Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 2. Mai 2022

| Lesedauer: 4 Minuten

Lindner macht einen guten Job

30. April/1. Mai: „,Wir lassen uns nicht erpressen‘. Bundesfinanzminister Christian Lindner im Gespräch

Herr Lindner ist eine der tragenden Säulen in dieser Regierung und macht seinen Job sehr gut, auch seine Ansichten – mit Ausnahme seiner Ablehnung eines Tempolimits – sind sehr realistisch. Besonders gefällt mir seine Meinung zum Ex-Kanzler Gerhard Schröder. Diesem Busenfreund des Kriegsverbrechers Putin müssen sämtliche Privilegien gestrichen werden, insbesondere muss sein Büro geschlossen, und die Mitarbeiter entlassen werden. Die SPD sollte sich einen Gefallen tun und ihn schnellstmöglich aus der Partei ausschließen. Wenn ihm das hier dann alles nicht mehr gefällt, kann er ja zu seinem Freund Wladimir nach Moskau ziehen.

Helmut Jung, Hamburg

Warten auf neuen Ausweis

Ich habe köstlich gelacht. Herr Lindner plädiert für Bürokratieverzicht. Dazu: Vor einigen Wochen Führerschein getauscht. Während der Prozedur waren in der Amtsstube fünf Damen versammelt. Eine bemühte sich um die Angelegenheit, die anderen tranken Kaffee und plauderten über ihre Urlaubspläne. Ich hatte einen festen Termin gebucht, aber eine nicht näher erläuterte „Verzögerung“ hielt mich fast zwei Stunden länger fest. Mein Sohn wartet seit Monaten auf einen neuen Personalausweis. Nach der „Prozedur“ wurde er – schon auf dem Nachhauseweg – zurückbeordert. Es seien „technische Probleme“ aufgetreten. Lachen ist gesund und darum: Danke, Herr Lindner!

Andreas Willscher

Welcher Weg ist der richtige?

30. April/1. Mai: „Wie wir lernten, die Panzer zu lieben. Die Deutschen legen den nächsten 180-Grad-Schwenk hin – vom naiven Pazifismus zum naiven Bellizismus“

Ich stimme der Kritik zu, allerdings ist der 180-Grad-Schwenk für mich immer noch schwindelerregend und ich reibe wundernd meine Augen über diese Kehrtwende unserer sonst so vehement pazifistisch eingestellten Politiker. Ob das Schießen aus allen Rohren zur Verteidigung der Ukraine den erhofften Erfolg bringt, ist fraglich. Keiner kann in die Zukunft schauen und vorhersagen, welcher Weg der richtige ist. Ich hoffe und bete darum, dass es bald wieder Frieden gibt! Doch die Zeichen stehen schlecht und die Fronten von russischer sowie von ukrainische Seite sind verhärtet. Auf jeden Fall gibt es viel verbrannte Erde und Verlierer auf allen Seiten. Traurig!

Ingrid Kallbach

Keine Werbung für Hamburg

30. April/1. Mai: „Und es ward Licht. Drohnen umschwirrten die Elbphilharmonie wie Glühwürmchen. Alle Wiederholungen wurden wegen aggressiver Störungen im Luftraum abgesagt“

Wieder einmal schafft es offenbar eine Handvoll Chaoten durch bewusstes Stören und Zerstören eine öffentliche Veranstaltung zu torpedieren und damit vielen Menschen eine Darbietung der besonderen Art zu stehlen. Nicht zuletzt nach langem Verzicht auf derartige Veranstaltungen wegen Pandemiebeschränkungen, wurde vielen Interessierten die Freude auf die musikalische Lichtshow – noch dazu bei zurzeit besten Wetterbedingungen – verdorben. Zweifelsfrei mussten die Sicherheitsbehörden verantwortungsvoll handeln und absagen. Was diese Absage aber für die Künstler und letztlich mal wieder für Gastronomie, Barkassenunternehmen usw. bedeutet, muss wohl nicht betont werden. Wieder einmal bröckelt ein Stück Werbung für Hamburg durch unsoziales und dummes Verhalten einiger weniger. Sehr schade!

Hans-J. Mader

Eine vielversprechende Aktion

29. April: „Wie die Metropolregion um Urlauber kämpfen will. Tages- und Übernachtungsgäste bringen ähnlich hohe Umsätze. Neues Tourismuskonzept wird bis 2023 entwickelt“

Das geplante Tourismusentwicklungskonzept für die Metropolregion ist ein echter Meilenstein in der Zusammenarbeit auf Länderebene im Tourismus. Schon lange war bekannt, dass Touristen ihre Urlaubsziele nicht nach Grenzen ausrichten. Allein es fehlte am durchgreifenden Willen der Akteure, dieser Erkenntnis auch mit gemeinsamen Marketingmaßnahmen zu folgen. Vor allem die regional arbeitenden Tourismusorganisationen taten sich in diesem Punkt schwer, zu ausgeprägt waren die Eigeninteressen, nicht zuletzt auch vor der Sorge, Einfluss zu verlieren. Dabei liegen die Vorteile gemeinsamen Handelns auf der Hand. Wer zum Beispiel nach Hamburg reist, macht auch gerne einen Ausflug in die Heide oder an die Nord- oder Ostküste. Umgekehrt zieht es Strandurlauber auch nach Hamburg, weil sie einen Theater- oder Musicalbesuch auf der Wunschliste haben. Es macht also durchaus Sinn für die Marketingorganisation in der Metropolregion, gemeinsame Programme zu entwickeln und zu vermarkten. Dies gilt erst recht nach der Hochphase der Pandemie, die dem Tourismus massive Verluste eingebracht hat. Die jetzt angestoßene konzertierte Aktion ist vielsprechend und wird sich sicher gewinnbringend für die Metropolregion auswirken.

Günter Dorigoni

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