Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 20. März 2019

WLAN ins Altenheim

19. März: Alle Klassenzimmer in Hamburg erhalten schnelles WLAN

Wir finden ein schnelles WLAN für alle Klassenzimmer absolut notwendig in der heutigen digitalen Welt. Wir wünschen uns nun aber auch, dass das nächste Projekt vom verantwortlichen Senator heißt, bis 2021 werden alle Seniorenwohnanlagen und Altenheime mit kostenfreiem WLAN ausgestattet. Nur hat diese Forderung irgendein Politiker im Programm? Wir befürchten nein, wünschen uns aber sehr, dass sich das ändert und unsere Forderung Gehör findet.

Dagmar Hirche,

Wege aus der Einsamkeit e.V.

Sturm im Wasserglas

19. März:Wirbel um Linksextremisten in Hamburger Schulen

Knapp 30 Aufkleber, darunter auch Aufkleber des FC St. Pauli lösen so einen Sturm im Wasserglas aus. Als älterer Mensch freue ich mich, wenn Jugendliche aufstehen, um gegen den rechtsradikalen Mob und die ausländerfeindliche AfD zu demonstrieren, selbst wenn die von Ihnen so bezeichneten Linksradikalen dabei sind. Immerhin waren es bisher in Deutschland die Rechten, die schon einmal 1933 die Demokratie zerstört haben und nicht Linksradikale. Ich hoffe die Schulleitung, die Kollegen und die Schüler an der Ida-Ehre-Schule setzen ihren Diskurs um eine gerechte Gesellschaft – und dazu gehören auch für manchen unangenehme Denkanstöße von links – im und außerhalb des Unterrichts fort.

Dr. Arne Andersen

Klare Meinung ist erwünscht

Wenn sich in der Schule junge Leute für eine klare Meinung gegen rechts und für den Umweltschutz engagieren, ist das doch eher zu begrüßen. Klar ist ein Bild mit brennenden Barrikaden über das Ziel hinausgeschossen, bietet aber doch einen guten Anlass für den Politiklehrer, über die Frage von Gewalt in der Meinungsäußerung zu diskutieren. Unerträglich ist jedoch ein Überwachungsportal durch die AfD.

Dr. Elke Brüning

Schulpflicht auch für Behörde

18. März: Zum LeserbriefTeurer Schulstreik

In seinem Leserbrief macht Herr Dr. Behrens die Rechnung auf, was der Streik der Schüler für eine bessere Umwelt während der Unterrichtszeit kostet. Es ist richtig, wir haben die Schulpflicht. Aber diese ist nicht nur einseitig von den zu beschulenden Kindern und Jugendlichen zu erbringen. Diese besteht auch für die Schulbehörde und deren Lehrkörper. Und obwohl allgemein bekannt ist, dass besonders in der Oberstufe immer wieder Unterrichtsstunden ersatzlos ausfallen, werden die Zahlen für den dadurch an den Schülern verursachten Schaden von der Schulbehörde möglichst unter der Decke gehalten. Wenn die Schulbehörde zurecht an die Schulpflicht appelliert, sollte sie auch die Zahlen offenlegen, wo sie durch ersatzlosen Unterrichtsausfall ihrer Schulpflicht nicht nachkommt, was darin begründet ist, dass ganz offensichtlich zu wenig Vertretungslehrer vorhanden sind. Hier wird auf Kosten der Jugendlichen gespart.

Gerhard Schultz

Schüler lernen Verantwortung

Der Leserbrief von Dr. Behrens zum Thema Schulstreik beschreibt sehr deutlich eine der Ursachen, warum es mit dem Schutz unseres Klimas und unserer Umwelt nicht wirklich vorangeht. Gesellschaftliche Verantwortung lässt sich nicht mit profitorientierten Zahlen aufrechnen. Die Aktion „Fridays for Future“ belegt glücklicherweise, dass Schüler mehr aus der Schulzeit mitnehmen als nur Finanzmathematik, nämlich auch Selbstbewusstsein und gesunden Menschenverstand. Die Reduzierung des Streiks auf rein betriebswirtschaftliche Aspekte erschüttert mich zutiefst.

Walter Laatsch, Nützen

Demos machen keinen Sinn

16./17. März: 7000 Schüler bei Demo für Klimaschutz – trotz Ferien Teilnehmerrekord bei drei Protestaktionen in Hamburg

Solange bei Demonstrationen keine praktikable Lösung angeboten wird, machen Demonstrationen keinen Sinn. Bis heute nutzen auch Schüler alle Vorteile einer am maßlosen Verbrauch orientierten Gesellschaft. Wenn sie dann noch in der Schule mehr aufpassen, dann würden sie auch lernen, dass Klimaveränderungen schon vor vielen hunderttausend Jahren die Erde heimgesucht haben, als Dieselabgase noch kein Thema waren. Siegfried Meyn

Liegt es am Trainer?

18. März:Lehren aus dem zweiten Debakel St. Paulis. Trainer Kauczinski klagt nach dem 0:4 in Sandhausen: ,Wir sind einfach zu lieb‘

Wenn ein Trainer nach eineinhalb Jahren Tätigkeit endlich feststellt, dass seine Mannschaft „zu lieb“ ist, sich nicht wehren kann,nicht robust genug ist, in fast allen Spielen verunsichert wirkt, brutal schlecht verteidigt und dann auch noch lamentiert, dass er zwei Stunden lang alles ansprechen muss, fragt man sich doch, warum er sich das antut und warum der Verein das akzeptiert. Entweder ist die Truppe untrainierbar, dann hat man die falschen Spieler verpflichtet, oder die Führung versagt in den Bereichen Übungsleitung, Ansprache, Einstellung und Spielvorbereitung. Mit dem Streichen eines Bowlingabends ist es hier sicher nicht getan. Die Mannschaft hat in der ganzen Zeit kein einziges überzeugendes Spiel gemacht, ist schlecht vorbereitet, hat ein mangelhaftes Abwehrverhalten, keine geordnete Spieleröffnung, ist weitgehend ohne Kampfgeist und Begeisterung. Wenn man so ins Spiel geht, ohne Willen was bewegen zu wollen, liegt das Defizit ausschließlich in der Vorbereitung durch den Trainer, der offensichtlich nicht in der Lage ist, dem Team Begeisterung und den unbedingten Willen zum Erfolg zu vermitteln.

Herbert Stephan, Hamburg