Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 15. Mai 2019

Kapitalmarkt in Schieflage

14. Mai: Haspa-Chef: Die Sparer werden enteignet. Harald Vogelsang fordert zum Sparkassentag in Hamburg von der Europäischen Zentralbank eine Wende in der Zinspolitik und gibt Anlagetipps

Dem Haspa-Chef ist für seine klare Aussage zu der (Null-)Zinspolitik der EZB zu danken. Allerdings wäre eine konsequentere Einordnung wünschenswert. Immerhin geht es hier um eine der wichtigsten Drehstellen einer Volkswirtschaft, um den Preis für Geld, und wenn dieser über längere Zeit nicht marktkonform – so viel Grundwissen sollte vorhanden sein – reguliert wird, gerät der Kapitalmarkt aus dem Gleichgewicht und sucht sich seine eigenen, lukrativeren Verwertungskanäle, was sich teils bei den explodierenden Mietpreisen nachweisen ließe. Und: Diese Schieflage wäre noch dramatischer, wenn die US-Zinspolitik nicht einen gewissen Auffangeffekt ausübte. Denn bei dieser Regulierung des (europäischen) Geldmarktes handelt es sich immerhin um einen der größten Eingriffe, den eine Volkswirtschaft je bewältigen musste. Daher mutet es schon seltsam an, dass ein junger Mann aus einer ehemals großen Partei auf Verhöhnung und Schmähung stößt, wenn er im Namen des kleinen Mannes Regulierungen einer aus dem Ruder laufenden Volkswirtschaft anmahnt.

Wolfgang Degenhard, Siek

Ideologische Verkehrspolitik

14. Mai: Von wegen Fahrradstadt: Noch mal 11.000 Autos mehr in Hamburg

Das ist eine Abstimmung mit den Füßen über die ideologische Verkehrspolitik des Senats: Die Menschen wollen (und viele brauchen) ein eigenes Auto. Das wird erst anders, wenn es überzeugende Alternativen gibt. Dies sind weder Radfahrstreifen auf Hauptverkehrsstraßen noch P+R-Gebühren.

Wieland Schinnenburg

Der Senat träumt

Für eine Fahrradstadt müssten zunächst die vielen Hochhaus-Bewohner eine Chance bekommen, ein Fahrrad zu parken. Eine langjährige Pflege der Fahrradwege wäre das nächste Problem. Der Hamburger Senat verfolgt gegenwärtig nur seine Träume von einer besseren Welt. Ich denke, Autofahrer werden auch in 100 Jahren noch zum Einkaufen zum Discounter fahren wollen. Die von Olaf Scholz eingeführte Verringerung von Parkplätzen bei neuen Bauobjekten verschlimmert den Verkehr zusätzlich. Viele Millionen, die durch die gewollte Abschaffung von Bus-Haltespuren verprasst wurden, werden nur noch von dem Autobahndeckel der A 7 übertroffen. Schallwände hätten auch genügt; nun kommen noch für viele Jahre Wartungskosten hinzu.

Siegfried Meyn, Hamburg

Wir werden sie nie vergessen

14. Mai: ,Que sera, sera …‘. Die amerikanische Schauspielerin und Sängerin Doris Day ist im Alter von 97 Jahren gestorben

Eine Grande Dame der Schauspielerei hat die Bühne des Lebens verlassen. Wir lieben sie und werden sie niemals vergessen. Unser Mitgefühl gilt ihren Angehörigen und Freunden.

Maria Holdorf über Facebook

Wir, die Fans, halten zum HSV

14. Mai: Ende eines Traums

Nun werden sie wieder gesucht beim HSV, die Schuldigen an dem schlechten Abschneiden in der Zweiten Liga. Wir wissen schon jetzt alle, was als Nächstes kommt: Der Trainer, nur der Trainer hat Schuld und wird gefeuert. Zum x-ten-mal! Wir als HSVer können es nicht mehr hören. Danach kommt ein neuer Trainer, vielleicht wieder einmal Bruno Labbadia. Wir wissen schon jetzt, wie es ausgeht. Der fliegt dann auch irgendwann. Es muss sich viel mehr ändern in diesem Verein. Angefangen in der Führungsetage. Dort braucht es Leute, die sich mit diesem Verein identifizieren. Personen, die nicht nur auf ihre Gehaltsliste sehen. Wie wäre es, die Führung des HSV nach Leistung zu bezahlen? Solange es Personen gibt, die sich, wenn sie ihr Geld bekommen, lässig zurücklehnen, so lange wird das nichts mit dem Aufstieg. Es werden Menschen gesucht, die sich mit dem HSV mit Leib und Seele identifizieren. Es ist die einzige Chance, die dieser tolle Verein hat. Wir, die Fans, halten zum HSV. Aber genau das erwarten wir auch von der Führungsetage. Stellt euch endlich dieser Herausforderung!

Thorsten Fritz, Hage

Liebe Haspa, weiter so ...

10. Mai:Personalausweis beantragen in der Haspa-Filiale. Hamburger Kundenzen­tren starten Pilotprojekt in drei Sparkassenfilialen. Melde-Dienstleistungen werden an einem Tag im Monat angeboten

Ich bin absolut positiv überrascht, dass eine Bank und eine Behörde so einen Weg gehen. Genau so muss es funktionieren. Alte Schranken, vor allem im Denken, aufbrechen. Auch mal andere Wege gehen. Liebe Hamburger Sparkasse, macht weiter so. Und liebe Bürgerzentren, macht auch weiter so, dann haben alle was davon. Und ich bin sicher, dass da noch sehr viel mehr geht.

Michael Schütze über Facebook

… und ich wartete 20 Minuten

Statt Reisepässe zu verlängern und Schultüten zu basteln, sollte sich die Haspa­ meiner Meinung nach lieber auf ihr Kerngeschäft besinnen. Um von meinem Sparbuch Geld abheben zu können, stand ich 20 Minuten in der Warteschlange – zwei Kunden vor mir hatten sich bereits total entnervt verabschiedet. Diese Situation hatte ich schon zweimal vorher erlebt, ich bin dann unverrichteter Dinge gegangen. Diesmal musste ich leider ausharren, ich benötigte mein Geld. Es standen zwei Mitarbeiterinnen für Kundenberatung, Kontoeröffnung und Sonstiges zur Verfügung. Der Info-Stand für kurze Fragen ist nicht vorhanden, keine Kasse, um schnell Geld abheben zu können. Alles entfallen, dafür lange Warteschlangen. Ich möchte keine Schultüten basteln, nicht auf dem sogenannten Marktplatz malen oder Kaffee trinken. Personalausweisverlängerung: ist das wirklich nötig? Ich wünsche mir eine Bank, in der ich schnell und unkompliziert zu meinem Geld komme und Auskunft erhalte. Für längere Aktionen eine(n) Mitarbeiter/in, mit der/dem ich mich über meine Bankangelegenheiten unterhalten kann: Das ist mein Anspruch an meine Bank, egal wie schick und modern die Einrichtung ist. Sollte die Haspa weitere Aufgaben übernehmen, müsste es auch mit dem Personal stimmen.

Ingrid Albers

Finanzielle Nachteile durch EU

13. Mai: Warum sich die EU für uns lohnt. Deutschland ist zwar der größte Nettozahler der Gemeinschaft, profitiert aber vom Binnenmarkt, Euro, Zusammenarbeit bei der Sicherheit und Verbraucherschutz

In Ihrem Artikel thematisieren Sie den finanziellen Kosten-Nutzen-Effekt unserer EU-Mitgliedschaft und bezeichnen ihn als „Nebenrolle“ im Europawahlkampf. Wenn Sie aber schon die Zahlen gegenüberstellen und richtigerweise feststellen, dass der Bund 2017 über elf Milliarden Euro mehr an Brüssel überwiesen hat als die EU umgekehrt an Deutschland, dann sollten Sie bitte alle Zahlen nennen. Denn wenn man die sogenannten Target-2-Salden berücksichtigt, die zurzeit circa 940 Milliarden Euro betragen, dann dokumentiert das die finanziellen Nachteile unserer Mitgliedschaft in der Union. Nach Aussage fast aller Finanzexperten sind diese Forderungen Deutschlands gegenüber anderen Mitgliedsländern als zinslose und uneinbringliche Darlehen zu betrachten und nehmen ständig zu. Ihre Schlussfolgerung für den großen Gewinn unserer Mitgliedschaft in der EU möchte ich daher zumindest in finanzieller Hinsicht bezweifeln.

Harald Redemann, Großhansdorf

Blech kann man reparieren

10. Mai: Die Irrfahrt eines Hochbahn-Busses

Kann alles passieren, Menschen fahren die Busse. Man kann froh sein, dass keine Menschen verunglückt sind! Blech und Sachschäden kann man reparieren. Dass der Schock bei dem Busfahrer tief sitzt, kann ich voll nachvollziehen.

Moni Lutat über Facebook