Uplengen

Polizei warnt nach Unfall mit Gefahrgut bei Paketdienst

Ein Fahrzeug des Deutschen Paket Dienstes (Symbolbild)

Ein Fahrzeug des Deutschen Paket Dienstes (Symbolbild)

Foto: Stefan Sauer / picture alliance / ZB

Im Verteilzentrum eines Paketdienstes gab es einen Unfall mit Gefahrgut. Empfänger von verschickten Paketen könnten betroffen sein.

Uplengen. Im ostfriesischen Uplengen ist es am Sonnabend zu einem Unfall mit Gefahrgut in einem Warenverteilzentrum eines Paketdienstes gekommen. Dies teilte Polizei am Sonnabend mit. Nach ersten Erkenntnissen handele es bei dem gefährlichen Stoff um Natriumselenit.

Das Gefahrgut sei danach am Sonnabend aus einem Paket ausgetreten, dass Kontakt mit einem Förderband hatte. Etwa zehn Mitarbeiter des Unternehmens wurden umgehend durch den Rettungsdienst versorgt und kamen zunächst in ärztliche Begutachtung, hieß es. Teilweise hätten sie über Atemwegsbeschwerden geklagt, einige seien bereits wieder gegangen.

Der Gefahrgutzug des Landkreises Leer sperrte den Unfallort weiträumig ab. Der Stoff sei in einem Gefahrgutbehälter gesichert worden, somit könne derzeit keine weitere Gefahr von ihm ausgehen, sagte Polizeisprecher Lars Zengler von der Polizeiinspektion Leer/Emden am Abend. Weil das beschädigte Paket auf einem Förderband transportiert wurde, bestehe aber die Möglichkeit, dass es zu einem Kontakt zwischen dem Stoff und weiteren Paketen gekommen sei, die bereits ausgeliefert wurden.

Betroffen seien ausschließlich Empfänger von Paketen der dpd am Sonnabend in den Bereichen Friesoythe, Westerstede und Wardenburg, teilte Zengler mit. Weitere Sendungen seien nicht betroffen, betonte er. Die Empfänger und mögliche weitere Personen, die mit den ausgelieferten Paketen in Kontakt gekommen sind, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Leer/Emden unter der Telefonnummer 0491 97690213 zu melden.

Eine örtliche Sammelstelle für betroffene Personen sei vom Deutschen Roten Kreuz und der Feuerwehr eingerichtet worden, um eine lückenlose Betreuung zu gewährleisten. Betroffene mögen Ersatzkleidung mitbringen, hieß es. „Es handelt sich hierbei um eine Vorsichtsmaßnahme, die aus prophylaktischen Gründen getroffen wird“, betonte Zengler weiter. Die polizeilichen und strafrechtlichen Ermittlungen dauerten am Abend noch an, sagte er.