Presseschau

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Zur Lage in der Ukraine

Kremlchef Putin betreibt weiter seinen Propagandakrieg und behauptet, er habe mit der Eskalation nichts zu tun. Zuletzt wurden indes russische Panzer, Haubitzen und Luftabwehrsysteme des Typs Buk im Kampfgebiet gesichtet – die kann man nicht auf dem Basar nebenan erwerben; Zugriff auf derartige Waffentechnologie hat allein das russische Verteidigungsministerium. Dennoch leugnet Putin jegliche Unterstützung der Separatisten – geht es noch dreister?

Nürnberger Nachrichten

Die Fronten zwischen Moskau und Kiew, zwischen Putin und Poroschenko sind dermaßen verhärtet. Eine Lösung ist nur mit internationaler Vermittlung möglich. Deshalb ist es ein großes Verdienst von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, dass er die beiden Kontrahenten wieder an den Verhandlungstisch gebracht hat. Und er darf nun nicht lockerlassen, bis erste ernsthafte Schritte zur Entschärfung der Krise gefunden wurden.

Reutlinger General-Anzeiger

Der Ukraine-Konflikt steckt komplett in der Sackgasse. Ein Friedensplan kommt auch deshalb nicht zustande, weil Moskau weiter hartnäckig den Standpunkt vertritt, keinen Einfluss auf die Aufständischen zu haben. Kremlchef Wladimir Putin zeigt sich nach außen friedfertig, zielt nach innen aber eiskalt auf eine dauerhafte Destabilisierung des westlichen Nachbarn. Daran haben auch die westlichen Sanktionen nichts geändert. Im Gegenteil. Putin darf hoffen, dass die EU die Schrauben bald lockern wird.

Westfälische Nachrichten