Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 19. September 2022

| Lesedauer: 5 Minuten

Gute Lösung für Lehrermangel?

17./18. September: „Hamburg lässt Leiharbeiter Polizeiaufgaben erledigen“

Leiharbeiter bei der Polizei? Das haben sich sicherlich Leute ausgedacht, die bei einem Rohrbruch den Schlachter holen oder beim Bäcker nach Schrauben fragen. Auf der anderen Seite ein vielversprechendes Projekt. Vielleicht löst man so auch den Lehrer- und Priestermangel.

Andreas Willscher

Großartiger Artikel

17./18. September: „Kauderwelsch, wohin man hört“

Vielen Dank für den großartigen Artikel! Schon sehr lange ärgere ich mich darüber, dass die wunderschöne deutsche Sprache in unserer Umgebung immer mehr verloren geht. Ich fühle mich an den Turmbau zu Babel erinnert und hoffe, dass dieser Sprachwirrwarr endlich ein Ende findet. Sehr richtig schreibt Matthias Iken, dass wir an einem Punkt angekommen sind, an dem es weniger um das Ich und mehr um das Wir gehen muss – sonst finden wir Menschen nie mehr zueinander.

Karin Schramm

Medien gegen den Zeitgeist

Ein Artikel, in dem jeder Satz Balsam für die Seele ist. Ich bin mir ganz sicher, dass die schweigende Mehrheit der Gesellschaft (wieder mal) einem allgemeinverständlichen Hochdeutsch absolut den Vorrang einräumt. Aber wie kann das erreicht werden? Es wäre sehr gut, wenn die Medien, alle Medien, gegen den Zeitgeist der Verstümmelung der deutschen Sprache angehen würden, ja ihn anprangern würden, wie es Matthias Iken getan hat.

Folkert Bildhauer

Auf der Strecke bleibt der

Traurig, aber wahr! Es sieht wirklich danach aus, dass die Eliten unser hoch entwickeltes und ausdrucksstarkes Deutsch nicht mögen und mutwillig zerstören. Alle möglichen Gruppen fühlen sich berechtigt und bemüßigt, daran herumzubasteln, um unsere Sprache „internationaler“, „moderner“ oder „gerechter“ zu machen. Auf der Strecke bleibt dabei der verbindliche Sprachstandard, das allgemeinverständliche, korrekte und klare Hochdeutsch und damit die Grundfunktion von Sprache überhaupt, nämlich die Verständigung zwischen dem Sender und dem Empfänger einer Mitteilung. Wenn schon Matthias Iken in einer auf „Deutsch“ durchgeführten Veranstaltung laufend simultan übersetzen muss, um einigermaßen zu verstehen, was gemeint ist, was sollen dann die weniger gebildeten Mitbürger, die Zugewanderten oder andere Deutsch-Lerner dazu sagen? Es ist höchste Zeit, dass in den Schulen, in der Politik, in den Medien, im gesamten öffentlichen und amtlichen Sprachgebrauch ausschließlich korrektes Standard-Hochdeutsch gelehrt, gesprochen und geschrieben wird, um dem Niedergang unserer Sprache entgegenzuwirken. Das ist eine zentrale kultur- und gesellschaftspolitische Aufgabe. Schon Konfuzius hat davor gewarnt, was im Staat passiert, „wenn die Worte nicht stimmen...“

Dr. Hans Kaufmann, Hamburg

Wüstefeld muss weg

17./18. September: „Prof. Wüstefeld und seine Titel“

Ob nun Dr., Prof. Dr. oder nur Wüstefeld, ob die Anzeigen wegen Betruges und Unterschlagung letztlich zu einem Verfahren, gar zu einer Verurteilung führen oder nicht, dieser Mann ist für den HSV eine Belastung und sollte endlich den Anstand besitzen, von allen Ämtern beim HSV zurückzutreten. Andernfalls sollte der Aufsichtsrat im Sinne der Reputation des HSV Herrn Wüstefeld das Vertrauen entziehen. Neben der Aussicht, dass dann alle wieder mehr über den sportlichen Aspekt beim HSV reden und schreiben können, so wäre dringend gebotenen Gesprächen mit Klaus-Michael Kühne der Boden bereitet. So oder so, Wüstefeld muss weg.

Michael Börger

Den Murks stoppen

16. September: „Grundsteuer: Erst 21 Prozent haben ihre Daten übermittelt“

Da bisher rund 80 Prozent die geforderten Daten zur Grundsteuer nicht übermittelt haben oder es aufgrund des mangelhaften Systems nicht konnten, kommt dies meiner Meinung nach einer kollektiven Verweigerung gleich. Es ist kaum anzunehmen, dass in den verbleibenden sechs Wochen die noch fehlenden Angaben gemacht werden. Die Politik sollte längst begriffen haben, was für einen Murks sie hier in die Wege geleitet hat, dieses unsägliche Verfahren stoppen und sich auf die Suche nach einem nachvollziehbaren Verfahren machen. Die Bürokraten dürfen uns Bürger nicht derart drangsalieren.

Hans-Raimund Kinkel

Schreiben Sie uns gerne an oder per Post an das Hamburger Abendblatt, 20445 Hamburg
Von den vielen Leserbriefen, die uns erreichen, können wir nur einen kleinen Teil veröffentlichen. Teilweise müssen wir kürzen, um möglichst viele Meinungen zu veröffentlichen. Mit Ihrer Einsendung erlauben Sie uns, alle Inhalte und Ihre Kontaktdaten an die zuständigen Redakteurinnen/Redakteure und/oder an externe Autorinnen/Autoren weiterzuleiten. Sollte eine Weiterleitung Ihrer Kontaktdaten und ein Dialog mit uns nicht gewünscht sein, bitten wir um Mitteilung. Einsendungen werden sowohl in der gedruckten Ausgabe sowie den digitalen Medien vom Abendblatt veröffentlicht und geben ausschließlich die Meinung der Einsender wieder. Veröffentlichte Leserbriefe finden Sie auch auf abendblatt.de/leserbriefe.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Leserbriefe