Marienkrankenhaus

Jugendliche versuchen, Opferstock aus Kapelle zu stehen

Es misslang den beiden, den Geldbehälter zu zertrümmern. Zeugin beobachtete die Tat und alarmierte die Polizei.

Hamburg. Polizeibeamte haben am Sonnabendabend einen 15-jährigen vorläufig festgenommen, der im Verdacht steht, zuvor mit einem unbekannten Komplizen versucht zu haben, einen Opferstock in der Kapelle des Marienkrankenhauses in Hohenfeld gewaltsam zu öffnen.

Nach Angaben der Polizei hatten die beiden mutmaßlichen Täter die frei zugängliche Kapelle im zweiten Stockwerk des Krankenhauses aufgesucht und versucht, einen dort aufgestellten verschlossenen Opferstock zu öffnen und das darin in einem gesonderten Behälter befindliche Bargeld zu entwenden. Als dies misslang, sollen sie das Fenster geöffnet und den Opferstock zunächst auf das darunter liegende Dach eines Vorgebäudes und von dort auf den Boden geworfen haben. Eine Zeugin beobachtete die Jugendlichen und alarmierte die Polizei. Noch vor Eintreffen der ersten Polizeibeamten flüchteten die beiden ohne Diebesgut in Richtung S-Bahnhof Landwehr.

15-Jähriger verlor seine Jacke

Während einer Sofortfahndung mit sechs Funkstreifenwagen überprüften Beamte den Bahnsteig des Bahnhofs Landwehr. Dabei entdeckten sie die beiden mutmaßlichen Täter, die bei Anblick der Beamten erneut flüchteten. in das Gleisbett sprangen und in Richtung Bahnhof Hasselbrookstraße davonliefen. Der 15-Jährige verlor dabei die von ihm zwischenzeitlich ausgezogene Jacke, welche sichergestellt wurde. Darin fanden die Beamten eine an ihn gerichtete Vorladung der Polizei.

Ein Bildabgleich mit den durch die Bundespolizei gesicherten Videodateien des Bahnsteigs bestätigte, dass es sich bei einem der beiden mutmaßlichen Täter um den polizeibekannten 15-Jährigen handelt. Der Jugendliche wurde im weiteren Verlauf von Polizisten in an einer Wohnanschrift in Wilhelmsburg angetroffen und vorläufig festgenommen. Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wurde er mangels Haftgründen wieder entlassen.

Zweiter Täter ist noch auf der Flucht

Der zweite Täter wurde wie folgt beschrieben: Er ist circa 16 bis 17 Jahre alt, schlank, hat dunkelblonde Haare und war zur Tatzeit mit einem roten Pullover bekleidet.

Zeugen, die Angaben zu dem unbekannten Täter machen können, werden gebeten, sich beim Hinweistelefon der Polizei unter der Rufnummer 040/4286-56789 zu melden.