Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 8. September 2021

| Lesedauer: 7 Minuten

Das Maß ist voll!

7. September: „Bombendrohung gegen 2G-Gastwirt. Laundrette-Betreiber lässt nur noch Geimpfte und Genesene ein – Hassbotschaften

Auch wenn man versucht, in diesem unseren, ach so liberalen Lande (Genderwahnsinn & Co. lassen grüßen) demokratische Lebensweisen zu praktizieren, ohne dabei bei Andersdenkenden anzuecken, winkt am berühmten Ende der Fahnenstange oftmals das teuflische Fähnchen Intoleranz, gepaart mit Hass. Liest man nun von einer Bombendrohung, die ein Gastronom unserer Stadt erhalten hat, nur weil er sich in Eigenverantwortung für die 2G-Lösung in seiner Bar entschied, so scheint das Maß voll zu sein! Zwar leben wir hier noch in einer Demokratie, in der jeder seine eigene Meinung vertreten und kundtun darf, ohne gleich für zehn Jahre und länger weggesperrt zu werden, doch hier wurde eine Grenze überschritten! Wünschenswert für Deutschland wäre, wenn Bürger dieser Nation richtungsweisend an einem Strang ziehen würden, anstatt sich gegenseitig an die Gurgel zu gehen! Wäre doch eine Überlegung wert oder?

Silvia Böker

Nur ein Lifestyleprodukt

7. September: „Schärfere Regeln für E-Scooter. Rot-Grün will feste Abstellplätze für die Roller. Städte sollen darüber selbst entscheiden. Sechs-Punkte-Plan der CDU“

Kinderroller mit E-Antrieb, also E-Scooter, haben mit moderner Mobilität nichts zu tun. Die meisten Nutzer sind junge Menschen, die die „letzte Meile“ besser als alle anderen zu Fuß zurücklegen könnten, was vielen sogar gesundheitlich gut täte. E-Scooter sind nichts anderes als ein weiteres hippes Lifestyleprodukt, unnötig und nervig. Verkehrsregeln sind fast allen Nutzern unbekannt. Dazu kommt die Vermüllung des öffentlichen Raumes, wo E-Scooter „nach Gebrauch“ oft regelrecht entsorgt werden, ex und hopp, nach mir die Sintflut. Bleibt zu hoffen, dass dieser Spuk bald vorbei ist.

Jens Ode, Hamburg

Mehr Fachkompetenz als SPD

6. September: „Lieber Lothar Matthäus als Friedrich Merz. Armin Laschet stellt sein Zukunftsteam vor. Ausgerechnet mit einem Mann aus der Vergangenheit. Und was macht Olaf Scholz?“

Es ist unstrittig, dass ein Friedrich Merz mehr finanz- und wirtschaftspolitische Fachkompetenz mitbringt als sämtliche Linkskader der SPD zusammen. Richtig ist auch, dass der Höhenflug der Genossen nicht auf eigene Stärke zurückzuführen ist, sondern ausschließlich darin begründet liegt, dass die Union den falschen Kandidaten ausgewählt hat. Es würde mich nicht wundern, wenn die Union mit Laschet noch hinter die Grünen zurückfällt. Dass von Olaf Scholz nichts zu einem eigenem Team zu hören ist, kann nicht überraschen, denn die möglichen Kandidaten dafür entsprechen eher den überholten Vorstellungen sozialistischer Planwirtschaft. Zum Ende der letzten rot-grünen Regierung war Deutschland der kranke Mann Europas mit fünf Millionen Arbeitslosen, daran dürfen wir uns langsam wieder gewöhnen, wenn sich die Vorhersagen zum Wahlausgang erfüllen.

Klaus D. Köncke

Angst vor Oppositionsbank

4./5. September: „So sieht Laschets ,Zukunftsteam‘ aus“

Die CDU/CSU-Union malt ein rot-grün-rotes Schreckgespenst an die Wand, das sie selbst großgezogen hat. Eine solche Heuchelei ist einfach nur billig. Schließlich ist die utopische Energiewende, die desaströse Euro-Schuldenrettung, die illegale Masseneinwanderung, sowie die anbahnende Kernschmelze der Sozialsysteme eine direkte Folge der vergangenen sechzehn Merkeljahre. Die Etablierung des links-liberalen Sozialismus in die Mitte der Gesellschaft fand im Konrad-Adenauer-Haus sein „konservatives“ Deckmäntelchen. Nein, die eigentliche Panik innerhalb von CDU/CSU beruht auf der Einsicht, zukünftig nur noch mit knallharten AfD-Positionen die kommenden vier Jahre auf der Oppositionsbank überleben zu können. Denn für die ausgelutschte, linke „Mitte“ dieses CDU-„Zukunftsteams“ wird es unter Rot-Grün-Rot keinen Bedarf und daher keine Zukunft mehr geben.

Martin Hartmann

Kann das die Wahl retten?

Auf einmal und ganz plötzlich stehen die Neuen da, und kaum einer kennt sie, bis auf den wieder aufgetauchten Friedrich Merz. Kann das noch diesen Wahlkampf retten? Verwechselt Armin Laschet jetzt etwa Deutschland mit Amerika und sollen die acht aus dem Hut gezauberten und sich „selbstbeklatschenden“ Kandidaten und Kandidatinnen jetzt im letzten Moment die CDU aus ihrer selbst gemachten Misere retten? Bei der Selbstdarstellung fehlten nur noch hochgehobene Plakate mit Laschets Konterfei, Luftballons und viele winkende schwarz–gelb–rote Fähnchen!

Karl-Heinz Lemm

Wo bleibt die Gerechtigkeit?

4./5. September: „Corona-Hilfe: Der HSV erhält 10 Millionen Euro vom Bund“

Sicherlich werden viele Leser darüber empört sein, dass der HSV als Corona-Hilfe 10 Millionen Euro erhält. Kleingewerbetreibende, eine wirtschaftliche Größe in unserem, der Allgemeinheit dienenden Wirtschaftssystem, werden ohne Ende vertröstet und in die Insolvenz gezwungen, während ein Fußballverein mit übermäßig hoch dotierten Fußballspielern aus der zweiten Reihe, deren miserable Leistungen sich eher der dritten als der ersten Liga zuneigen, mit sinnlos verprassten 10 Millionen gefüttert wird. Kleingewerbetreibende haben nicht 60 Prozent wie der HSV, sondern hundert Prozent ihres Umsatzes und damit ihre Existenz verloren. Wo bleibt da die wirtschaftliche Gerechtigkeit? Wenn ein Unternehmen keinen personalerhaltenden Gewinn macht, weil die Produktionskosten zu groß sind, muss es Änderungen im Personalbereich vornehmen. Das heißt betriebswirtschaftlich mit dem geringsten Einsatz an Mitteln den höchsten Gewinn erzielen. Wenn ein Verein wie der HSV durch ständigen Trainerwechsel immense Personalkosten erwirtschaftet, sollten Vorstand und Kassierer mal über ihren Rücktritt nachdenken.

Gotthard Kalkbrenner, Reinbek

Impfgegner sollten verzichten

4./5. September: „Studiosus nimmt nur noch Geimpfte und Genesene mit“

Bravo, Studiosus! Alle anderen Reiseveranstalter und ebenso die Kreuzfahrtreedereien sollten diesem Beispiel, nur geimpfte Teilnehmer an Rundreisen teilnehmen zu lassen, unbedingt folgen. Es ist nicht einzusehen, dass Impfgegner bei Gruppenreisen durch ihre unsolidarische Haltung den übrigen, geimpften Teilnehmern zumuten, auf ständig durchzuführende Testungen Rücksicht zu nehmen. Hotelunterbringung, Restaurantbesuche, Exkursionen etc. würden hierdurch erheblich verzögert werden und es käme garantiert zu einer Überforderung der Reiseleitung. Impfgegner müssen dann eben konsequenterweise in Kauf nehmen, auf viele Aktivitäten verzichten zu müssen.

Renate Mutz

Hamburgs Flaschenhals

1. September: „Den Ausbau der A 7 abwarten“ und 30. August: „Sprengt A 20 das Jamaika-Bündnis?“

Die Stadt Hamburg erstickt im Verkehr, weil der Elbtunnel seit Jahren der Flaschenhals und Engpass in beide Richtungen ist! Geplant ist die A 20 nördlich von Hamburg von der A 7 und A 23 kommend, mit dem Elbtunnel bei Glückstadt seit Jahrzehnten – verhindert und ausgebremst durch die Grünen. Da der Lkw-Verkehr bundesweit weiterhin jährlich um ca. sechs Prozent wächst, ist absehbar, wann der Verkehr in Hamburg endgültig zum Stehen kommt und die Umwelt noch mehr verpestet.

Jörn Josephi

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