Ratgeber Extra

Heilpraktiker nur mit behördlicher Genehmigung

Der Beruf betrachtet Körper, Geist und Seele als Einheit

Die berufsmäßige Ausübung der Heilkunde ist durch das Heilpraktikergesetz staatlich geregelt. Wer als Heilpraktiker arbeiten will, ohne Arzt zu sein, benötigt dazu eine behördliche Erlaubnis. Heilpraktiker kann in Deutschland werden, wer über eine gültige Aufenthaltserlaubnis verfügt. Das polizeiliche Führungszeugnis darf keine Vorstrafen aufweisen, und ein amtsärztliches Gesundheitszeugnis muss bestätigen, dass keine berufsbehindernde, zum Beispiel ansteckende Krankheit vorliegt.

Die Ausbildung zum Heilpraktiker ist nicht staatlich geregelt. Somit bleibt es jedem selbst überlassen, wie er sich auf den anspruchsvollen Beruf und die Heilpraktiker-Prüfung beim Landesprüfungsamt für Heilberufe vorbereitet. „Die Prüfung ist vergleichsweise schwer und ohne eine fundierte Ausbildung normalerweise nicht zu schaffen“, sagt Reinhard Naupert, der Vorsitzende des Trägervereins der Arcana Heilpraktikerschule in Hamburg-Eilbek. Die Schule, die sehr eng mit dem Fachverband Deutscher Heilpraktiker (FDH) zusammenarbeitet, bietet eine Vollzeit-Ausbildung über drei Jahre. Die angehenden Heilpraktiker erlangen genaue Kenntnis der menschlichen Anatomie, der Physiologie und der Pathologie. Basierend auf diesem medizinisch-naturwissenschaftlichen Grundwissen lernen sie naturheilkundliche Diagnose- und Therapieverfahren, die alle eines gemeinsam haben: immer den ganzen Menschen als Einheit aus Körper, Geist und Seele zu betrachten. Im dritten Jahr behandeln die Studenten im Rahmen des Ambulatoriums eigene Patienten unter Anleitung von Dozenten. Hier haben sie die Möglichkeit, traditionelle und moderne naturheilkundliche Verfahren anzuwenden.

Ohne fundierte Schulung ist die Prüfung kaum zu schaffen

„Der Beruf des Heilpraktikers bringt hohe Verantwortung mit sich, da sich jeder Patient auf die Empfehlungen seines naturheilkundlich ausgebildeten Behandlers verlassen können muss. Dieser Verantwortung gerecht zu werden und den Bedürfnissen der Patienten wirklich gewachsen zu sein ist das Ziel unserer praxisorientierten Ausbildung“, betont Reinhard Naupert. Die gesamte Ausbildung umfasst 3000 Stunden, die Kosten liegen bei etwa 345 Euro pro Monat. Ausbildungsbeginn ist im Mai. Der nächste Infoabend findet am 19. April um 19.30 Uhr statt. Infos unter www.arcana-heilpraktikerschule.de.

Die Paracelsus Schule mit 53 Standorten hat mehrere Studienvarianten im Programm. Weitere Informationen unter www.paracelsus.de