Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 27. Mai 2019

Europa: ein tolles Experiment

25./26. Mai: Europa, was sonst!

Das „Europa-Titelblatt“ und die dazugehörige Berichterstattung ist großartig. Das ist Europa: Vielfalt in friedlicher Koexistenz. Wunderbar! Vielen Dank dafür, dass Sie dieses weltweit ganz außergewöhnliche „Experiment“ in dieser Form würdigen. Weiter so!

Michael Piplack

Ein weiterer Tipp für Eltern

25./26. Mai: Die Gewalt der Worte. Anschreien und Ignoranz gehören zu den häufigsten Formen der Gewalt gegen Kinder. Dabei sind sich Eltern häufig keiner Schuld bewusst

Ich möchte Eltern gern weitere professionelle Hilfe-Tipps gegeben: Der Kinderschutzbund Hamburg bietet zum Beispiel präventiv „Starke Eltern – Starke Kinder“- Kurse an, berät im Rahmen der „Frühen Hilfen“ Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern in verschiedenen Stadtteilen gezielt dabei, eine gelungene Eltern-Kind-Interaktion aufzubauen (auch speziell bei sogenannten „Schreikindern“), bietet Anlaufstellen in Kinder- und Familienzentren (KiFaz), individuelle Beratung und Behandlung von Eltern und Kindern, wenn es schon zu Misshandlungen (auch psychischen) gekommen ist in den Kinderschutzzentren und Entlastung, zum Beispiel durch ehrenamtliche Familienpaten. Die Möglichkeiten, sich Anregung, Unterstützung und Hilfe zu holen, sind da und dürfen gerne genutzt werden. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind hochkompetent und sehr verständnisvoll.

Christiane Straube, Hamburg

Auf Autobahn verzichten

25./26. Mai: Demo zur Klima-Wahl knackt Rekord. Weltweiter Streik: In Hamburg protestieren 17.000 Menschen für „Fridays for Future“

Ich bin tief beeindruckt von den 17.000 jungen Menschen, die für ihre und unsere Zukunft demonstrieren. Sie überzeugen mit der Analyse von Ursache und Wirkung, ihrer Klarheit und Leidenschaft für den Erhalt unseres Planeten. Kurzstreckenflüge, Plastikverbrauch und das Auto werden als Klimakiller benannt. Bei letzterem, dem Auto, könnte der Hamburger Senat auf den Bau der Weiterführung der Autobahn A 26 Ost durch Harburg, Moorburg und Wilhelmsburg verzichten. Ob mit oder ohne Tunnel in Wilhelmsburg, diese Stadtautobahn wird bisherige ÖPNV-Pendler aus der südlichen Metropolregion Hamburgs einladen, wieder in das Auto zu steigen. Lärm, Feinstaub, Zerstörung von Lebensraum und Natur kämen auf die betroffenen Stadtteile zu. Auf die neuen Auto-Pendler noch mehr Staus vor den Elbbrücken. Noch gibt es keine Planfeststellung und für den Senat ist Zeit, dieses anachronistische Projekt zugunsten des Klimaschutzes zu stoppen.

Liesel Amelingmeyer, Hamburg

Ist das Taxi schon vergessen?

25./26. Mai: Alternative Fortbewegungsmittel in Hamburg – was man dazu wissen muss

Ich vermisse in Ihrer Aufstellung das Taxi, welches in Hamburg für jeden Bürger eine zuverlässige, tarifgebundene und transparente Dienstleistung anbietet. Und das an 365 Tagen, 24 Stunden am Tag! Schade, dass Sie uns schon so schnell vergessen haben. Großkonzerne und Start Ups sind eben hipper. Ich wünsche Ihnen trotzdem eine gute alternative Fortbewegung in Hamburg. Und vielleicht ertappen sie sich irgendwann doch mal dabei in einem Taxi zu sitzen, das wäre schön…

Thomas Lüthje, Hamburg

Es trifft die „kleinen Leute“

24. Mai: Briefporto dürfte schon ab 1. Juli auf 80 Cent steigen

Meine größte Freude sind Briefe. Als über Achtzigjährige mit kleiner Rente ohne Internet und ohne Handy kommuniziere ich mit meinen Verwandten und Freunden, indem ich handschriftliche Briefe verfasse und in seltenen Fällen auch das Festnetztelefon benutze. Die erneute Portoerhöhung der Deutschen Post trifft wieder einmal die Kleinkunden, also mich. Montags und samstags bekomme ich sowieso keine Post mehr. Die Briefkästen in Kronshagen, wo ich wohne, verschwinden genauso wie alle Telefonzellen. Eine eigene Postfiliale gibt es nur noch in Kiel, wohin ich ohne Führerschein nur noch mit dem Bus fahren kann. Ab Juli werden Normalbriefe zehn Cents mehr kosten. Kein Beschwerdebrief meinerseits über die ja bereits angekündigte, nun aber in Ihrer Zeitung amtlich gemachte Portoerhöhung auf 80 Cents (und Karten gar 60 Cents!) wurde beantwortet, so dass ich mit meinem Zorn alleine bleibe. Immer trifft es die kleinen Leute, die sich nicht wehren können.

Bärbel A. Klann-Evers, Kronshagen

Poller sollten ausreichen

24. Mai: Waitzstraße: Parkplätze bald gesperrt. Polizei stoppt Schrägparken nach erneutem Unfall. Gutachten soll klären, wer versagt hat. Droht ein neuer Umbau?

CDU-Mann Tim Schmuckall redet in Verbindung mit der neuen Parkplatzsituation in der Waitzstraße von „Murks“. Murks ist höchstens das Fahrverhalten von einigen Ein- und Ausparkern. Man muss sich fragen, mit welchem Tempo hier ein- und ausgeparkt wird, dass es die Fahrzeuge immer wieder in die Läden schaffen. Ein paar festverankerte Poller sollten doch ausreichen. Vielleicht wären Bäume auch eine Maßnahme?

Malte Gumpricht, Hamburg