Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 18. Oktober 2019

Ferienbeginn am Montag

17. Oktober: Rabe will Änderung der Regelung für die Sommerferien

Die KMK (Kultusministerkonferenz) sollte vor allem darüber nachdenken, umgehend den Beginn der Sommerferien wieder auf einen Montag zu legen. Die Planung der Ferien kann dann wieder für sechs Wochen erfolgen und nicht, wie in der Vergangenheit, nur für fünf Wochen. Durch den Ferienbeginn mitten in der Woche wird Hamburg um eine Ferienwoche gebracht, denn klassischerweise ist immer noch der Sonnabend Wechseltag in den Unterkünften am Ferienziel. Vielleicht stößt mein Kommentar ja eine Reaktion an?

Annette Sager

Undemokratisches Verhalten

17. Oktober: Tumulte an der Uni: AfD-Gründer Lucke kann Vorlesung nicht halten

Es ist bezeichnend, dass an der Uni Hamburg eine Vorlesung gesprengt werden kann und die Aktion einer (links-) radikalen Gruppe anschließend noch durch den Uni-Präsidenten und die Wissenschaftssenatorin goutiert wird. Anders ist deren Statement kaum zu deuten. Das beschriebene Verhalten der Gruppierung im Hörsaal verdeutlicht deren Abneigung offenen Diskussionen gegenüber und demaskiert sie zugleich. Sie und auch der AStA sollten sich stattdessen lieber fragen, wer den rechten Rand tatsächlich stärkt. Ein Professor, der seine Handlungen reflektiert, sich stellt und offen ist zum Dialog oder Radikale, welche 150 Studenten ihr Recht auf Bildung verwehren – durch undemokratisches Verhalten. Leider spiegelt diese Aktion die derzeitige gesellschaftliche Entwicklung, in der Argumente und Meinungen niedergebrüllt werden, so sie nicht die eigenen sind.

Benjamin Mathews

Kritik nicht mit solchen Mitteln

Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, wie intolerant doch einige angeblich für Toleranz kämpfende Anhänger der linken Politik sind, dann ist er an der Uni Hamburg erbracht. Und wie wenig aufrecht diese Menschen sind, ergibt sich aus der Art, wie der Urheber der Aktion, der AStA, sich anschließend aus dieser Situation herauswieseln will, indem er einen Zusammenhang der Hörsaalbesetzung mit seinem vorherigen Protestaufruf verneint. Natürlich kann und muss man Herrn Lucke für seinen sehr langen Verbleib in der AfD kritisieren. Aber nicht mit solchen Mitteln und nicht in solchem Rahmen. Dass sich die Wissenschaftssenatorin anschließend auf die Seite der „Demonstranten“ stellt und eine Gewaltaktion als „diskursive Auseinandersetzung über kontroverse gesellschaftliche Sachverhalte“ nennt, lässt ahnen, was mit einer Bürgermeisterin Fegebank auf die Stadt Hamburg zukommt. Wenn „diskursive Auseinandersetzung“ bedeutet, dass das Gegenüber niedergebrüllt und an der Ausübung seines Berufes gehindert wird, dann bin ich nicht guten Mutes über die zukünftige Gestaltung notwendiger Diskurse.

Andreas Kaluzny

Lebensqualität bewahren

15. Oktober: CDU: ,Campus in Eimsbüttel lange vernachlässigt‘. Zustimmung für Ideen zu neuen Bauvorhaben der Universität. Kritik am rot-grünen Senat

Die Ideen für die Entwicklung eines „Campus Eimsbüttel“ sind vorbildlich für Stadtentwicklung in vorhandenen Strukturen, die sich verändert haben. Der Bezug auf Science City Bahrenfeld zeigt, dass es wichtig ist, umfangreicher in die Prozesse zu intervenieren. Einfach nur bauen und hoffen, dass der „Markt“ für ein adäquates Umfeld sorgt, ist eine Mär der Vergangenheit. Ein ähnliches Vorgehen wäre auch für das Umfeld des zukünftigen Fernbahnhofes Altona im Osten Bahrenfelds wünschenswert. Bisher wird nur über die Entwicklung der frei werdenden Flächen in Altona Nord gesprochen. Gleichzeitig entsteht aber im Bahrenfelder Osten ein 3-Bahnstationen-Quartier mit der neuen S-Bahnstation am Bahrenfelder Steindamm, an der Ruhrstraße für die S 32 und eben der Fernbahnstation. Bis jetzt entsteht hier nur ein Hotelviertel durch weitere Neubauten. Hier sollte auf die Bewahrung und Weiterentwicklung der Lebensqualität für die Bewohner, aber auch für die Gäste geplant werden. Zu untersuchen, ob z. B. der Bahrenfelder Steindamm zu einem Boulevard entwickelt wird, dürfte eine sinnvolle Investition sein.

Heiko von Thaden

Zivilcourage und Engagement

17. Oktober: ,Das Erzbistum ist reich, nicht arm‘. Schulschließungen: Katholiken um Unternehmer Eugen Block werfen ihrer Kirche ,Bilanz-Taktiererei‘ vor

Das ist Zivilcourage und bürgerliches Engagement par excellence! Nicht locker lassen, um Aufklärung kämpfen und selbst an vorderster Front stehen, persönlich und finanziell. Vermutet wurde es bereits seit der ersten Ankündigung, die katholischen Schulen zu schließen, jetzt ist es ziemlich sicher: Das Erzbistum könnte, wenn es denn wollte, die Schulen weiter betreiben. Unterstützung wird von vielen Seiten angeboten – bislang alles abgelehnt. Vielleicht gibt es ja doch noch eine Chance, gerade die Schulen in sozial schwächeren Stadtteilen weiter zu betreiben. Dies wäre mehr als wünschenswert.

Kirsten Hedinger

Mit dem Taxi klappt es

16. Oktober: Moia meldet 770.000 Fahrgäste und Leserbrief vom 17. Oktober

Der Leser bestätigt die Beobachtungen, die wir auch in Eimsbüttel ständig machen: Man hat den Eindruck, dass Moia-Fahrzeuge unentwegt leer und im Kreis durch den Stadtteil fahren. Ich habe noch nie eins mit Fahrgast gesehen. Mir sind auch die normalen Taxis ohne App lieber – klappt immer wunderbar und pünktlich, und man hat einen persönlichen Ansprechpartner, der einem die genaue Ankunftszeit sagt und Sonderwünsche entgegennimmt.

Gabriele Ebert

Nur ab und zu mit Fahrgast

Die Beobachtungen des Abendblatt-Lesers Rainer Kotkamp-Suhr kann ich nur bestätigen: Die Nutzerzahlen von Moia müssen aus der PR-Abteilung von VW stammen. Fragt man im Bekannten- oder Kollegenkreis, kommt dabei raus: Alle haben den Eindruck, die Autos fahren in der Regel nur mit Fahrer und ohne Passagiere. Ab und zu wird ein Fahrgast gesichtet. Auch wenn ich selbst schon Moia gefahren bin, finde ich die Fahrten nach der Einführungsphase zu teuer! Und statt einer Entlastung des Autoverkehrs sehe ich im Regelfall eine zusätzliche Belastung des Straßenverkehrs durch zusätzliche leere Fahrzeuge (insbesondere auf den Strecken zwischen Niendorf und Innenstadt).

Martin Sielaff, Hamburg

Für Umwelt und die Nerven

16. Oktober: Zahl der Berufspendler steigt auf 350.000 Menschen

Da offensichtlich die arbeitende Bevölkerung noch überwiegt, die zwangsweise täglich pendeln, sollte doch endlich ein Nerven- und Umwelt schonenderer Arbeitsweg machbar sein: mehr Zuggleise, mehr P+R–Stellflächen, höhere Taktung der Züge. Es müssen keinerlei neue Wohnungen gebaut werden – Hamburg ist schon proppenvoll, die verbleibende Natur muss unbedingt erhalten werden, für Menschen, Tiere und Klima.

Marion Overbeck

Ich finde, das ist Unrecht!

16. Oktober: Flugreisen und Strom werden teurer

Wenn ich mein Zuhause warm haben möchte, bin ich gezwungen, das durch staatliche Steuern stark überteuerte Heizöl zu kaufen. Es ist klar, dass bei der Verbrennung Abgase u. a. auch CO2 entstehen. Das sind natürliche Prozesse, die man nicht ändern kann. Jetzt will die Regierung eine neue Steuer einführen und wieder mal in mein Portemonnaie greifen. Wenn ich also noch mehr für mein Öl bezahlen muss, ändert sich an dem Verbrennungsvorgang überhaupt nichts, kein Milligramm CO2 wird weniger abgegeben. Und das wird dann Umweltschutz genannt. Ich finde, das ist Unrecht!

Viktor Schmidseder, Ahrensburg