Jennifer Rostock

Brutaler Überfall: Begleiter von Jennifer Weist in Hals gestochen

Die Sängerin Jennifer Weist von der Band Jennifer Rostock

Die Sängerin Jennifer Weist von der Band Jennifer Rostock

Foto: Britta Pedersen/Archiv

Berlin-Friedrichshain: Dem Begleiter der Sängerin Jennifer Weist wurde in mit einem Messer in den Hals gestochen.

Berlin. Eine Partynacht in Berlin-Friedrichshain fand ein blutiges Ende: Bei einem Überfall auf die Frontfrau der Deutschrock-Gruppe Jennifer Rostock ist ihr Begleiter, 26, mit einem Messer am Hals verletzt worden. Er wurde am frühen Sonntagmorgen auf der Straße angegriffen. Jennifer Weist, 28, berichtete auf Facebook, zwei Diebe hätten versucht, ihre Brieftasche und die Halskette ihres Begleiters zu stehlen. Als dieser einen der Männer festhielt, seien drei weitere Angreifer aufgetaucht. Einer habe ein Messer gezogen und zugestochen.

Weist veröffentlichte ein Foto, auf dem eine lange, genähte Schnittwunde am Hals eines Mannes zu sehen ist. „Es fehlten nur ein paar Millimeter, und er wäre direkt auf der Straße in meinen Armen gestorben. Mir ist Gott sei Dank nichts passiert“, schrieb sie. Die Polizei bestätigte am Dienstag den Angriff. Zeugenaussagen werden derzeit ausgewertet. Die Täter sind geflohen.

Es war nicht der einzige Überfall an diesem Wochenende auf der bei Partygängern und Touristen beliebten Revaler Straße. In derselben Nacht wurden dort zwei 19 Jahre alte niederländische Touristen von mehr als einem Dutzend Männer angegriffen – auch sie hatten den Komplizen eines Diebes festgehalten, der daraufhin Verstärkung rief. Ob es einen Zusammenhang zwischen den Taten gibt, wird geprüft.

In der Gegend sind immer wieder Grüppchen von Kriminellen aktiv. Taschendiebstähle und Überfälle häufen sich, weil viele Touristen und Partygäste unterwegs sind. Um organisierte Kriminalität handelt es sich nach Einschätzung der Polizei aber nicht. Drastischer formulierte es Jennifer Weist in ihrem Beitrag: „Auf der Revaler/Warschauer Straße ist eine große Bande unterwegs. Seid vorsichtig.“ Diese Leute seien „wahnsinnig gefährlich und schrecken nicht davor zurück, für eine beschissene Kette zu töten!!!“ (HA)