Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 26. Oktober 2019

Folge: Die Innenstadt verödet

25. Oktober: Hamburgs großer Wahlkampfstreit: Autos aus der City verbannen?

Endlich bekennen sich die Grünen zu ihrem wirklichen Anliegen: Umerziehen der Bürger, weg vom Auto, hin zur leeren Innenstadt. Das Verbannen des privaten Autoverkehrs aus der Innenstadt füllt die Parkhäuser der Einkaufszentren in den Randbezirken, da die Menschen ihre Einkäufe nun einmal nicht gern mit sich durch die Gegend tragen möchten. Im Ergebnis führt dies letztlich zu einer Verödung der Innenstadt – auch das Überseequartier mit seinen modernen Parkplätzen wird sich freuen.

Jens Noritz

S-Bahn-Stecke hat Vorrang

24. Oktober: Kreis Pinneberg soll Radschnellweg als Erster bekommen. 32 Kilometer lange Strecke von Elmshorn nach Hamburg könnte 2025 in Teilen fertig sein

Wie wäre es denn, wenn man zuerst endlich die S-Bahn bis nach Elmshorn verlängert? Es ist völlig unverständlich, dass auf dieser Strecke nicht schon lange Park-and-Ride in Verbindung mit einem S-Bahn-Anschluss realisiert wurde. Ein Radschnellweg ist absurd, wenn dieser ca. 100.000 Euro pro Radfahrer kostet. Die Annahme von 2000 Radfahrern pro Tag ist völlig überzogen; selbst 10 Prozent davon sind ein immer noch optimistischer Ansatz. In einer der ersten umgebauten Straßen, dem Rugenfeld zwischen Osdorf und Lurup kann man jeden Tag beobachten, wie stark die frühere Einschätzung von der aktuellen Nutzung durch Radfahrer abweicht. Dort wird man kaum auf 20 Radfahrer kommen, von denen mehr als die Hälfte auf dem Fußweg fährt, statt den Streifen auf der Straße zu nutzen.

Helmut Koppermann, Wedel

Entlastung des Autoverkehrs

In Deutschland gibt es mehr als 76 Millionen Fahrräder, darunter immer mehr E-Bikes. Daher ist es mehr als überfällig, dass das Fahrrad auch im stadt- und kreisübergreifenden Verkehr dazu beitragen kann, uns vom autozentrierten Denken wegzubringen. Es heißt daher auch nicht wie im Artikel geschrieben Radautobahn, denn Autos sind hier nicht erlaubt, sondern treffenderweise Radschnellweg. Genauso wie auf einer Autobahn wird damit eine Möglichkeit geboten, größere Distanzen deutlich schneller als bisher zurückzulegen, was für Fahrradfahrende attraktiv ist und die staugeplagten Autobahnen entlastet. 2000 radelnde Menschen, die diese Verbindung nutzen, sind ca. 2000 Autos weniger – eine gewaltige Anzahl. Es ist mehr als unverständlich, dass der Bund sich bei der Finanzierung zurückhält.

Jan Gahde, Halstenbek

Woher kommt unsere Energie?

24. Oktober: Gastbeitrag: Die Wahrheit im Streit um russisches Gas

Der Beitrag von Professor Gerken trifft den Nagel auf den Kopf. Man könnte ergänzen: Bald keine Energie mehr aus Atommeilern, auch keine Braun- und Steinkohle, immer weniger Öl, viel zu wenig erneuerbare Energien und dann kein Erdgas mehr vom Hauptlieferanten Russland. Aus den Niederlanden und teilweise auch aus der Nordsee kommt bald wegen Erschöpfung kein Erdgas mehr, geschweige denn aus deutschen Erdgasquellen. Womit sollen wir dann unsere Wohnungen heizen, womit kochen, waschen? Und woher kommt der Strom für die Elektro-Autos, die Bahn, Busse usw.?

Gottfried v. Goßler, Hamburg

Pipeline ist umweltschonender

Ein starkes Argument für die Ostseepipeline und gegen amerikanisches Gas hat man bisher zumindest noch nie vernommen. Es muss erst einmal mit hoher Energie unter entsprechender Umweltbelastung aus den Ölsanden gepresst werden. Und die für den Transport von Amerika nach Europa benötigte riesige Tankerflotte ist zusätzlich für die Erdatmosphäre eine zweite hohe Schädigung. Da fließt das russische Erdgas durch die Ostseeröhren doch wohl viel umweltschonender zu uns nach Europa. Wir wollen doch das Klima retten?

Helmut von Binzer, Hamburg

St. Pauli nicht besser als HSV

25. Oktober: Was Heidenheim besser als St. Pauli macht

Die ganze Wahrheit bezüglich der angedeuteten Trainerwechsel ist, dass Pauli mit Luhukay seit dem Abstieg 2011 den neunten Trainer beschäftigt. In der gesamten Zeit ist Frank Schmidt Trainer bei Heidenheim. Der FC St. Pauli ist nicht viel besser in der Häufigkeit von Trainerwechseln als der HSV.

Heinz N. Fischer