Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 5. August 2019

Genießen ohne Abgase

3./4. August: Mehr als 200.000 Teilnehmer bei CSD-Parade erwartet. Christopher Street Day an diesem Sonnabend. Straßen gesperrt

Endlich autofreie Innenstadt! So müsste sie immer sein. Ruhig konnte man von links nach rechts laufen, ohne von rasenden Autos bedroht zu werden. Genießen auf diversen Terrassen, ohne Abgase einatmen zu müssen.

Jaap de Graaff

Denkverbote bringen nichts

3./4. August: Tönnies nach Entgleisung trotz Entschuldigung unter Druck

Es ist schon erstaunlich, wie einfachste Wahrheiten, die jeder kennt, heutzutage mit einem Denk- und Redeverbot belegt sind. Es muss nur das Wort Rassismus fallen und schon setzt das Denken aus. Diese Denk- und Redeverbote bringen den Braunen ein Vielfaches an Zulauf als es ein Björn Höcke schaffen könnte.

Jürgen Jeschke, Norderstedt

Schafft Wacken ab!

3./4. August: Von der Wiese bis zum Wahnsinn. Es ist wieder Wacken Open Air. Schon zum 30. Mal. Was das Festival einzigartig macht, wie es sich verändert und wie man für vier Tage eine ganze Stadt aufbaut

Was für ein Schwachsinn, dieses „Festival“. Und da lassen sich auch noch Seniorinnen und Senioren mit Bussen hin karren, um das live zu erleben. Das ist doch keine Musik, was dort gemacht wird. Das ist doch nur Lärm und Radau, was auf und vor den Bühnen veranstaltet wird und dazu wird noch tonnenweise Abfall und auch sonst viel Unrat produziert und hinterlassen. Und dann tauchen da auch noch skurrile Typen auf. Ist da Karneval? Musik ist für mich in meinen Ohren: Bach, Vivaldi, Telemann, Mozart, Beethoven, Mendelssohn und nicht der ganze Schrott, der heute als „Musik“ produziert wird. Klassische Folklore und vielleicht auch noch guten Jazz, das ist so das, was ich gerne höre. Und dazu muss man nicht nach Wacken pilgern, sondern nur zu dem einen oder anderen Musikfestival auf dem Lande (SHMF) in Schleswig-Holstein fahren. Schafft Wacken endlich ab!

Winfried Grott, per E-Mail

Spatel zu Hilfe nehmen

2. August: Damit kein Rest mehr in der Tube bleibt. Verpackungen lassen sich trotz Quetschens nicht ganz leeren – eine Frechheit, sagt Wilfried Stobbe

Seit Jahren schon halbiere ich Tuben, bei denen es auf den Rest geht und entnehme diesen mithilfe eines Spatels. Diesen Rest fülle ich anschließend in ein altes Cremedöschen mit Schraubdeckel. Somit benötige ich keine zusätzlichen Utensilien.

Lore Müller

Ein Dorn im Auge

2. August: Der Kampf gegen verschmutzte Schilder. Warum sich der Blankeneser Arzt Stefan Bick für die Reinigung von Verkehrszeichen einsetzt – und wie Behörden und Politiker darauf reagieren

Wahrscheinlich bin ich genauso sensibel wie Herr Bick, was die verschmutzen Straßenschilder in Hamburg anbelangt. Mir ist es ein Dorn im Auge, wie die Stadt ihre Straßen- und Verkehrsschilder verdrecken und verkommen lässt. Spreche ich dieses Thema im Freundes- und Bekanntenkreis an, so höre ich oft, dass ihnen die Verschmutzung der Straßenschilder gar nicht aufgefallen ist. So denken wohl auch die Verantwortlichen der Stadt. Bevor ein Schild gereinigt wird, ersetzt man es lieber durch ein neues. Die schönen, alten eingerahmten Straßenschilder werden einfach durch „Dorfstraßenschilder“ ersetzt. In München wie in Düsseldorf gibt es die gleichen Schilder, die durchweg sauber und gepflegt sind. Ich meine, dass es neben der Straßenreinigung auch eine regelmäßige Reinigung der Straßenschilder geben muss.

Peter Rudolph, Hamburg

Aus der Seele gesprochen

Herr Bick spricht mir aus der Seele. Seit langer Zeit schon ärgere ich mich auch im Bereich Blankenese/Iserbrook über die verdreckten, verdrehten, beschädigten und verbogenen Straßen- und Verkehrsschilder. Bisher war ich leider nur zu träge, um mich dazu öffentlich zu äußern. Es ist schon verwunderlich, dass sich die zuständigen Stellen nicht darum kümmern, diesen Zustand endlich zu beseitigen. Ob es den zuständigen Wegewarten und den Polizeimitarbeitern nicht auffällt?

Klaus Knieschke

Verantwortung übernehmen

31. Juli: USA: Deutschland soll sich bei Einsatz am Golf beteiligen. Förmliche Anfrage an die Bundesregierung. Außenministerium reagiert kühl: Es ist kein deutscher Beitrag zu erwarten

Mit einem Nein setzen wir die Beziehungen zur USA weiter aufs Spiel. Und dann wieder einmal die Uneinigkeit in Europa, ein trauriges Spiel. Spätestens, wenn der Iran den ersten unter deutscher Flagge fahrenden Tanker festsetzt, ist das Geschrei groß. Dann wird wieder nach Einigkeit mit der USA gerufen. Es kann nicht sein, dass wir Deutsche uns immer zurücklegen, wenn es kriselt und erwarten, dass andere den Kopf für uns hinhalten. Die westliche Welt muss endlich zusammen mit der USA Verantwortung in der Weltpolitik übernehmen.

Klaus Cieslik