Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 11. Februar 2022

| Lesedauer: 4 Minuten

Was für eine Verschwendung!

10. Februar: „Klimabeirat des Senats stellt Hamburgs Bauprojekte infrage

Gut, dass der Klimarat das Thema graue Energie mal anspricht. Wenn unser Senat es wirklich ernst meinen würde mit dem Klimaschutz, gäbe es andere Lösungen. Statt der A 26 wäre es geboten, den Güterverkehr auf der Schiene und im Hafen auf dem Wasserweg zu fördern. Bei der U 5 handelt es sich um ein Prestigeobjekt. Hier wäre dem Klima und der Verkehrswende schneller und kostengünstiger geholfen mit einer Stadtbahn. Auch beim Wohnungsbau wird statt den Bestand weiterzuentwickeln und aufzustocken lieber abgerissen und neu gebaut. Was für eine Verschwendung , aber mit der Verteilung ein Drittel geförderter und zwei Drittel frei finanzierter Wohnungen holt man sich ja mehrheitlich zahlungskräftige Bewohner in die Stadt. Und zuletzt wird beim Automobil nur auf Elektroautos gesetzt. Dabei ist doch bekannt, dass die Rohstoffe nicht ausreichen, um alles auf E-Autos umzustellen. Und wie schon öfter erwähnt, könnte man mit E-Fuel aus erneuerbaren Energien die Millionen schon vorhandenen Autos sofort klimafreundlicher machen!

Thomas Schendel

Schonende Alternative zur U 5

Immerhin gibt es zu der vom Senat präferierten U 5 eine aus klimapolitischer Sicht wesentlich schonendere Alternative, die allerdings aus „Rücksicht“ auf einen ehemaligen Bürgermeister und aus Angst vor dem offenen Eingeständnis einer Fehlentscheidung nicht verfolgt bzw. rundweg abgelehnt wird. Aus sachfremden Erwägungen heraus wird ein Projekt verfolgt, das sowohl in klima- und verkehrs-, als auch in finanzpolitischer Hinsicht bedenklich ist und eine Alternative verworfen, die für die Mehrheit der Bürger der Stadt deutlich mehr Vor- als Nachteile hätte.

Andreas Kaluzny

Umparken im Kopf!

Die Forderungen des Umweltbeirates zeigen wieder die altbekannten Denkmuster von Umweltaktivisten und Grünen. Wenn etwas aus ihrer Sicht nicht umweltgerecht ist, muss man zunächst appellieren, darauf zu verzichten und wenn das nicht reicht, dann eben verbieten. Wann endlich hört dieses eindimensionale Denken auf? Nicht auf das Bauen verzichten ist die Lösung, sondern das Bauen umweltfreundlicher machen muss die Forderung sein. Es gibt bereits vielfältige Aktivitäten von Firmen und Forschern, die Herstellung von Zement und damit Beton umweltfreundlicher zu machen, die durchaus zu Optimismus berechtigen. Das Gleiche gilt für die Herstellung von Stahl mit Hilfe von Wasserstofftechnologie. Der Präsident des Umweltbundesamt hat gerade die Ergebnisse einer Umfrage öffentlich gemacht, nach denen in der Bevölkerung eine große Bereitschaft zu umweltgerechterem Verhalten besteht, allerdings Verbote und Verzichtsappelle nicht die bevorzugten Lösungsansätze sind. Man möchte dem Klimabeirat den alten Werbespruch von Opel zurufen: Umparken im Kopf! Glaubt an die Intelligenz und Kreativität unserer Gesellschaft!

Bernd Plath

Keine Überraschung

9. Februar: „Hamburg ist wieder deutsche Stau-Hauptstadt. Daten der Navigationsfirma TomTom zeigen: Verkehr fast wieder auf Vor-Corona-Niveau. Viele Menschen von Bus und Bahn auf Auto umgestiegen“

Ich denke, viele Hamburger und Hamburgerinnen werden nicht überrascht sein über diesen „Erfolg“ der rot-grünen Verkehrspolitik. Seit Jahren leiden nicht nur Autofahrer unter den Dauerbaustellen des Verkehrssenators. Diese Baustellen kosten also den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt nicht nur kostbare Lebens- und Arbeitszeit, sondern sie belasten auch die Umwelt über den dadurch verursachten Anstieg des CO2-Ausstoßes und verursachen natürlich außerdem hohe Kosten für den Steuerzahler. Steckt da vielleicht sogar politisches Kalkül hinter?

Andreas Haelbig, Hamburg-Barmbek

Ehrverletzende Worte

10. Februar: „Lob und Kritik für Post von PR-Frau. Alexandra von Rehlingen lebt vegan, forderte es auf Instagram auch von Ricarda Lang“

Wie tief muss die vornehme Frau von Rehlingen gesunken sein, solche ehrverletzenden Worte in die Öffentlichkeit zu bringen. Wenn es ihr um den CO2-Ausstoß geht, bleibt zu hinterfragen, wie es die PR-Frau z.B. mit dem Autofahren und Fliegen hält.

Matthias Christen

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