Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 4. Mai 2019

Mietenspiegel differenzieren

3. Mai: Pro & Kontra: Soll die Stadt eine Obergrenze bei Mieten in einzelnen Vierteln beschließen?

Es braucht keinen „Mietendeckel“, wohl aber einen differenzierteren Mietenspiegel. Immer noch sieht dieser aus wie schon vor 30 Jahren, unterteilt in normale und gute Wohnlage sowie Baualter der Immobilie. Über die Ausstattung kein Wort. Einfach, normal oder Luxus? Liegt das Haus an einer viel befahrenen Straße oder Bahnlinie oder ruhig im Grünen? Von den Mietervereinen habe ich in all den zurückliegenden Jahren keine Forderungen nach zeitgemäßen Anpassungen wahrgenommen. Dabei wäre es doch so einfach, die Mietenspiegel im digitalen Zeitalter punktgenau zu differenzieren. Auch stellt sich die Frage, warum ein Vermieter – ohne Gegenleistung – die Mieten erhöhen und seine Rendite damit politisch gewollt erhöhen darf. Und wenn Eigentum lt. Grundgesetz verpflichtet, warum hat ein Vermieter dann nicht auch eine moralische Sorgfaltspflicht gegenüber seinen Mietern?

Edith Aufdembrinke

Keine einfachen Lösungen

So funktionieren Debatten. Mit Argumenten für Pro und Kontra. Vielen Dank für die erneute Demonstration, wie man gesittet miteinander umgeht, wenn man unterschiedlicher Ansicht ist. Sowohl Herrn Steinlein als auch Herrn Kummereincke kann man in der Argumentation folgen. Die wichtigste Erkenntnis an dieser Gegenüberstellung: Es gibt keine einfachen Lösungen für komplizierte Sachverhalte. Auch wenn einige nicht müde werden, das zu versprechen. Wenn das als Folge solcher Pro-und-kontra-Aktionen in den Köpfen der Menschen fest verankert würde, könnten sich AfD und Linke ihre Wahlplakate sparen.

Andreas Kaluzny

Amtsperiode zu Ende bringen

2. Mai: Das große Merkel-Rätsel

Ist es eigentlich zu viel verlangt, zu erwarten, wenn man für vier Jahre in ein Amt gewählt wurde, diese Amtsperiode auch zu Ende zu bringen? Frau Merkel wurde zwar nicht vom Wähler direkt, aber dennoch für eine volle Legislaturperiode gewählt. Wahlkämpfe sind inzwischen so sehr auf Personen konzentriert, dass sich niemand beschweren darf, dass die Wähler dann auch personifiziert wählen. Ich dürfte nicht der Einzige gewesen sein, dem klar war, dass Rot-Grün in Hamburg nur mit Beust als Senatschef funktionieren konnte. Leider hat sich dies bestätigt. Die Wechsel im Senat aber erfolgten wenigstens innerhalb der Senatsmannschaften. Dass die derzeitige Regierung ohne Merkel nicht funktionieren würde, gilt zwar nicht zwingend für die Große Koalition im Bund, dennoch empfände ich eine Kanzlerin Kramp-Karrenbauer als mir nicht vermittelbar. Stand AKK bei der Bundestagswahl überhaupt zur Wahl?

Thomas Horn

Kommunistisches Denken

2. Mai: Juso-Chef Kevin Kühnert will BMW verstaatlichen

Mit einem Juso-Chef mit einer derartig „steinzeitkommunistischen“ Denke rückt die SPD immer mehr von einer Wählbarkeit für den Durchschnittsbürger ab. Herr Kühnert hat wohl den Geschichtsunterricht in der Schule versäumt, denn dann wüsste er, welches Unheil von kommunistischen Regierungen in den Ländern des ehemaligen Ostblocks angerichtet wurde, er braucht sich nur die Bilder der früheren sogenannten DDR, besonders von der Grenze, vor Augen zu führen.

Heinz E. Foerstner

Bezahlbare Wohnungen

3. Mai: Kommt jetzt die linke Republik? Grünen-Chef Robert Habeck würde Wohnungskonzerne notfalls enteignen, Juso-Chef Kevin Kühnert möchte den Kapitalismus überwinden

Wenn selbst der CEO von J. P. Morgan die Auseinanderspreizung der Gesellschaft beim Vermögen beklagt, darf ein Jusovorsitzender sicherlich seinem Auftrag nachkommen. Wenn die Sparer und die Lebensversicherten von der EZB enteignet werden, die Vermögenswerte explodieren und damit zur Mietsteigerung beitragen, muss der Finanzminister nicht hinter der schwarzen Null herlaufen, sondern endlich investieren. Von Herrn Altmaier ist nichts zu erwarten, er wehrt sich ja noch immer gegen den Mindestlohn. Wir müssen es schaffen, für jeden eine bezahlbare Wohnung bereitzuhalten und ein menschenwürdiges Dasein zu ermöglichen.

Hans-Volker Domjahn

Das ist mir ein Rätsel

2. Mai: Wie ein 85-Jähriger ins AEZ krachen konnte und Leserbrief vom 3. Mai

Leider erzeugen Sie durch die Veröffentlichung des Leserbriefs noch mehr Verwirrung und Falschinformationen. Tatsache ist Folgendes: Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen Mercedes-SUV mit dem System „Keyless Go“. Hiermit kann das Fahrzeug schlüssellos geöffnet werden. Gestartet werden kann der Wagen nur, wenn der Fahrer das Bremspedal betätigt, d. h. er muss mit dem Fuß auf der Bremse stehen. Außerdem startet der Motor nur, wenn das Automatikgetriebe auf P (Parken) steht. Wenn der Fahrer beim vorherigen Einparken das Getriebe auf N (Neutral) hat stehen lassen, ertönt ein lautes Warnsignal mit optischer Anzeige. Wie dieser Ablauf versehentlich, verbunden mit akrobatischen Fähigkeiten, abgelaufen sein soll, ist sicher nicht nur mir ein Rätsel.

Rainer Gosda