Hat der Vater Schuld?

Siebenjährige von Hüpfburg katapultiert – Schädelbruch

Ein Mann soll den Unfall auf einem Indoorspielplatz in Winsen verschuldet haben. Nach ihm fahndet die Polizei.

Winsen. Die Polizei sucht einen unbekannten Mann mit Norweger-Pullover, der einen Unfall auf einem Indoorspielplatz in Winsen (Luhe) verschuldet haben soll. Das Unglück ereignete sich bereits am Nachmittag des 3. November. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand spielte das Mädchen bei einem Kindergeburtstag auf einer Hüpfburg, die nur für Personen unter zwölf Jahren zugelassen ist.

Trotz entsprechendem Hinweisschild begab sich laut Polizei ein erwachsener Mann zusammen mit einem kleinen Mädchen, welches seine Tochter gewesen sein könnte, ebenfalls auf die Hüpfburg. Dort sprang der Erwachsene so stark, dass das Opfer über eine seitliche Begrenzung hinweg mehrere Meter durch die Luft katapultiert wurde und schließlich erst außerhalb des Sicherheitsbereiches auf den Boden stürzte. Durch den Aufprall erlitt das Mädchen eine schwere Gehirnerschütterung und einen Schädelbruch. Es musste mehrere Tage stationär in einer Kinderklinik behandelt werden.

Ermittlungen wegen Körperverletzung

Die Polizei Winsen (Luhe) ermittelt nun wegen Körperverletzung und unterlassener Hilfeleistung. Es wird davon ausgegangen, dass der bisher unbekannte Mann das Geschehen bemerkt haben muss und sich anschließend, ohne dem Mädchen zu helfen, vom vom Unfallort entfernt hat. Der etwa 30-jährige, blonde, schlanke Mann soll einen dunklen Norweger-Pullover mit einem Streifen auf der Brust getragen haben. Auf diesem Streifen seien Sterne oder Schneeflocken abgebildet gewesen. Zusätzlich soll der Mann eine dunkle Hose mit roten Applikationen an den Seiten getragen haben. Der Mann soll in Begleitung eines vier bis sechs Jahre alten Mädchens gewesen sein. Sachdienliche Hinweise zu dem Mann erbittet die Polizei Winsen/Luhe unter der Telefonnummer 04171/7960.