Hamburg/Kreis Segeberg

Hoffnung auf Entspannung in den Hochwassergebieten

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An Heiligabend kam es im Alstertal zu zahlreichen Wasserschäden. Die Stadt warnt vor Überflutungen am Alsterlauf. Mit Sandsäcken und Pumpen waren Helfer im Kreis Segeberg im Einsatz.

Hamburg/Kreis Segeberg. Nach andauernden Regenfällen war die Feuerwehr in Norddeutschland auch am Heiligabend gebietsweise im Dauereinsatz. Insgesamt 29 Einsätze wegen Wasserschäden ereigneten sich am Mittwoch, sagte ein Feuerwehrsprecher dem Abendblatt. „Im Bereich des Alstertals konzentrierten sich die Fälle von überschwemmten Straßen und anderen Schäden“, so der Sprecher.

Ein Großteil der Wasserschäden sei in Sasel, Poppenbüttel und Bergstedt entstanden. Erst am späten Abend beruhigte sich die Lage, in der Nacht waren zunächst keine weiteren Einsätze zu verzeichnen. Eine Hochwasserwarnung für Hamburg bleibt auch am ersten Weihnachtstag bestehen. Die Innenbehörde warnt seit Mittwochnachmittag vor erhöhten Wasserständen entlang des gesamten Alsterlaufs, an der oberen Bille sowie der Ammersbe und der Susebek. Die Bevölkerung in diesen Gebieten wurde aufgerufen, ihr Eigentum in diesen Gebieten zu sichern und das Radio eingeschaltet zu lassen.

In den Überschwemmungsgebieten in Schleswig-Holstein stagnieren oder fallen die Wasserstände. Die Wetterwarnung wurde wieder aufgehoben, sagte ein Feuerwehrsprecher. Im Kreis Steinburg waren am Donnerstag noch Hilfskräfte noch in Wrist und Wulfsmoor im Einsatz. In Wrist errichteten sie einen Sandsackdamm, um eine Gasverteilerstation vor den Fluten des Flüsschens Bramau zu schützen, in Wulfsmoor musste ein überspülter Stromverteilerkasten des Ortes trockengelegt werden. In Schmalfeld im Kreis Segeberg sicherte die Freiwillige Feuerwehr im Schichtbetrieb mehrere Einfamilienhäuser gegen die über die Ufer getretene Schmalfelder Au. Mittlerweile konnte der Einsatz beendet werden.

Schäden in Bad Segeberg

Viele Feuerwehrleute und Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks (THW) konnten den Heiligen Abend nicht bei der Familie unterm Weihnachtsbaum feiern. Im gesamten Westen des Kreises Segeberg haben die schweren Regenfälle der vergangenen Tage zu Überschwemmungen geführt. In vielen Gemeinden waren die Helfer rund um die Uhr im Einsatz, um Wohnhäuser vor den Wassermassen zu schützen.

In Schmalfeld war die Lage besorgniserregend: Die Schmalfelder Au war am Dienstag über die Ufer getreten. Auch in der Nacht zum Heiligen Abend waren Feuerwehr und THW dort mit Pumpen im Einsatz.

Probleme bereitete der kleine Fluss auch in Struvenhütten. Er war über die Ufer getreten und hat Wiesen und Felder in Seen verwandelt. Mehrere freiwillige Feuerwehren versuchten, die Überflutung von Wohngebieten zu verhindern.

In Kayhude trat die Alster über die Ufer, Feuerwehren rückten aus. Außerdem wurde das komplette Norderstedter THW alarmiert, das die ganze Nacht mit Pumpen vor einem Einfamilienhaus im Einsatz war. Aus den Ortsverbänden Neumünster und Kaltenkirchen wurden weitere Sandsäcken angefordert. Außerdem alarmierte die Leitstelle das THW Barmstedt.

In den Gemeinden Hitzhusen, Weddelbrook und Föhrden-Barl hatten sich nach Angaben der Feuerwehren auf den Feldern riesige Wassermassen gestaut. In Bad Bramstedt wurden Teile des Klärwerks überflutet. Feuerwehr und THW bauten gemeinsam einen künstlichen Damm auf, um das Gelände zu schützen. Im gesamten Kreisgebiet pumpten Feuerwehren voll gelaufene Keller leer.

( (HA/dpa) )

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