Bergedorf

Unbekannte stecken Flüchtlingsunterkunft an

Rollläden eines Containers in Bergedorf wurden in Brand gesetzt. In diesem befinden sich auch Schlafräume. Die Polizei sucht Zeugen.

Hamburg.  Feuer in einer Wohnunterkunft für Flüchtlinge in Bergedorf: Die Flammen haben vier Rollläden eines Wohncontainer an der Straße Curslacker Neuer Deich beschädigt. Das für Staatsschutzdelikte zuständige Landeskriminalamt 71 hat die weiteren Ermittlungen übernommen. „Nach den ersten Erkenntnissen dürfte es sich um vorsätzliche Brandlegung handeln“, sagte ein Polizeisprecher am Freitag.

Die Tat hat sich nach Angaben der Polizei zwischen 17 Uhr am Donnerstag und 6.20 Uhr am Freitag ereignet. Der für die Wohnunterkunft zuständige Hausverwalter bemerkte die verrußten Rollläden des Containers, in dem sich unter anderem Gemeinschafts-, Büro- und auch Schlafräume befinden, am Freitagmorgen. Als er den Container gestern Abend gegen 17 Uhr verlassen hatte, waren die Rollläden noch intakt.

Polizei sucht nach Zeugen

Die Polizei stellte „starke Rußspuren und Schmelzansatzspuren an den Rollläden“ fest, teilte die Polizei mit. Offenbar war das Feuer selbstständig erloschen und hatte keine weiteren Schäden angerichtet. Personen wurden nicht verletzt. Die weiteren Ermittlungen zur Brandursache dauern an.

Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Sie werden gebeten, sich unter der Rufnummer 040/4286-56789 oder bei einer Polizeidienststelle zu melden.

Es ist nicht der erste Brand in der Flüchtlingsunterkunft. Bereits im Dezember 2016, einen Tag vor Heiligabend, hatte es dort gebrannt. Damals standen 28 Wohncontainer in der mittleren Reihe der Folgeunterkunft auf einer Fläche von etwa zwölf mal 25 Meter in Flammen. Als Ursache stellte sich später ein defekter Heizlüfter heraus.

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