Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 23. Mai 2022

| Lesedauer: 4 Minuten

Warum nicht mit dem SSW?

21./22. Mai: „Aus für Jamaika – was folgt jetzt?“

Bei allem Respekt für das gute Abschneiden der Grünen bei der Landtagswahl von Schleswig-Holstein sollten diese nicht zu hoch pokern und Arroganz freien Lauf lassen. „Hochmut kommt vor dem Fall“ sagt ein altes Sprichwort! Dass die „Jungen“ jetzt das Sagen haben wollen ist verständlich, aber sie sollten nicht die „Alten“ mit ihrer Erfahrung vergessen! Monika Heinold ist mit ihren 63 Jahren schon eine Seniorin und sollte sich nicht das Zepter von Jüngeren aus der Hand nehmen lassen. Ministerpräsident Daniel Günther täte gut daran, nach dem Scheitern seines Wunschbündnisses, auch den SSW als Bündnispartner in Erwägung zu ziehen, was auch für eine Regierungsmehrheit reichen würde.

Ingrid Kallbach

Fußwege sind zu schmal

21./22. Mai: „Hamburg führt grüne Welle für Radfahrer ein“

Es ist wirklich toll, dass Hamburg ein umweltfreundliches Verkehrskonzept auf den Weg bringt. Es wäre auch toll, wenn zeitgleich Regelungen und vor allem Platz für Fußgänger, Rollstuhlfahrer, kleine rad- oder rollerfahrende Kinder und Kinderwagenschieber/-innen geschaffen würden. Derzeit ist es doch so, dass es all diesen Verkehrsteilnehmern nicht gut geht, weil sie sich den häufig sogar kombinierten schmalen Fußweg mit rasenden Radfahrern, breiten Lastenfahrrädern und E-Scootern teilen müssen. Wem es nach wie vor sehr bequem geht, sind die Autofahrer/-innen, die sich meist allein im Auto sitzend, auf zwei- oder dreispurigen Straßen nebeneinander fortbewegen können. Wann wird endlich der rollende Verkehr grundsätzlich auf die Straße verlagert (Ausnahme: Rollstühle und Kinderfahrzeuge) und den Autofahrer/-innen eine Spur genommen und eindeutige Verkehrsregelungen für Radfahrer/-innen vorgegeben?

Meike Holtz

Kein Schröder-Bashing mehr

19. Mai: „Auch die EU erhöht Druck auf Gerhard Schröder“

Ich kann dieses ganze Schröder-Bashing nur zum Teil nachvollziehen. Immerhin hat er uns als damaliger Kanzler zusammen mit Joschka Fischer die Teilnahme am Irak-Krieg erspart. Übrigens unter großer Missbilligung der CDU/CSU-Fraktion. Diese war der Meinung, dass man doch unseren Bündnispartner USA nicht im Stich lassen dürfe. Außerdem ist wohl viel Verbitterung von Altgenossen im Spiel, die Schröder die letztlich notwendigen Reformen der Agenda 2010 nicht verziehen haben. Allerdings ist Gerhard Schröder uns und dem ukrainischen Volk bis heute schuldig geblieben, sich ausdrücklich von den verbrecherischen Machenschaften seines Freundes Putin zu distanzieren.

Thomas Zimmermann

Wer trägt die Verantwortung?

20. Mai: „Lange Wartezeiten am Flughafen schon vor den Maiferien“

Da überträgt die Bundespolizei ihre eigene, ganz originäre Verantwortung für die Sicherheitskontrolle am Flughafen an einen externen, nicht in Hamburg ansässigen Dienstleister, der sofort nach Vertragsabschluss (und bis heute unverändert) erklärt, dass er gar nicht in der Lage ist, diesen Vertrag ordnungsgemäß zu erfüllen, da es ihm einfach an Personal fehle. Und das schon heute, wo nur ein Bruchteil der Flughafennutzung gegeben ist. Wie soll das in der Urlaubszeit werden? Wie kann die Bundespolizei eigentlich überhaupt so einen unglaublichen Vertrag unterschreiben und wer trägt dafür die Verantwortung? Warum können nicht die Bundespolizisten, die diese Aufgabe bisher wahrgenommen haben (zumindest) aushelfen? Und der Flughafenleitung fällt nichts anderes ein, als ihre Kunden aufzufordern, doch einfach ein bis zwei Stunden Zeit zu investieren!

Klaus W. Ziegenbein, Hamburg

Das ist keine Lösung!

Die Passagiere immer früher zum Flughafen einzubestellen, löst das Problem nicht. Dann verpasst man einen 13-Uhr-Flug auch deshalb, weil vor einem schon Fluggäste für 16 Uhr in der Schlange stehen. Sinnvoller wäre bei Stau, dass wie in London, Paris oder Barcelona Service-Personal die Warteschlangen abgeht und Wartende für unmittelbar bevorstehende Flüge vorzieht.

Dirk Emmermann

Erlebnismeile Jungfernstieg

20. Mai: „Weniger Platz für Autos am Jungfernstieg“

Mehr als eine Reihe neuer Bäume für die vom Straßenraum zurückgewonnen Flächen fällt dem Senat bislang nicht ein. SPD-Bürgerschaftsabgeordneter Markus Schreiber hat deshalb zurecht eingefordert, dass es weitergehender Konzepte bedarf, um den Jungfernstieg zu einer Erlebnismeile zu entwickeln. Gerade die Alsterseite des Jungfernstiegs bietet relativ wenig Anreize zum Flanieren. Der Jungfernstieg braucht eine einladende Möblierung, ein attraktiveres Gastronomieangebot und vor allem müssen die Flächen kulturell so bespielt werden, dass neue Besuchserlebnisse entstehen.

Günter Dorigoni

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