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Vollblut-Manager

Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde. Kaum einer beherzigt diese Volksweisheit so inbrünstig wie Hans Ludolf Matthiessen. Wenn an diesem Sonnabend auf dem Horner Hippodrom die traditionsreiche Derbywoche der Galopper gestartet wird, hat der Vizepräsident des Hamburger Renn-Clubs von 1852 monatelange Vorbereitungen hinter sich. Seit 1954 gehört er dem urhanseatischen Verein an; nur ein anderes Mitglied ist länger dabei.

Im Vorstand ist der Bankkaufmann und Rechtsanwalt seit mehr als drei Jahrzehnten aktiv, den Großteil davon als Schatzmeister. Ein Segen für den 74-Jährigen, dass er im Ehrenamt von Ehefrau Brigitte wohlwollende Rückendeckung erfährt. Beide sind seit 45 Jahren verheiratet, wohnen in Blankenese, haben zwei erwachsene Kinder – gleichfalls Juristen – und vier Enkel. Konstant ist ein roter Faden im Leben des wettfreudigen Turfmanagers mit der Leidenschaft für Vollblüter.

Urlaubsreisen führen zumeist in die Nähe anderer Rennen. Weltweit. Bleibt zwischen den Derbys ein wenig Muße, nutzt das Ehepaar Matthiessen sein Abonnement für die Staatsoper und das Thalia-Theater. Auch bei japanischem Essen wird HSV-Fan „HLM“ sehr gerne schwach.