Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 8. April 2019

Kritisieren ist einfach

6./7. April: Wie Hamburgs Supermärkte Plastikmüll vermeiden wollen

Die Vermeidung von Plastikmüll ist eine große Herausforderung für uns alle und wird noch lange dauern. Keiner ist mit seinem Verhalten schuldlos an dieser Entwicklung. Nur wenn die Einstellungen aller Menschen sich hinsichtlich vieler zum Ziel führenden Maßnahmen verändern, bestehen Chancen. Aufklärung und Informationen über die Müllberge weltweit mit Beispielen und Fotos können dazu beitragen, dass sich immer mehr Gedanken machen. Es ist schade, dass die Umweltvereine, wie der BUND jede noch so sinnvolle Maßnahme immer gleich verunglimpfen. Anstatt alles infrage zustellen und an jeder Idee herumzumäkeln, sollten Lösungen erörtert werden.

Jörg Heinrichs, Buchholz

Ein positives Signal

Der Vorstoß Hamburger Einzelhändler, Plastikverpackungen zu reduzieren, finde ich sehr gut. Dass dies nur kleinschrittig erfolgt, empfinde ich, im Gegensatz zu vielen Umweltverbänden, nicht als plakativ. Es zeigt, dass das Umweltbewusstsein vieler Menschen immer stärker ins Bewusstsein rückt – die Handelsriesen (müssen) reagieren. Und das ist ein positives Signal.

Thomas Köpke, Itzstedt

Eine tapfere Familie

6./7. April: ,Wir brauchen dringend ein Auto für Finn‘. Der 18-Jährige ist dement, stark und ständig in Bewegung. In einem berührenden Brief bittet seine Familie um Spenden für einen behinderten-gerechten Wagen

Die Familie B. erhält meinen tiefen Respekt für ihre wunderbare, aber auch aufopfernde Leistung. Ihr Leben ist vollkommen anders, es ist überaus anstrengend und mühevoll, aber dennoch stehen sie voll und ganz hinter ihrem Sohn Finn und lieben ihn. Ihre Tapferkeit sucht ihresgleichen. Wenn es eine Familie verdient hat, entlastet zu werden, dann sind es der Bruder und die Eltern von Finn. Ich werde auf jeden Fall spenden und hoffe, dass sich viele Menschen und Firmen anschließen.

Monika Daniels

Partyfeuerwerk in Duvenstedt

6./7. April: Wie findet man erholsamen Schlaf? Experten erklären im Abendblatt, was beim Schlummern, Träumen und Schnarchen im Körper passiert

Leider gibt es auch äußere Einflüsse, die man schwer ändern kann. Für das Wohnen in unserem grünen Stadtteil Duvenstedt nehmen wir gerne lange Fahrwege in Kauf. Lärmbelastung gibt es allerdings auch hier am Stadtrand. Der Fluglärm am späten Abend macht ein zeitiges Schlafengehen oft schwierig. Darüber hinaus greift eine neue Praxis immer mehr um sich: Das Abfeuern von Raketen zum Geburtstag um Mitternacht und bei Gartenparties im Sommer. Batteriefeuerwerke werden zu diesem Anlass immer beliebter. Dass dadurch der völlig unbeteiligte Stadtteil jäh aus dem Schlaf gerissen wird, interessiert die Leute offensichtlich nicht. Uns hat das schon in dutzenden Nächten den Schlaf geraubt.

Jeanette Steffahn

Guter Service geht anders

5. April: Flughafen installiert 20 neue Gepäckautomaten

Servicequalität geht anders. Als Vielflieger ärgere ich mich regelmäßig an vielen Flughäfen über eben genau diese Gepäckautomaten. Die Aufgabe von Gepäck ist doch nicht meine Angelegenheit, sondern die des Flughafens bzw. die der Airlines. Warum soll ich als zahlender Kunde deren Job tun? Ich gebe mein Gepäck ausschließlich am Schalter auf. Mehr brauche ich eigentlich nicht zu tun. Dann muss ich zwar eine längere Wartezeit in Kauf nehmen, aber auch das nur, weil regelmäßig zu wenige Schalter besetzt sind. Womit wir wieder bei der Servicequalität angekommen sind.

Bernd Glodek, Hamburg-Schnelsen

Der Bürger wird veräppelt

4. April: Ein Termin im Amt? Das kann dauern

Wie lange wollen die Verantwortlichen die Hamburger Bürger noch veräppeln. Fehlende, noch nicht eingearbeitete Mitarbeiter, hohe Fluktuation, Krankheitsausfälle, unerwartet hohe Nachfrage. Alles Dinge, die wir seit Jahren hören und die nicht wirklich abgestellt wurden. Wieso können Mitarbeiter aus den Kundenzentren andere Stellen in der Verwaltung antreten, ohne dass vorher für Ersatz und eine entsprechende Einarbeitung in den Kundenzentren gesorgt wurde. Hierzu sollte sich der verantwortliche Senator einmal Gedanken machen. Leider gibt es für die Bürger keine Alternativen zu den Kundenzentren, sonst wären die Räumlichkeiten dort wohl schon längst leer.

Jörg Friederichs

Auch Reagan war Schauspieler

1. April: Komiker gewinnt ersten Wahlgang. Ukrainischer Staatschef Poroschenko muss in die Stichwahl

Warum sollte ein Komiker, Schauspieler, Satiriker, was auch immer, für ein Regierungsamt weniger geeignet sein als ein Schokoladenhersteller wie Poroschenko? Schließlich war Ronald Reagan ja auch nur als Schauspieler bekannt, bevor er Präsident der USA wurde.

Margret Paech