Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 30. März 2020

Eingespartes Geld spenden!

27./28. März: Hamburg vereint gegen Corona: Die große Abendblatt-Hilfsaktion. ,Von Mensch zu Mensch‘ verteilt Lebensmittelgutscheine an sozial Einrichtungen. Bitte spenden auch Sie!

Ihr Leitartikel und die angeregte Hilfsaktion haben mich sofort animiert, einen Beitrag für „Von Mensch zu Mensch“ zu leisten. Eine Hilfe für Bedürftige, auch Obdachlose. Hoffentlich werden jetzt viele zu einer Spende animiert, die ihr Geld sonst morgens im Café oder tagsüber im Restaurant lassen, die nun aber durch die Beschränkungen Geld einsparen und einen Teil auf dieses Konto überweisen können.

Günther Starcke, Hamburg-Volksdorf

Die Krise bietet große Chancen

28./29. März: Corona – Lob und Preis der Vorsorge. Wie lange sollen wir die Freiheitsbeschränkungen hinnehmen?

Vielen Dank für diesen Beitrag. Es passiert äußerst selten, dass ich mir einen Text aus dem Abendblatt aufbewahre, aber dieser gehört dazu. Wir brauchen einen breiten öffentlichen Diskurs über die Implikationen dieser Krise, die neben allen Problemen auch sehr viele und große Chancen bietet, unsere Gesellschaft zum Besseren zu verändern.

Annette Bopp

Tolle Konzerte

28./29. März: Lesermeinung zur ,Digitalen Kulturreihe‘

Ich möchte mich für die tollen Konzerte bedanken. Ich habe mich über Yared Dibaba amüsiert, habe ich ihn doch bisher nur bei „Hör mal ‘n beten to“ gehört. Das Sinfonieorchester und besonders gestern Joja Wendt haben mir große Freude bereitet. Ich freue mich schon auf die nächsten Konzerte.

Marianne Hartmann

Blumen für die Arzthelferin

25. März: ,Brave‘ Besitzer von Ferienwohnungen fühlen sich benachteiligt

Ein Hamburger Rechtsanwalt lässt sich mit seiner Klage gegen Landräte in Schleswig-Holstein porträtieren, da er nicht in sein Ferienhaus an der Nordsee fahren durfte und garniert das Ganze mit der rhetorischen Phrase, er wisse nicht, wie er die (Rechts-)Lage seinen Kindern erklären solle. Ich hätte da eine Idee: den Kindern erklären, dass im richtigen Leben manchmal Fehler passieren, in Ausnahmesituationen, wie der jetzigen, besonders. Aber dass gerade deshalb dann Besonnenheit ein guter Ratgeber ist. Und er hätte die Zeit, die er mit der Klage verbracht hat, dann vielleicht lieber genutzt, der Arzthelferin oder dem Kassierer seines Vertrauens ein paar Blumen vorbeizubringen. Ich denke, die Kinder hätten das verstanden und vielleicht mehr als aus der Klage gelernt.

Dr. Frank Laurich, Hamburg

Keine weiteren Kosten

26. März: Wer soll das bezahlen?Die Linderung der Coronakrise wird Milliarden kosten. Zeit für einen Kassensturz

Neben der gesundheitlichen Katastrophe schlittern wir sehenden Auges und mit Maximalgeschwindigkeit in ein wirtschaftliches Desaster unvorstellbaren Ausmaßes. Da wirken zurecht Rentenerhöhung oder Grundrente – der eh abgesicherten Rentner – wie Anachronismen aus längst vergangenen Tagen der Hochkonjunktur. Grundsätzlich muss auch über die übertriebene Grenzwertediskussion bzgl. CO2, Feinstaub, sowie die gesamte Energiewende – schon vor Corona kaum zu bezahlen und umzusetzen – nachgedacht werden. Für diese Experimente ist jetzt kein Geld mehr da. Die Sicherung von Arbeitsplätzen und Existenzen von unendlich vielen, kleinen Unternehmen muss bis auf weiteres absoluten Vorrang haben. Unsere Industrie darf jetzt nicht mit noch weiteren Kosten belastet werden. Die Anregungen, zum Kauf eines überteuerten E-Autos wirken da fast wie Hohn.

Michael Wiedemann, Norderstedt

Altersarmut vergessen?

Ich hätte nicht gedacht, dass Herr Iken, dessen Artikel ich sonst sehr schätze, in einem Leitartikel so daneben liegen kann. Wie kann man die angekündigte Rentenerhöhung (die Pensionen der Beamten wurden wieder einmal gar nicht erst erwähnt), also eine Erhöhung der eher unteren Einkommen, in Frage stellen? Wo wir doch seit Jahren über Altersarmut sprechen. Auch sollte Herrn Iken bekannt sein, dass sich die Rentenerhöhungen aus den Lohnabschlüssen der Wirtschaft aus 2019 ergeben. Sollten dann die getroffenen Lohnabschlüsse auch rückgängig gemacht werden? Nein, natürlich nicht. Die jetzige Regelung Lohnabschlüsse/Rentenanpassung ist gut und hat sich bewährt. Im Übrigen wird es in 2020 wohl kaum Lohnerhöhungen geben und somit auch keine Rentenanpassungen in 2021. Hier werden dann auch alle gleich gestellt.

Jörg Friederichs, Hamburg

Humor in schwierigen Zeiten

27. März: Warum Heinz Strunk die Coronakrise nicht so hart trifft

Vielen Dank für das launige Interview mit Heinz Strunk. Besonders aufschlussreich fand ich die Antwort auf die zweite Frage, und wie er die Stadt in diesen Tagen wahrnimmt. Da zeigt sich doch deutlich die Verschiedenheit der Menschen. Was für die einen Entbehrung, bedeutet für die anderen Bereicherung. Gerne mehr davon. Denn nur mit Humor lassen sich schwierige Zeiten überstehen.

Doris Holzmüller-Meyenbörg