Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 13. April 2021

Lesedauer: 4 Minuten

Herausragende Kandidaten?

12. April: „Offener Machtkampf um die Kanzlerkandidatur. CSU-Chef Söder bekennt sich erstmals zu seinen Ambitionen auf die Merkel-Nachfolge – lässt aber eine Hintertür offen

Alexander Dobrindt gehört zweifelsfrei zu den Politikern, die weit weg von der Basis sind. Die beiden Kandidaten, die sich vor lauter Taktiererei erst jetzt bereit erklären anzutreten, als „herausragend“ zu bezeichnen, ist ein vernichtendes Urteil über die „gemeinen“ Amtsinhaber beider Parteien. So tritt Söder stets als der „Verkünder“ auf, um seinen Worten kaum Taten folgen zu lassen. Der glamouröse Empfang von Frau Merkel zeigte schon an, was ihm vorschwebt. Eine Anbiederung an Themen anderer Parteien (Grüne) wirkt wie „Fahne-in-den-Wind-hängen“. Und wer sich seine Führungsqualitäten in der bayerischen Koalition ansieht, der wird jetzt schon Schlimmes befürchten müssen. Armin Laschet hat in NRW kaum nennenswerte Erfolge vorzuweisen, hängen blieb die Maskenbeschaffung, sein „Oster-Nachdenken“ und ein verlässlicher Zick-Zack-Kurs. Zum Basis-Demokratie-Verständnis hat die CDU auf ihrer Delegiertenversammlung ja bereits gezeigt, wie sie die Meinung der Mitglieder ignoriert. Und schon jetzt ist erkennbar, dass derjenige Kanzlerkandidat werden wird, der seinen loyalen Abgeordneten beste finanzielle Aussichten versprechen wird. Und das ausgerechnet der erfolgloseste Verkehrsminister aller Zeiten Söder das Können zuspricht, da hätte Karl Valentin bestimmt gesagt: „Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.“

Norbert Herzberg, Pronstorf

Enge ohne Lebensqualität

10./11. April: „CDU fordert begrünte Fassaden für Steilshoop“

Bereits 2014 ging es bei einer Veranstaltung um den Nordbebauungsplan Steilshoop und bereits zu diesem Zeitpunkt wurden die Politiker aufgefordert, keine Nachverdichtung in Steilshoop vorzunehmen, sondern Vorhandenes, nämlich die Schule am Borchertring, umzuwidmen. Ein Konzept wurde später vorgelegt. Es enthielt Räume für Theater, Kunst, Gewerbe, Sport, Gastronomie, Gemeinschaftsräume (Kochen). Und natürlich auch Wohnbebauung, wozu die Schulklassenräume sich wunderbar geeignet hätten. So hätten Azubis, Alleinstehende, Studenten und ältere Einwohner eine preisgünstige, gute Wohnung haben können. Und das wunderbare Umfeld am Bramfelder See wäre erhalten geblieben. Doch diverse eindringliche Vorträge, TV-Berichte, Zeitungsartikel, nichts hat die verstopften Ohren geöffnet. Leider. Nun ist das Kind, sprich Schule, in den Abriss gefallen und machte Platz für eine scheußlich unerwünschte Kasernenbauerei der Saga. Neu-Steilshoop, das dicht bebauteste Quartier der Hansestadt, wird noch enger, weiterhin ohne Lebensqualität für die Bewohner. Und das besonders bemerkenswerte grüne Umfeld, die Wege zum Bramfelder See – vernichtet. Eine Schande, was dort passieren soll.

Angelika Biermaier

Sport und Spaß in einem

10./11. April: „Wasserski Neuland bleibt geschlossen“

Mit großem Unverständnis habe ich Ihren Artikel über die Wasserski-Anlage in Hamburg-Neuland gelesen. Daran wird wieder einmal deutlich, welchen geringen Stellenwert der Breitensport in der aktuellen Corona-Politik hat. Anscheinend folgt man im Bezirksamt stur dem Motto, was Spaß macht, muss schlecht sein. Dabei wird völlig außer Acht gelassen, welchen positiven Einfluss Sport generell auf Körper und Geist hat. Und wer daran zweifelt, dass Wakeboarding ein Sport ist, kann sich ja einmal auf ein solches Brett stellen. Und das Hygienekonzept der Wasserski-Anlage hat bereits im letzen Frühjahr sehr gut funktioniert. Warum passt das jetzt auf einmal nicht mehr?

Gero Gebhardt

Den Spielern fehlt der Wille

10./11. April: „Der nächste Aufstiegsrückschlag“

Ein Blick auf die Statistiken der HSV- Rückrunde reicht: Nur zwei Siege aus den letzten neun Spielen bestätigen, dass die Mannschaft von Trainer Thioune auf dem besten Weg ist, den Wiederaufstieg auch im dritten Anlauf zu verpassen. Offensichtlich kann auch dieser Kader nicht mit dem Druck eines Aufstiegsfavoriten umgehen. Vielen Spielern fehlt der Wille, in jedem Spiel über neunzig Minuten an die persönliche Leistungsgrenze zu gehen. Wenn sich daran in den kommenden Begegnungen nichts ändert, wird es am Ende wieder heißen: Liga zwei, Hamburg bleibt dabei!

Martin Wucherpfennig