislang eine konkrete Spur. Nun suchten Polizeitaucher nach weiteren Beweisen.

In der Wandse, dem kleinen Fluss in der Nähe des Conrad-Marktes, durchkämmten die Unterwasserexperten der Polizei am Mittwoch knapp vier Stunden lang den Uferbereich und den Grund. Ermittler vermuteten, dass die Täter auf der Flucht Beweismaterial weggeworfen haben könnten. Und tatsächlich entdeckten die Taucher drei Mobiltelefone, wie eine Polizeisprecherin bestätigte.

Überfall geschah am letzten Arbeitstag 2017

Wie berichtet, ereignete sich die spektakuläre Tat einen Tag vor Silvester, dem letzten Arbeitstag des Jahres, gegen 19 Uhr. Kurz nach Geschäftsschluss verließen die sieben Mitarbeiter das Gebäude durch den Personaleingang. Draußen warteten bereits drei maskierte Männer, drängten die Angestellten im Alter von 23 bis 39 Jahren mit gezogener Schusswaffe in den Markt zurück und forderten Bargeld.

Den Tätern sei ein höherer Geldbetrag ausgehändigt worden, sagte eine Polizeisprecherin. Nachdem sie die sieben Mitarbeiter gefesselt hatten, flüchteten die Täter in unbekannte Richtung. Einer der Gefesselten konnte sich kurz darauf befreien und die Polizei alarmieren. 20 Streifenwagen fahndeten nach den Räubern. Die Mitarbeiter des Elektronikmarkts mussten vom Kriseninterventionsteam betreut werden. Alle Geschädigten blieben unverletzt.

Täter sprach mit osteuropäischem Akzent

Die Räuber sprachen nach Angaben von Zeugen nur gebrochen Deutsch. Der Täter, der die Schusswaffe hielt, hat laut Polizei einen osteuropäischen Akzent und eine kräftige bis korpulente Statur. Der mindestens 1,85 Meter große Mann trug wie seine etwa gleich großen, schlanken Komplizen schwarze Kleidung.

Die Ermittlungen in dem Fall führt das Raubdezernat für die Region Wandsbek (LKA 154). Die Polizei bittet um Hilfe und fragt: Wer kann Hinweise zu den Tätern geben oder hat vor der Tat verdächtige Beobachtungen im Umfeld des Elektronikmarkts gemacht? Hinweise bitte an die Polizei, Telefon 040/428 65 67 89.

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