Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 14. Mai 2019

Vor 30 Jahren erfolgreich

13. Mai: Zweite Liga, Hamburg bleibt dabei und Leitartikel: Der HSV-Gau. Der frühere Bundesliga-Dino hat viel mehr als nur den Aufstieg verspielt

Seit vielleicht zehn Jahren scheitern der HSV und seinen Verantwortlichen in „schöner“ Regelmäßigkeit an den eigenen, öffentlich gemachten Saisonzielen! Und auch nach dem erneuten Verpassen des Ziels, den Aufstieg in die 1. Liga, posaunt der Manager Herr Becker umgehend hinaus, nächstes Jahr aufsteigen zu wollen. Die Großkotzigkeit des HSV scheint kein Ende nehmen zu wollen. Wie weit muss er noch sinken, damit endlich hanseatisches Understatement gelebt und gearbeitet wird? Topspielzuschlag gegen Duisburg? Lieber den Fans für ihre Treue danken und sie umsonst ins Stadion lassen! Ich bin sicher, Alle würden es verstehen, wenn Konsolidierung und ein guter Plan für die langfristige Zukunft des HSV ganz oben auf der Agenda stehen würden, statt dem HSV nachzutrauern, der vor 30 Jahren einmal erfolgreich war. Diese Zeiten sind vorbei!

Andreas Eigenherr

Lachnummer der Bundesliga

Von der Lachnummer der 1. Fußballbundesliga zur Lachnummer der 2. Fußballbundesliga.

Siegfried Walter, Hamburg

Wo sind die jungen Talente?

Nachdem ich mir sprachlos das trostlose Gekicke des HSV angeschaut habe, bleiben viele Fragen nach den Ursachen des katastrophalen Abschneidens. Ich kann mich voll dem Leitartikel von Alexander Laux anschließen. 16 Punkte aus der Rückrunde, da hätte man den Trainer Titz aus dem Stadion gejagt. Aber offensichtlich hat Hannes Wolf nicht nur einen Fürsprecher. Man kann auch als Trainer selbstständig das Handtuch schmeißen und nicht immer auf die dicke Abfindung hoffen. Dieses Kreuz hat ein Herr Wolf nicht. Wo sind eigentlich die vielen jungen Talente, die der Trainer Titz eingebaut hatte? Dies muss aber auch gesagt werden: Es lag oder liegt nicht nur an dem Trainer. Satte Spieler mit hoch dotierten Verträgen müssen sich nicht an Leistungen messen lassen. So bleibt der HSV noch viele Jahre in der 2. Liga, falls es nicht noch schlimmer kommt.

Susanne Kleinschmidt

Zeichen für die Zukunft setzen

Die Serie vom schlechtesten Kurzzeittrainer vom HSV setzt sich fort. Es ist einfach festzustellen, dass auch der Sportchef sich nur durch Unfähigkeit ausgezeichnet hat. Spieler mit Potential wurden verliehen, unfähige, wie z. B. Jung wurden gehalten. Jetzt müssen Zeichen für die Zukunft gesetzt werden. Wolf und Becker sollten per sofort beurlaubt werden. Auch die Zuschauer sollten zum letzten Spiel ein Zeichen Setzen und dem Spiel fernbleiben.

Michael Schumacher

Daueraufenthalt: Zweite Liga?

Jetzt ist es also passiert: Der HSV ist endgültig in der Zweitklassigkeit angekommen. Genau genommen ist noch nicht einmal dieses zutreffend, denn wenn man nur die Rückrundentabelle zugrunde legt, dann gehört diese Mannschaft noch nicht einmal in die Zweite Bundesliga. Insofern ist der Nicht-Aufstieg in das Fußball-Oberhaus ein Segen, denn das Gemetzel in der Ersten Liga in der kommenden Saison wäre unerträglich und peinlich für jeden Hamburger geworden. Angesichts der finanziellen und personellen Situation lässt das nichts Gutes befürchten. Ich fürchte, wir müssen uns auf einen Daueraufenthalt in unteren Spielklassen einstellen: Bochum, Duisburg und Kaiserslautern lassen grüßen! Die Ursachen für diesen Absturz werden sicher wieder beim Trainer oder dem Umfeld gesucht. Insbesondere, wenn man bedenkt, dass dieselbe Mannschaft noch vor einem halben Jahr Tabellenführer war! Aber vielleicht kommt auch jemand einmal auf die Idee, das Verhalten der millionenschweren Spieler zu hinterfragen, die den allergrößten Anteil an dieser Situation haben. Jeder normale Arbeitnehmer hätte bei solchen Leistungen ernsthafte Konsequenzen zu befürchten. Bei außertariflichen Angestellten werden individuelle Zahlungen dazu genutzt, die eigene Performance zu entgelten. Dieses Instrument würde man sich für die Verantwortlichen beim HSV wünschen, damit die Versager ihre Arbeitsverweigerung der letzten Wochen im eigenen Portemonnaie verspüren. Aber wahrscheinlich ziehen sie demnächst einfach weiter, um sich in Söldnermanier woanders die Taschen vollzustopfen.

Holger Herold, Buxtehude

Motiviert für nächsten Besuch

11./12. Mai: Die Magie von Buchhandlungen. Literaturhauschef Rainer Moritz (v)erklärt in seinem kurzweiligen und meinungsstarken neuen Werk ,Leseparadiese‘

Liebeserklärungen an Buchhandlungen kann es nie genug geben. Man wünscht diesem kurzweiligen Buch viele LeserInnen. Denn: Es gibt keine Alternative zur Buchhandlung. Und Rainer Moritz Zuneigung und Erfahrungsschatz motiviert für einen nächsten Buchhandlungsbesuch. Unbedingt und tatsächlich.

Rainer Neumann, Hamburg

Spielplatz für alle Kinder

11./12. Mai: Der erste inklusive Spielplatzin der Innenstadt. In der Markusstraße können sich Kinder mit und ohne Behinderung austoben

Endlich, endlich gibt es einen Spielplatz für alle Kinder, hätte es schon längst geben sollen. Viele Spielplätze sehen leider immer noch nicht danach aus und verdienen diese Bezeichnung nicht. Noch eine Anmerkung zum oft verwendeten Begriff „Taubstumm“: Die Menschen sind nicht taub sondern lediglich gehörlos oder hörgeschädigt.

Claudia Wergen

Ich bin umgestiegen, aufs Rad

9. Mai: Hamburg will allen 40.000 Beamten Dienstfahrräder anbieten. Vorstoß von SPD und Grünen. Mitarbeiter sollen eine Leasingrate zahlen – dafür ist eine Steuerentlastung möglich

Ich bin ein wenig verwundert und finde es unverständlich, das der Deutsche Beamtenbund (der sich eigentlich für die Belange von Beamten einsetzen sollte) sich dagegen ausspricht, dass Beamte den Anreiz bekommen, das Fahrrad für den Weg zur Arbeit zu verwenden. Dieser Vorschlag steht doch nicht in Konkurrenz zu einer Vergünstigung beim Profiticket, wie von Ihnen gefordert. Jeder Arbeitnehmer sollte doch selbst bestimmen können, ob er den ÖPNV oder das Fahrrad oder beides nutzen möchte! Dass dabei noch offene Fragen sind, heißt nicht, dass dies nicht umgesetzt werden kann/sollte. Ich persönlich habe als Lehrer in Hamburg lange ein Profiticket genutzt, bin mittlerweile jedoch auf das (private) Fahrrad umgestiegen und, ich fahre sogar auch im Winter die 5,5 km zu meiner Schule und zurück. Direkte Kosten entstehen für die Stadt beim Job-Rad-Programm nicht notwendigerweise und der geringe steuerliche Verwaltungsaufwand kann kein Argument für den Beitrag für die Umwelt und die Gesundheit der Beamten sein. Die Kosteneinsparung erfolgt beim Job-Rad-Programm ja nicht unbedingt durch einen Arbeitgeberzuschuss sondern vor allem durch steuerliche Vorteile. Was in der privaten Wirtschaft von immer mehr Arbeitnehmern in Anspruch genommen wird, soll Beamten verwehrt bleiben?

Tim Doliesen

Günstiger als Parkgebühr

8. Mai: Anwohnerparken rund um den Airport. Viele Fluggäste stellen ihre Autos in den Wohngebieten ab – das will die Behörde künftig verhindern

Sie berichten darüber, dass die Wohngebiete östlich des Flughafens sehr stark von Urlaubsparkern genutzt werden. Mittlerweile stehen selbst westlich des Flughafens im König-Heinrich-Weg in Niendorf immer öfters ebenfalls ortsfremde Fahrzeuge. Am Verschmutzungsgrad der Fahrzeuge (und des Stellplatzes) erkennt man, das diese dann über z. B. sieben Tage nicht bewegt werden. Eine Taxifahrt zum Flughafen kostet im übrigen jeweils ca. 13,00 bis 15,00 Euro pro Strecke, also immer noch erheblich weniger als die Parkgebühr in den Langzeit-Parkhäusern am Flughafen.

Stefan Schulz, Hamburg