Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 13. April 2019

Ich habe Regeln gelernt

12. April: Warum die Mönckebergstraße so gefährlich ist. Grüne und ADFC wollen die Einkaufsmeile zur Fußgängerzone machen

Die Forderung des ADFC und des Herrn Osterburg ist völlig überzogen. Ich habe mit meinen 65 Jahren Lebenserfahrung kein Problem mit der engen Taktung der Buslinien und dem Taxi-Verkehr, wenn ich über die Mönckebergstraße gehe. Denn ich habe Regeln gelernt, wie ich mich als Verkehrsteilnehmer zu Fuß, mit dem Rad, dem Motorrad oder Auto zu verhalten habe – und ich halte mich auch daran. Für Verkehrsteilnehmer, die sich heute ihre Regeln überwiegend selber machen, und für Fußgänger, die mit Kopfhörern auf den Ohren und dem Handydisplay vor den Augen „im Blindflug“ durch den Verkehr eilen, wird es selbstverständlich lebensgefährlich auf solchen Straßen. Ebenso für Radfahrer, die mit hoher Geschwindigkeit kreuz und quer durch den Verkehr flitzen.

Manfred Christen

Im Interesse der Reisenden ...

9. April: Wohnungsbau in Altona ohne Umzug des Fernbahnhofs?

Die Rücknahme der Verlegung des Fernbahnhofs Altona nach Diebsteich halte ich trotz der Proteste Einzelner und der erhobenen Klagen für falsch. Zum einen verstehe ich nicht, dass der VCD (Verkehrsclub Deutschland) für eine Autoverladung mitten in der Großstadt und in Nähe einer Zone mit Dieselfahrverbot streitet. Den Autofahrern ist dies möglicherweise recht; den Anwohnern aber sicher nicht. Zum anderen kann ich die Meinung der Mitglieder des Vereins „Prellbock“ nicht nachvollziehen. Diese wollen den Kopfbahnhof aus nostalgischen Gründen erhalten. Mit dieser Maßnahme würden sie auf Dauer einen zügigen Bahnverkehr zwischen dem Süden Deutschlands und dem Norden erschweren (z. B. bei einem Lokomotivwechsel). Die Pläne der DB sind meines Erachtens richtig. Im Interesse der großen Zahl der Reisenden: freie Fahrt von Süden nach Schleswig-Holstein und Dänemark. Das ist Altona dem Norden, zu dem es lange Zeit gehörte, auch heute noch schuldig.

Berthold Kämpf

Zuerst alte Radwege sanieren

10. April: Deutschlands großer Fahrrad-Test: So schlecht schneidet Hamburg ab. Viele Menschen fühlen sich unsicher auf den Radwegen und Straßen. ,Stimmung ist auf Tiefpunkt gesunken‘

Mit PR-trächtigen Fahrradstraßen hat eine Stadt noch kein Ranking gewonnen. Daher sollten vorher unbedingt die alten Radwege saniert werden und Gefahrenpunkte, wie der Schlenker vorm Atlantik-Hotel oder vor Engpässen, wie vor Brücken und in Tunneln, dringend beseitigt werden. Warum hören Radschutzstreifen oft da auf, wo es gefährlich wird? Das Reißverschlusssystem mit gegenseitiger Rücksichtnahme zwischen Radlern und Autofahrern funktioniert nur im Kopf der Verwaltung, nicht in der Praxis. Christian Enger

Weiter so für den Sport

11. April: 30 Millionen Euro für neue Sportstätten. Bund unterstützt sechs Hamburger Stadtteilprojekte mit 13,8 Millionen Euro

Hamburgs Politiker haben die Wichtigkeit für die Sanierung und Planung neuer Sportstätten erkannt. Jahrelange Versäumnisse werden endlich angegangen, und dass fast alle Parteien daran mitgewirkt haben, lässt für die Zukunft im Hamburger Sport hoffen. Weiter so, Hamburg ist es wert.

Gert-Rüdiger Wüstney