Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 8. August 2022

| Lesedauer: 5 Minuten

Mehrwertsteuer zügig senken

6./7. August: „Die Zeche zahlen wir alle. Die Gasumlage ist auch die Folge lausiger Planung“

„Es darf nicht sein, dass der Staat über die Mehrwertsteuer an der Gaskrise auch noch mitverdient“, so der Autor. Volle Zustimmung dazu! Ergänzend sei aber die Feststellung erlaubt, dass die Staatskasse durch die Einnahmen aufgrund der exorbitant gestiegenen Energiekosten durch Steuern und Abgaben jetzt schon zum großen Profiteur in der Energiekrise geworden ist! Bedeutet: Je höher die Preise für Öl, Strom und Gas zu Lasten der Verbraucher ansteigen, desto größer gleichzeitig die Einnahmen für das Finanzministerium von Herrn Lindner. Nicht Energiekonzerne erzielen in der Krise gewaltige Übergewinne, sondern auch die Staatskasse zum Nachteil von uns Verbrauchern. Deshalb muss jetzt für eine dauerhafte Entlastung der Bürger gesorgt werden! Eine zügige Senkung der Mehrwertsteuer auf sieben Prozent auf alle Energieträger wäre das Mindeste, was jetzt passieren muss.

Klaus-Peter Steinberg, Hamburg

Sympathie für den Gegner?

6./7. August: „Ein Jahr Taliban-Herrschaft – die traurige Bilanz“

Mag der Abzug der Amerikaner auch chaotisch verlaufen sein, so hätte ein besser organisierter auch nichts am jetzigen Zustand Afghanistans geändert. Joe Biden hatte durchaus Recht mit der Äußerung: Wenn sich die Afghanen nicht selbst verteidigen wollen, wer soll es dann tun? Wie kann es denn sein, dass eine mindestens doppelt so starke Regierungsarmee eine weitaus schlechter ausgestattete „Mopedbande“ (Ex-General Domröse) nicht besiegt? Der unerwartet schnelle Erfolg der Taliban ist doch nur der Tatsache geschuldet, dass sich die Regierungssoldaten sofort ergeben und den Taliban auch noch gleich ihre Waffen übergeben haben. Plausibel ist ein solches Verhalten nur, wenn man klammheimlich Sympathien für den Gegner aufbringt. Und nun ist es bedauerlicherweise eben so, wie es ist.

Herbert Mellin

Mit zweierlei Maß gemessen

6./7. August: „Cum-Ex: Senat wehrt sich gegen neue Vorwürfe“

Da wurde offensichtlich gemauschelt, was das Zeug hält. Scholz, von dem ich einst viel hielt, hat ganz vorne mitgespielt. Tschentscher war wohl ebenso mit im Team Warburg. Aus dem Senat tönt „Es ging nicht um den Inhalt des Steuerfalls und die Entscheidungsfindung der Steuerverwaltung, sondern einzig um deren mögliche Folgen für Hamburg“. Aha. Ein Widerspruch in sich selbst. Wenn es also Hamburg schadet, wird Warburg geschont. Man möge intervenieren – so liest sich das. Als die Steuerprüfung in meinem kleinen Unternehmen eine unverschämte Nachforderung stellte, die glücklicherweise später korrigiert wurde, hat das weder den Finanzsenator noch den Bürgermeister interessiert. Aber ich gehörte ja auch nicht zum „old-boy network“.

Jörg Ökonomou

Gedankenlose Behauptung

04. August: „Strengerer Klimaschutz - aber nicht so“

Das Klima soll also wieder einmal geschützt werden? Was für ein Unsinn! Wenn unter Klima die Wettererscheinungen, folglich die Änderungen von Temperatur (Sonneneinstrahlung), Luftbewegungen (Winde) und Niederschlag (Regen) u.a. in der Atmosphäre verstanden werden, dann wollen gedankenlose Zeitgossen diese physikalischen Gegebenheiten allen Ernstes schützen? Schützen können wir uns allenfalls vor den Auswirkungen der klimatischen Veränderungen, indem wir z.B. den CO2-Ausstoß versuchen zu verringern. Das Klima an sich aber kann niemand schützen. Trotzdem wird gedankenlos und gebetsmühlenartig diese Behauptung weiterhin von allen Medien verbreitet.

Reinhard Günther, Ahrensburg

Mit dem Virus leben

04. August: „Corona: Diese Regeln sollen im Herbst gelten“

Ich finde es sehr verwunderlich bis erschreckend, dass uns immer noch erzählt wird, dass das Virus bekämpft werden muss. Mittlerweile sollte doch auch Herr Dedy, seines Zeichens Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, mitbekommen haben, dass das Virus nicht bekämpft und vernichtet werden kann (um seinen militärischen Sprachgebrauch beizubehalten). Wann begreifen diese Leute endlich, dass wir alle mit dem Virus leben werden und müssen! Daher meine Frage: Wie lange sollen diese Maßnahmen, Einschränkungen und Ausgrenzungen noch gehen? Es wird Zeit, dass damit ein für alle Mal Schluss ist.

Jan Schütt

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