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Von Heimatliedern und fiktiven Staatsgebilden

Was ist in Zeiten der Globalisierung und weltweiter Migrationsbewegungen eigentlich deutsch? Jenseits von Leitkulturbegriffen lädt der Migrationsforscher Mark Terkessidis gemeinsam mit dem Musikproduzenten Jochen Kühling am 6. Februar zu einer „Heimatabend – Heimatlieder“ betitelten Konzertperformance. Geplant ist ein musikalischer Querschnitt durch 60 Jahre Einwanderungsgeschichte von südeuropäischen Gastarbeitern bis zu syrischen Flüchtlingen. Am Ende lockt eine Party mit Electroqueen Gudrun Gut.

Das Nachdenken über einen neuen Staat ist zunächst pure Fiction. „Fictional State – Trilogie des Zusammenlebens Vol. 3“ nennt der Theatermacher Franz von Strolchen seine Vision Mazedoniens, die am 5. Februar im Musikclub Volt steigt. Der Vielvölkerstaat ist seit seiner Unabhängigkeit 1991 auf der Suche nach einer neuen Identität, die sowohl Mazedoniern, Albanern, Roma und Türken gerecht wird. Doch der Versuch der Regierung, dies über das Projekt „Skopje 2014“ zu erzwingen, scheiterte. Von Strolchen bereiste das Land und feiert nun frei nach dem Motto „We promote fiction! So, let’s freak out and dance“ sein eigenes Zukunftsevent. Drei mazedonische Performer flankieren das Live-Performance-Clubbing des Berliner DJs Anstam.

„Heimatabend – Heimatlieder aus
Deutschland“
Sa 6.2., 20.00, Thalia Theater, Eintritt 10,- bis 52,-; „Fictional State – Trilogie des Zusammenlebens Vol. 3“ Fr 5.2., 22.30, Volt, Karolinenstr. 45, Eintritt 12 Euro