Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 25. Februar 2019

Projekte für die Allgemeinheit

23./24. Februar: Was wird aus Hamburgs Großprojekten?

Die Verantwortlichen im Rathaus täten gut daran, sich auf die Projekte zu konzentrieren, die für die Bürger dieser Stadt von besonderem Interesse sind bzw. der Allgemeinheit zugute kommen. Dazu gehört eine vernünftige Verkehrs- und Baustellenplanung ebenso wie der Verzicht auf weiteren Kahlschlag an Bäumen im Stadtbereich sowie ein Einlaufverbot von Kreuzfahrtschiffen ohne einen Anschluss an eine Landstromversorgung. Alle anderen Großbauvorhaben sollten hinter dem Ziel anstehen, die Feinstaubbelastung in dieser Stadt zu verringern. Weder der Bau des optisch wenig ansprechenden Elbtowers noch die spärliche Begrünung des Bunkers auf dem Heiligengeistfeld tragen zu einer Verbesserung der Stadtluft bei. Darüber hinaus ist auch der künftige Verzicht auf Wasserstoff-Busse zugunsten einer großen Flotte an Elektrobussen ein ökologischer Irrweg.

Martin Wucherpfennig

Sportlich geht es bergab

Seit sich mehrheitlich gegen die Olympiabewerbung ausgesprochen wurde, ging es sportlich kontinuierlich in Hamburg bergab. Nur Hockey und Judo sind noch erstklassig. Frauenfußball-, Handball- und Eishockey-Teams wurden aufgelöst, Frauenvolleyball und -fußball stiegen ab. Ein Investor, der im Höltigbaum eine Halle für Eishockey bauen wollte, wurde abgeblitzt. jetzt ist die Rede von einer Halle in der HafenCity für Basket- und Handball. Keiner redet vom Eishockey, obwohl die Spiele der Freezers fast ständig ausverkauft waren. Sponsoren verlieren immer mehr Interesse in die „Sportstadt Hamburg“ zu investieren. Zuletzt musste dies Michael Stich erleben. Dass Wandsbek als größter Bezirk Hamburgs für den Spitzensport völlig außer Acht gelassen wird, ist ein weiteres Thema. Für mich gilt, dass ich keine Lust habe von Farmsen aus immer quer durch Hamburg zu fahren, um interessanten Sport sehen zu können. Günter Hinsch

Akustik verbessert in Berlin

21. Februar: Akustiker: ,Ändern können wir nichts‘. Ein Konzert mit Jonas Kaufmann löste eine heftige Debatte über die Elbphilharmonie aus. Experte Yasuhisa Toyota reagiert auf die Vorwürfe

Trotz intensiven Nachhakens von Joachim Mischke bleibt eine Frage offen. Toyota verweist permanent auf eine Eingewöhnungsfrist seitens der Künstler und Orchester. Wie aber steht es damit bei ihm selbst? Hat Toyota die in den von ihm nach Hamburg installierten Sälen wie Paris und London ebenfalls die in der Elbphilharmonie erstmals benutzte „Weiße Haut“ aus Gipsfaserplatten angewendet? Wenn ja, wär’s in Ordnung, wenn aber nein, spielt da nicht auch eine womöglich negative Hamburger Erfahrung eine nicht unwesentliche Rolle? Und zur Entschuldigung des Japaners „Ändern können wir nichts“: Wenn, wie zitiert, Lothar Cremer heute behauptet, man habe seinerzeit in der Berliner Philharmonie lediglich die Bühnen-Podien allein zur Selbstdarstellung Karajans umgestellt, so ist dies zwar eine weitere, heitere Karajan-Anekdote, aber er irrt dennoch. Die Akustik in Berlin war in der Tat anfangs ebenso gewöhnungsbedürftig wie die heutige in Hamburg, aber wenn es also nicht der Akustiker war, dann eben doch der geniale Architekt Hans Scharoun. Und der änderte durchaus, indem er nämlich ganz einfach Stoffbahnen unter die Decke hängte. Und da hängen sie heute noch, und alles klingt wunderbar, von jedem Platz aus. Helmut Söring

Kanarische Banane ist besser

23./24. Februar: Gefährlicher Pilz bedroht die Banane. TR4 bedroht die Ernten der beliebten Südfrucht

Ehrlich gesagt, ich weine der Cavendish Banane keine Träne nach. Von meiner Großmutter wurden diese Riesenbananen in den 60er-Jahren „Pferdebananen“ genannt. Ich erinnere mich wehmütig an den wunderbar aromatischen Geschmack der kleinen „Kanarischen“ Bananen die es damals überall gab. Lang, lang ist’s her.

Dörte Lauerbach, Hamburg-Volksdorf

Schulen werden bestreikt

23./24. Februar: Hunderte Schüler bei ,Fridays for Future‘

Man sollte endlich aufhören, die Aktionen als „Schwänzen“ zu bezeichnen. Schwänzen ist unentschuldigtes Fehlen, weil man keinen Bock hat. Bei den „8“ werden die Schulen (und somit der Staat) bestreikt und boykottiert. Dadurch wird dem Staat sein politisches Versagen vor Augen geführt und er wird ins moralische Unrecht gesetzt, da er sich nicht entschieden genug für die Überlebensrechte der nachfolgenden Generationen einsetzt.

Martin Kleinert

Vertrauensbruch der EU

22. Februar: EU nimmt sich Zeit bei Zeitumstellung. Das Ende des Wechsels rückt in weite Ferne. Änderung vermutlich nicht vor 2022

Das ist beispielhaft für die EU. Die Bürger wurden aufgerufen über die Zeitumstellung abzustimmen. Das Ergebnis war eindeutig, aber die EU-Politiker sind nicht in der Lage das umzusetzen. Das motiviert nicht gerade zur EU-Parlamentswahl zu gehen und vertrauen in die EU schafft man damit auch nicht. Thomas Schendel