Hamburg

Es wird eng auf den Hadag-Fähren: Künftig 350 statt 250 Passagiere

Grüne und SPD haben Antrag beschlossen. Der Takt der Linie 62 soll von 15 auf zehn Minuten verkürzt werden

Hamburg.  Die Hadag-Fähren der Linie 62 zwischen den Landungsbrücken und Finkenwerder sollen künftig mehr Fahrgäste aufnehmen. Die zulässige Passagierzahl wird nach Abendblatt-Informationen von 250 auf 350 erhöht. Das steht in einem Antrag, den die Regierungskoalition auf Initiative der Bürgerschaftsabgeordneten Markus Schreiber (SPD) und Martin Bill (Grüne) beschlossen hat.

Außerdem sollen die Fähren der Linie 62 von Ostern bis Oktober an Wochenenden zwischen 11 und 18 Uhr häufiger fahren. Es ist eine Taktverdichtung von 15 Minuten auf zehn Minuten vorgesehen.

Grund für die Maßnahmen: Die Linie 62 ist vor allem bei Touristen sehr beliebt, weil sie eine günstige Alternative zur Hafenrundfahrt darstellt. Im vergangenen Jahr hatte sie rund 4,5 Millionen Fahrgäste. Vor allem in den Sommermonaten gerieten die Schiffe bisher schnell an die geltende Kapazitätsgrenze von 250 Fahrgästen. 778-mal hieß es 2015 an den Landungsbrücken: Die Fähre ist besetzt.

Künftig sollen nun 100 weitere Passagiere aufgenommen werden. „Dadurch wird die Linie 62 noch attraktiver“, sagt der SPD-Abgeordnete Schreiber. Kritiker sind skeptisch: Schon jetzt sei das Oberdeck im Sommer häufig überfüllt, monieren sie. „Für eine Kapazitätserweiterung auf Kosten der Verkehrssicherheit wird es von uns keinen Freifahrtschein geben“, sagt CDU-Verkehrsexperte Dennis Thering.

Hadag-Chefin Gabriele Müller-Remer weist die Bedenken zurück: „Die Fähren haben genügend Platz. Die Zentralstelle Schiffsuntersuchungskommission hat uns sogar eine technische Genehmigung für bis zu 380 Passagiere erteilt. Dafür müssen aber entsprechende technische Einrichtungen, wie beispielsweise neue Zählsysteme auf den Schiffen, installiert werden.“

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