Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 4. Januar 2020

Was Hamburg braucht...

3. Januar: Werden Laternen zu Ladestationen? CDU fordert Umrüstung von 5000 Masten wie in London und Berlin. Nur 0,6 Prozent der Autos in Hamburg elektrisch

Hamburg hat bereits eine hervorragende Ausstattung mit öffentlichen Ladesäulen. In der Praxis lädt man aber nicht kurz draußen, sondern langsam über Nacht am eigenen Parkplatz. Die Abstimmungsregeln im Wohneigentumsgesetz, schwer erreichbare Ansprechpartner bei Stadt und Stromnetz und unklare Fördermaßnahmen machen es aber unnötig schwer, eine typische Tiefgarage nachträglich mit Wallboxen auszustatten. So gilt das ELBE-Förderprogramm offenbar nur für Firmenflotten und von Wohnungsbaugesellschaften vermietete TG-Stellplätze, aber nicht wenn ich einen privaten TG-Parkplatz selbst nutze. Was Hamburg braucht, ist ein städtischer Koordinator für private Ladeinfrastruktur, der diese Fragen schnell und unkompliziert klären kann und auch die richtigen technischen Ansprechpartner und Dienstleister vermittelt.

Hanno Zulla, Hamburg-Altona

Entscheidend ist die Menge

2. Januar: Warum Zucker uns krank macht. Der günstige Geschmacksträger steckt auch in Produkten wie Wurst und schadet massiv der Gesundheit. Doch muss es gleich ein Verzicht sein?

Mit diesen beiden Überschriften bin ich in dieser Form nicht einverstanden, weil sie so nicht ganz richtig sind. Zucker ist ja nicht schon per se schädlich wie es die Überschriften glauben machen, sondern das Entscheidende ist (wie so oft) die Menge. Deswegen wäre es besser gewesen, z. B. zu schreiben: „Warum Zucker in zu großen Mengen uns krank macht“ und „Der günstige Geschmacksträger steckt auch in Produkten wie Wurst und schadet zuviel genossen massiv der Gesundheit“.

Thomas Albrecht, Hamburg

Oldies singen mit Publikum

3. Januar: Tonausfall in der Elbphilharmonie – Konzert abgebrochen

Wie sehr hatte ich mich auf das Konzert gefreut, war es doch das erste Konzert in der „Elphi“ und dann noch mit tollen Künstlern wie Volker Lechtenbrink, Gitte, Stefan Gwildis und vielen anderen Interpreten. Nach dem ersten Tonausfall war das Publikum noch gut drauf (so etwas kann halt mal passieren) und fing an zu singen. Wir wurden danach jedoch in die Zwangspause geschickt. Nach der zweiten Zwangspause kippte die Stimmung allerdings um, denn einige kamen von weither und hatten viel Geld für die Karte und Übernachtung bezahlt. Die Herren Waller und Collien wirkten leider sehr hilflos und hatten wohl auch nicht die richtige Idee. Da ein Mikrofon funktionierte, hätte man doch zumindest mit den Publikum Oldies singen können, zumal man doch hörte, wie gern das Publikum sang. Stefan Gwildis versteht es als Einziger immer wieder, das Publikum zu begeistern und mitzureißen. Schade, dass sein alleiniger Auftritt auch nicht stattfand. Der Abbruch hätte in meinen Augen schon viel früher sein müssen, so war es für mich ein missglückter und enttäuschter Abend.

Ingrid Groth

Diese Darstellung ist ärgerlich

2. Januar: Schönheitsoperation in der Mittagspause

Ich möchte das Bedürfnis erwachsener Menschen „für schnelle Schönheitskorrekturen“ genauso wenig kommentieren wie die Möglichkeit, als Arzt und „umtriebiger Geschäftsmann“ in einer Person, davon im großen Stil zu profitieren. Ich bin allerdings erschüttert über Ihre geradezu begeisterte Werbung mit Text und Großfoto für die Firma „docboom!“ sowie eine Praxis für plastische Gesichtschirurgie im neuen Wall. Zwar ist das ehemalige Werbeverbot für Ärzte zurecht gelockert, aber bezahlt von der Leserschaft, werden hier Lifestyle-Produkte einer „ schon im ersten Monat kostendeckend“ arbeitenden Firma vorgestellt, die wohl eher selten aus medizinischer Notwendigkeit gebucht werden dürften. Für mich ist diese Darstellung ärgerlich und einer unabhängigen Tageszeitung unwürdig.

Dr. med. Thomas Bergeest

Großer Dank an Igor Levit

31. Dezember/1. Januar: ,Dinge beim Namen zu nennen, das ist unser aller Pflicht‘

Ein großer Dank an Igor Levit für sein mich sehr berührendes Plädoyer und an das Hamburger Abendblatt für den Abdruck!

Achim Kiene