Dr. Edilbert Kirk, Meteorologisches Institut Universität Hamburg:

Auf der Nordhalbkugel drehen sie sich immer in eine, auf der Südhalbkugel in die andere Richtung. Wirbelstürme sind besonders intensive Tiefdruckgebiete. Sie entstehen meist in den Tropen, nicht jedoch direkt am Äquator. Je nach Region heißen sie Taifun, Hurrikan, Zyklon, Willy Willy. Warmes Meerwasser (rund 28 Grad) erhitzt die Luft, die dann sehr schnell aufsteigt. In der unteren Atmosphäre strömt sie nicht grade zum Kern des Sturms, sondern wird von der Corioliskraft (Ablenkung durch die Erddrehung) in eine spiralförmige Bewegung geleitet. Auf der Nordhalbkugel drehen sich die Tiefdruckgebiete – und damit auch die Wirbelstürme – gegen den Uhrzeigersinn, auf der Südhalbkugel im Uhrzeigersinn. Dies gilt nicht für Tornados in Gewittern: Sie sind kleinräumig, sodass die Corioliskraft nicht wirken kann und haben keine einheitliche Richtung.

Weiter Gute Fragen zum Nachlesen:

www.abendblatt.de/gutefrage