Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 16. März 2019

Irrsinnige Klimapolitik

15. März: Bundestag entscheidet: Hamburg kann Dieselfahrverbote aufheben

Hier zeigt sich schon wieder der Irrsinn in der deutschen Klimapolitik. Einerseits lesen wir täglich, dass sich das Klima ändert und wir unser Verhalten ändern sollen. Andererseits wird über Fahrverbote gejammert, die doch bitte endlich aufgehoben werden sollen. Tempolimits sind genauso verpönt wie eine Verteuerung von Benzin und Diesel. Ein Umstieg auf den ÖPNV wird angestrebt, aber die Fahrkarten werden jährlich immer teurer. Alle anderen sollen sich ändern, aber ich bitte nicht? Da darf sich die Regierung natürlich nicht wundern, wenn sie ihre selbst gesteckten Klimaziele deutlich verfehlt.

Joachim Franke, Neu Wulmstorf

Mut zur Fußgängerzone

15. März: So soll das Rathaus-Viertel autofrei werden

Das ist für mich zum Thema Stadtentwicklung die beste Nachricht der letzten Jahre und gehört ja eigentlich in die dafür zuständige Abteilung der Verantwortlichen Senatorin. Städte-Reisen boomen und sehr oft steht am Anfang die Frage nach der Fußgängerzone. In Hamburg kann dann innerstädtisch auf die unattraktive Spitalerstraße und auf die kaum schöneren Colonaden verwiesen werden. Ein Armutszeugnis für unsere schöne Stadt. Also nur Mut!

Gerd Meyer, Hamburg

Alles wird immer voller...

14. März: Wie viele Touristen kann Hamburg vertragen? Staatsrat Torsten Sevecke wünscht sich mehr internationale Gäste

Wie erstrebenswert ist es denn, unsere schöne Stadt mit so vielen Touristen vollzustopfen, alles zum Wohle der Wirtschaft? Wer schon mal als Pendler mit der Hafenfähre 62 pendeln musste und seinen „Dampfer“ wegen Überfüllung des Schiffes nicht erreicht hat, kann dies sicher nachvollziehen. Alles wird immer voller, die Infrastruktur folgt dem nur schrittweise, wenn überhaupt. Ach ja, die Wirtschaft: Klar, Wirtschaftsfaktor Wachstum. Das Geld der Touristen fließt dann in ausländische Hotelketten. Möge der Hamburger Senat uns mal belegen, wie viel Geld davon wirklich in Hamburg bleibt. Inkl. der Verkäufe in den Geschäften der Stadt, die ja ebenfalls meist großen Ketten angehören. Der Einzelhandel stirbt, langsam aber sicher. Wie traurig! Ach ja, die Arbeitsplätze in Hotel und Gastronomie: Allesamt Mindestlohn mit zukünftiger Altersarmut. Ist das erstrebenswert? Und die Umwelt: Haben wir noch nicht genug Belastung durch Kreuzfahrtschiffe und Sightseeing-Busse? Ich liebe mein Hamburg, möchte keine Verhältnisse wie in Florenz, Mailand, Barcelona, und Rom, weil dann auch der Einzelne von seinem Besuch gar nichts mehr hat, außer Stress wegen Überfüllung. Sollten wir nicht alle mal darüber nachdenken? Vielleicht ist es dann nicht mehr so erstrebenswert, dieses Wachstum immer weiter ausufern zu lassen.

Gerhard Klähn

Eindrucksvoller Stadtplaner

14. März: Der vergessene Baumeister Gustav Oelsner hat als Stadtbaurat Altona geprägt – im Rahmen von 100 Jahre Bauhaus wird nun an ihn erinnert

Vielen Dank für diesen eindrucksvollen Bericht über einen Stadtplaner, dem das Wohlbefinden der Wohnungsmieter am Herzen lag. Wenn man dagegen die hässlichen Bauten der ‚Neue Mitte Altona‘ oder der ‚HafenCity‘ anschaut, kommt einem das kalte Grausen.

Gabriele Ebert

Gorch Fock nach Laboe

13. März: Millionenbetrag für dubiose Actionserie Geschäftsführer der Gorch-Fock-Werft gewährten Filmprojekt eines Hamburger Schauspielers großzügiges Darlehen

Ich schlage vor, die Gorch Fock nach einer äußerlichen Wiederherstellung auf dem Strand von Laboe vor dem Marine Ehrenmal und gleich neben dem U-Boot zu positionieren. Dort könnte es, gegen angemessene Bezahlung, besichtigt werden. Der Marinechef und viele andere verdiente Kommandeure könnten Führungen machen und der staunenden Menge, die Bedeutung der Marine und der Schulschiffe erklären. Es könnten dort Filme gedreht werden und zu besucherschwachen Zeiten Übungen von Kadetten in der Takelage stattfinden. Die Tourismusverantwortlichen in Laboe und Kiel hätten wohl auch nichts dagegen. Ein würdiges Ende des stolzen Schiffes.

Hartwig Vosgerau per Mail