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Der Jobcenter-Chef

Menschen wieder in Arbeit zu bringen – diese Aufgabe bestimmt sein ganzes Berufsleben. Friedhelm Siepe, 62, ist seit 2011 Geschäftsführer des Jobcenters Hamburg, das rund 100.000 Langzeitarbeitslose betreut. Er weiß, hinter den Zahlen stehen viele, oft bittere menschliche Geschichten. „Eine fehlende Berufsausbildung ist ihr größtes Problem“, sagt Siepe sachlich.

Bevor er nach Hamburg kam, war Siepe Vize-Leiter der Regionaldirektion der Arbeitsagentur in Kiel. Als Jugendlicher hatte er eine Ausbildung beim Arbeitsamt gemacht und kletterte danach in der Behörde viele Sprossen der Karriereleiter nach oben. Ans Aufhören will er noch nicht denken.

Dem gebürtigen Lübecker gefallen Klima und Menschen in Norddeutschland. Er liebt die Nordseeinseln, ihre Ursprünglichkeit ebenso wie Ebbe und Flut. „Ich bin eher der Föhr- als der Sylt-Typ“, sagt Siepe. Schon sein Wohnort Tornesch verrät, dass er gern in der Natur ist. Pro Woche joggt er bis zu 20 Kilometer. „Im Sommer auch gern noch vor Dienstbeginn“, sagt der verheiratete Familienvater. Ablenkung von den Aktenbergen findet er in der Familie, besonders beim Fußballspielen mit den beiden Enkeln. (stp)

Seite 19 Interview mit Friedhelm Siepe