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Chinesen planen Terminal im Hafen

Konsortium gewinnt Ideenwettbewerb für Steinwerder. Proteste drohen

Ein Konsortium großer chinesischer Unternehmen will Hamburgs Hafenbetrieben auf einer zentralen Fläche Konkurrenz machen. Chinas größte Firmengruppe für Internet-Dienstleistungen und Online-Handel Alibaba will zusammen mit dem Baukonzern China Communications Construction Company sowie dessen Tochterunternehmen ZPMC, dem Weltmarktführer bei der Herstellung von Containerbrücken für Häfen, auf Steinwerder ein vollautomatisches Containerterminal sowie ein großes Logistikzentrum bauen.

Entsprechende Pläne haben die drei Konzerne aus dem Reich der Mitte im Rahmen eines Ideenwettbewerbs für die Fläche auf Steinwerder vorgestellt. Nach Informationen des Abendblatts haben die Entwürfe die Jury aus Vertretern der Wirtschaftsbehörde, Industriemanagern und Wissenschaftlern so überzeugt, dass die Chinesen den ersten Platz errungen haben.

In der Hafenwirtschaft regt sich unterdessen massiver Widerstand gegen die Pläne. Die Betriebe befürchten, dass ihnen die chinesischen Konzerne das Umschlaggeschäft im eigenen Hafen wegnehmen. Auch Gewerkschaften üben Kritik: „Wenn die Chinesen den Zuschlag bekommen, dann ist der soziale Frieden im Hafen in Gefahr“, sagen sie.

Seite 6 Chinesen wollen Terminal bauen

( mk )