Berlin

BKA-Chef: Einbrecher kommen immer öfter aus dem Ausland

Berlin. Immer mehr Einbruchs­taten in Deutschland – das Bundeskriminalamt (BKA) sieht hier organisierte Gruppen aus Osteuropa am Werk. „Die Zahl der ermittelten ausländischen Tatverdächtigen hat stark zugenommen, während die Zahl deutscher Täter stetig abnimmt“, sagte BKA-Präsident Holger Münch dem Abendblatt. „Serben, Rumänen, Albaner, aber auch Georgier stehen hier im Fokus. Die Einbrecherbanden sind sehr mobil, die Täter agieren in wechselnden Teams und erbeuten neben Bargeld vor allem Gegenstände, die sich auf dem Schwarzmarkt leicht verkaufen lassen. Nach kurzer Zeit verlassen die Täter Deutschland wieder oder ziehen innerhalb des Landes weiter“, sagte Münch.

Der BKA-Präsident mahnte einen stärkeren Einsatz gegen organisierte Einbrecherbanden an. „Niemand hat kapituliert. Aber ich wünsche mir, dass mehr Straftäter die Konsequenzen ihrer Handlungen spüren, dazu gehört auch eine angemessene Bestrafung“, sagte Münch und fügte hinzu, „Einbrecher dürfen nicht das Gefühl bekommen, wenn ich erwischt werde, passiert mir nichts, und ich habe nichts zu befürchten.“

Seite 3 Riesenproblem Einbruchskriminalität