Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 2. Mai 2019

Augen auf beim Einkauf

30. April/1. Mai: Smacks und Frosties zur Mogelpackung des Monats gekürt

Und warum guckt niemand auf das Gewicht der Packung und deren Inhalt? Eventuell sollten viele Verbraucher mal die Augen öffnen beim Einkauf und nicht rumheulen. Für mich eigentlich mal wieder ein Zeichen, das man sich selber zum Opfer machen lässt und da sage ich, Pech gehabt!

Christian Müller

Kein Betrug oder Täuschung

Wer wahllos ins Regal greift, merkt es natürlich nicht, wer bewusst einkauft, der erkennt die Preiserhöhung und muss selbst entscheiden, ob diese ihm das wert ist, jetzt mehr zu bezahlen. Sehe da keine Täuschung oder gar Betrug. Außerdem sind das ja auch Produkte auf die man verzichten kann, die sind nicht lebensnotwendig.

Mario Steckelberg

Geht der Zeitvorteil verloren?

30. April/1. Mai: Im Halbstundentakt nach Lübeck. Verkehrsvertrag für Bahnstrecke nach Hamburg unterzeichnet. Neue Züge von Stadler Rail bieten WLAN

So erfreulich das neue Zug-Angebot auch ist, bleibt die Frage, ob der Zeitvorteil mit Beginn der S 4-Bauarbeiten wieder verloren geht. Dass Hamburg angeblich 500.000 Euro aktuell nicht zahlen kann, um die Verbindung schneller zu realisieren, ist mal wieder an Lächerlichkeit nicht zu überbieten. Seit Jahrzehnten werden Millionen Euro für Planungen (U-Bahn, Stadtbahn usw. ) verschleudert und nichts passiert.

Jens Ode

Dem HSV treu geblieben

30. April/1. Mai: Holtby-Pranger ist zu billig. Der HSV-Profi hat einen Fehler gemacht – mehr nicht

Also wirklich! Dem Kommentar zu Lewis Holtby kann ich so gar nicht folgen. Ich behaupte mal, dass die meisten Berufstätigen in ihrem Leben die Erfahrung machen, dass sie bei einer Beförderung übergangen werden, ihre Leistung nicht wertgeschätzt wird oder sie mit ihrem Vorgesetzten nicht zurecht kommen! Lewis Holtby ist ein Mann von 28 Jahren, der eigentlich wissen müsste, was man wann, wo und wie sagt. Warum hat er sein Vorhaben gleich auch Teilen der Mannschaft mitgeteilt? Wäre ein Vieraugengespräch mit dem Trainer nicht klüger gewesen? So gab es nun wirklich kein Zurück für die Verantwortlichen des HSV. Man kommt einfach nicht um das Thema Geld herum: Lewis Holtby hat jetzt schon mehr Geld verdient, als er wahrscheinlich je wird ausgeben können Manchmal muss man einfach die Zähne zusammenbeißen und seinen Vertrag erfüllen. Und was das soziale Engagement von Lewis Holtby angeht: Millionen von Menschen engagieren sich ehrenamtlich, ohne das an die große Glocke zu hängen. Ich gehöre noch zu der Generation „E-Block“ und hatte das Glück, die glorreichen Zeiten des HSV mitzuerleben und Spieler, die sich wirklich mit dem HSV identifiziert haben (Hrubesch, Kaltz, Keegan, Kargus etc.). Ich bin dem HSV immer treu geblieben, aber mittlerweile ist es mir fast schon ein bisschen egal, was mit dem HSV passiert. Schade.

Karen Stolte

Auf Rettungswagen warten

29. April: Retter sind oft langsamer als geplant. Feuerwehr verpasst eigene Ziele beim Notruf 112 in vielen Stadtteilen deutlich

Na toll! Gerade wurde ein Gesetz erlassen, wonach die Terminvergabe bei den Arztpraxen schneller erfolgen soll. Dafür muss man auf den Rettungswagen um so länger warten.

Jochen Ebert

Wo soll das noch hinführen?

Es werden ja auch immer mehr Einsätze gefahren. Mehr Einsätze bedeutet auch mehr Personalbedarf. Der Verkehr verdichtet sich in der Stadt, dadurch passieren auch mehr Unfälle. Die Bevölkerung wächst, dadurch muss die Feuerwehr auch für mehr Menschen da sein. Die Leute werden immer älter und dadurch benötigen sie als Patienten auch immer häufiger den Rettungsdienst sowie auch die Feuerwehr, die dann z. B. bei einem „Hausunfall“ die Tür öffnen oder den Patienten zum Rettungswagen tragen muss. Außerdem steigt die Zahl von übergewichtigen Patienten an. Die dann, wenn sie ins Krankenhaus müssen, eine Vielzahl von Einsatzkräften benötigen, die sie dann auch längere Zeit binden. Herr Senator, wo soll das noch hinführen? Stocken Sie endlich das Personal auf, stellen Sie mehr Fahrzeuge in den Dienst und bauen Sie neue zusätzliche Feuerwehr- und Rettungswachen in der Stadt. Die Bevölkerung hat einen gesetzlichen Anspruch darauf.

Thomas Wasselberg

Vertrauensverlust

29. April: Die Europa-Rente kommt. Bald ist private Altersvorsorge in allen Ländern nach einheitlichen Standards möglich. Lob von Verbraucherschützern

Solange die „Doppelverbeitragung“ auf die betrieblichen Direktversicherungen nicht beendet und zurückgezahlt wird, wird keiner so dämlich sein, irgendeine neue Form der privaten Altersvorsorge abzuschließen. Erst wenn der Bestandsschutz hier wiederhergestellt werden sollte, kann und wird das Vertrauen langsam zurückkehren können.

Norbert Wichmann, Lengerich

Privatanbieter profitieren

Wirklich davon profitieren werden wieder mal die sogenannten Privatanbieter und die EU Länder, denn das alles wird ja nicht steuerfrei bleiben und somit wird das Problem von der Armutsrente nur vom Apfel zur Birne geschoben.

Jörg Hußfeld

Totalitäre Strukturen

30. April/1. Mai: Greta – wie alles begann

Es ist mir völlig unbegreiflich, wie in einer seriösen Zeitung unhinterfragt das Bespitzeln der eigenen Eltern seitens eines Kindes, durch die Kontrolle ihrer Einkaufsbons beschrieben wird. Im Namen des „Richtigen“ und „Guten“, haben solche Bespitzelungen in Deutschland real stattgefunden. Ist sich der Autor dieses Artikels dessen bewusst? Ich bin froh und dankbar, dass gemeinsame Mahlzeiten in unserer Familie möglich sind und wichtiges Element des täglichen Lebens. Auch eine so gute Idee wie klimaschutzgerechtes Verhalten, darf niemals zu totalitären Strukturen führen.

Hilke Czeloth

Kultur des Briefeschreibens

29. April: Die Post betreibt immer weniger Briefkästen

Es ist jammerschade: Eine jahrhundertealte Kultur geht so langsam verloren. Was war aber zuerst: Reagiert die Post auf unsere digitale Welt, wenn sie immer weniger Briefkästen betreibt? Oder verschulden wir diesen Verlust, weil wir immer weniger Briefe und Karten schreiben? Ich bin glückliche und dankbare Erbin eines ganzen Lebens (1909 bis 1991) in Form von Hunderten von Briefen, vielen Tagebüchern und zum Teil uralten Papierfotos. Meine Mutter war eine unermüdliche Briefe- und Tagebuchschreiberin und hat somit Zeugnis ihres sehr interessanten Lebens hinterlassen. Ich finde es sehr schade, dass die heutige Jugend ein solches Erbe nicht wird antreten können. E-Mails, Whats-apps, Facebook und sonstige Kommunikationsmittel der heutigen Zeit sind oberflächlich und nicht nachhaltig.

Karin Schramm

Zitat von Albert Einstein

29. April: Inventur der Natur: Forscher stellen globalen Öko-Check vor. Auf einer Konferenz in Paris beraten Wissenschaft und Politik, wie es um den Zustand der Tier- und Pflanzenarten auf der Erde bestellt ist

Angesichts des Artensterbens, des Klimawandels und der überwiegend untätigen Politiker möchte ich ein Zitat von Albert Einstein beisteuern. Er sagte: „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit.“ Aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

Alfred Reichert