Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 11. Mai 2019

Es gibt noch ältere Gebäude

10. Mai: Wie gut kennen Sie die Universität Hamburg?

In der Frage 14 des Universitätsquiz wird die 1906-1912 gebaute Sternwarte in Bergedorf als ältestes Gebäude der Universität genannt. Es gibt aber deutlich ältere Bauten, die zur Universität gehören, z. B. der vom Stadtbaumeister C. J. Zimmermann 1899 fertig gestellte Komplex der physikalischen (und ehemals chemischen) Institute in der Jungiusstraße, das um 1890 gebaute Gästehaus der Universität in der Rothenbaumchausse 34 oder der Altbau der Staats- und Universitätsbibliothek (1885) in der Grindelallee. Auch viele der von der Universität genutzten Villen in Harvestehude und Rotherbaum sind vor 1900 errichtet worden.

Jörg Beleites, Hamburg

Subventionen auf die Prüfliste

10. Mai: Scholz bleibt der schwarzen Null treu

Vielleicht ist es jetzt an der Zeit, einmal die gewaltigen unsinnigen Subventionen auf die Prüfliste zu setzen, denn dann wäre genügend Geld vorhanden den Wohnungsbau, Digitalisierung etc. voranzutreiben.

Bernd Mucksfelde

Und die Genossenschaften?

10. Mai: Hamburger Grüne wollen faire Vermieter steuerlich belohnen.

Eine gute Idee, aber bedeutet sie nicht, dass der Vermieter sich seine entgangene Miete – die am Markt vielleicht nichtdurchsetzbar war – beim Steuerzahler abholt? Und was ist mit den vielen seriösen Hamburger Genossenschaften mit ihren mehr als 100.000 Wohnungen, die daraus keine steuerlichen Vorteile ziehen können?

Hilke Lange, Wandsbek

Eine lebende Legende

8. Mai: Herbert Kessler: Ein Leben für den Fußball. Der 79-Jährige vom SV West-Eimsbüttel trainiert seit 50 Jahren Kinder und Jugendliche

Herr Kessler ist eine lebende Legende. Das Urgestein von Wespe. Ein wirklich sympathischer Coach. Erinnere mich an tolle Zeiten am damaligen Sportplatzring in Stellingen.

Dennis Fuchs über Facebook

Ausputzen und absaugen

7. Mai: Forscher warnen: Eine Million Arten vom Aussterben bedroht

Das Artensterben passiert täglich direkt vor unserer Haustür. Durch das regelmäßige, radikale Ausputzen und Absaugen der Beete im gesamten Stadtgebiet, die danach „steril, sauber und glatt“ erscheinen, werden Mutterboden und sämtliche Kleinorganismen, Insekten und Wildblumen vernichtet! Im Zuge von Renovierung und Nachverdichtung bzw. Bebauung werden Büsche und Hecken entfernt. Es wird zunehmend nur Rasenfläche gewünscht und gepflastert, was noch einfacher zu pflegen ist.

Antje May

Provokationen immer von USA

9. Mai: Droht Krieg zwischen Iran und den USA? Präsident Rohani will Urananreicherung wieder aufnehmen. Pompeo rechnet mit Angriffen auf US-Soldaten

Trotz der Tatsache, dass uns seit Monaten regelmäßig eine von „Bösewicht Putin“ ausgehende „Kriegsgefahr“ eingeimpft wird, lässt sich bedauerlicherweise nicht abstreiten, dass sämtliche Provokationen der letzten Jahre immer von den USA ausgehen, deren derzeitige Rüstungsausgaben von über 649 Milliarden Dollar die der gesamten restlichen Welt zusammen übersteigen. Keine Woche vergeht, in der Trump nicht irgend einem Staat, der nicht nach seiner Pfeife tanzt mit Sanktionen droht und neben Russland mittlerweile selbst China als Feind bezeichnet. Die derzeitige Hauptgefahr geht u. a. von dem amerikanischen Hardliner und Sicherheitsberater John Bolton aus, der bereits seit 2016 eine Bombardierung des Iran fordert.

Stefan Bick

Nur das eigene Land im Blick

7. Mai: Allianz der Rechten gegen Europa. Wie gefährlich für den Zusammenhalt in der Europäischen Union sind Salvini, Orbán und Co?

Die Wirkung der Allianz der Rechtspopulisten bei der Europawahl wird von dem Autoren unterschätzt. Es besteht sehr wohl die Gefahr, dass die Rechtspopulisten insgesamt die stärkste Gruppierung im Europaparlament sein werden. Es ist zwar richtig, dass die Rechtspopulisten in den einzelnen europäischen Ländern in Teilbereichen der Politik ganz unterschiedliche Ziele verfolgen. Das ergibt sich schon daraus, dass sie immer nur das eigene Land „first“ im Blick haben. Aber in einem Ziel sind sie sich alle sehr einig, nämlich Europa von innen her zu zerstören. Dies gelingt ihnen um so leichter, je geringer die Wahlbeteiligung bei den Europawahlen ist.

Winfried Wolf

Es ist kaum zu glauben

7. Mai: Tempolimit auf der Autobahn - wer dafür ist

Alle sprechen über das Klima, und dass unbedingt sofort etwas passieren muss. Ein Tempolimit wäre ein wirklich einfacher und zugleich vernünftiger Anfang. Der CO2-Ausstoß würde sich um 15 bis 20 Prozent verringern. Aber nein: Noch nicht mal darauf kann man sich einigen. Es ist wirklich kaum zu glauben.

Kristina Kroemer