Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 13. Februar 2019

Zu schmal für Containerschiffe

12. Februar: Schiffsunfall auf Elbe: Polizei verhört Kapitän. Ermittlungen nach Kollision von Containerriese und Hadag-Fähre. Restaurants vorerst geschlossen

Die Elbe ist nicht nur nicht tief genug, sie ist auch zu schmal für die großen Containerschiffe. Außerdem gibt es inzwischen davon auch zu viele. Zwischen der Elbmündung bei Cuxhaven und Helgoland liegen ständig etwa zehn der größten Containerschiffe der Welt auf Reede und warten bei laufenden Maschinen auf Landeplätze. Landstrom wird es dort aber in absehbarer Zeit nicht geben. Ich frage mich, wie viele Haushalte auf Paketdienste mit Waren zur Ansicht und Wiederrücksendung dadurch auf ihre Päckchen warten müssen.

Uwe Huntenburg, Reinbek

Griff in ideologische Mottenkiste

12. Februar: Zitat des Tages. SPD-Vizechef Ralf Stegner auf Twitter über den Protest der wirtschaftsnahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft gegen das neue Sozialkonzept seiner Partei

Heute spricht Stegner vom Klassengegner und morgen wieder vom Klassenfeind? Der Griff in die ideologische Mottenkiste des 19. Jahrhunderts wird die SPD nicht einen Schritt voranbringen. Stegner beweist einmal mehr, wes Geistes Kind er ist und dass seine wesentliche Leistung darin besteht,Twitterkönig der SPD zu sein.

Axel Grigo, Hamburg

Längst überfälliger Artikel

12. Februar: Tierheim – Politik fordert Aufklärung. Grüne verlangen Konsequenzen. CDU will, dass sich der Gesundheitsausschuss mit den Vorwürfen befasst

Vielen Dank für den längst überfälligen Artikel über die Machenschaften im Tierheim Süderstraße. Es wurde wirklich Zeit, dass das Wirken von Frau Gulla endlich aufgedeckt wurde und sie nicht mehr in poggendorfscher Manie Angst und Schrecken im Tierheim verbreiten kann.

Anne Ketzler

Keine Zeit für Banalitäten...

12. Februar: Darum hakt die Sanierung der Stadt. Rechnungshof: Senat hat keinen Überblick über den Zustand von Kaimauern, Radwegen und Spielplätzen

Die Kritik ist nachvollziehbar. Spätestens mit dem ersten Schnee ist das sehr augenscheinlich. Es gibt Grünflächen, Kleingartensiedlungen und sonstige unbebaute Flächen im Eigentum der Stadt, die auch nach monatelangem Schnee- und Eisgang nicht mal mit Sand abgestreut, geschweige denn geräumt werden. Sehr gut zu beobachten in den Jahren, in denen diese Perioden länger anhielten. Aber auch in diesem Winter machten die letzten Reste von Eis und Schnee noch eine Woche nach dem Niederschlag den Gang über die betroffenen Bürgersteige zum lebensgefährlichen Abenteuer. Den Zustand der Radwege in der Hansestadt mag ich gar nicht erst näher beschreiben. Offenbar fühlt sich dort niemand zuständig oder, wie die Kritik des Rechnungshofes vermuten lässt, weiß der Zuständige nichts von selbiger. Aber Hamburg strebt schließlich auch nach Höherem, als dass man sich mit solchen Banalitäten beschäftigen müsste.

Andreas Kaluzny

Wir brauchen Ärzte, keine Statistik

11. Februar: Spahn lässt Folgen von Abtreibungen untersuchen. Gesundheitsministerium bekommt fünf Millionen Euro für wissenschaftliche Studie. Kritik von SPD und Grünen

Mit welcher Berechtigung sollen hier fünf Millionen Euro Steuergelder verschleudert werden? Dieses Geld sollte besser Einrichtungen zu Gute kommen, die sich um junge Frauen mit Kindern kümmern, in Frauenhäuser, in Geburtskliniken. Es gibt so viel Besseres, was man mit fünf Millionen machen kann als es in irgendwelche „Studien“ und Untersuchungen für irgendeine Statistik zu stecken. Meinen Herr Spahn und Herr Hendricks denn eigentlich, dass Frauen aus purem Vergnügen eine Abtreibung vornehmen lassen und danach feiern gehen? Es gibt sicherlich einen guten Grund für einen Schwangerschaftsabbruch, und ich denke diesen Schritt macht sich keine Frau leicht, deshalb ist es so wichtig, dass man als Betroffene weiß, wohin man sich wenden, sich informieren und beraten lassen kann. Dafür braucht es Ärzte und keine Statistik.

Natascha Althoff

Bundeskanzlerin ohne Weitsicht

11. Februar: Traumabewältigung bei der CDU. Im ,Werkstattgespräch‘ will die Partei die eigene Asylpolitik diskutieren

Die beispiellose Flüchtlingsbewegung in 2015 alleine mit den weltpolitischen Entwicklungen zu begründen, greift zu kurz. Ausgelöst wurde diese „Völkerwanderung“ meines Erachtens in erster Linie durch die Kürzung der Lebensmittelhilfe der Vereinten Nationen für die 1,7 Millionen syrischen Flüchtlinge, die bis dahin in den Flüchtlingslagern in den Nachbarländern auf ihre Rückkehr in die Heimat hofften. Und auf die mangelnde Weitsicht von Europa im Allgemeinen und der Bundeskanzlerin im Besonderen. Hätten die europäischen Länder diese Kürzung seinerzeit ausgeglichen, wäre der Grund für den „Treck nach Europa“ weitgehend entfallen und uns die um ein Vielfaches höheren finanziellen Ausgaben erspart geblieben – ganz zu schweigen von den immensen sonstigen Problemen, die mit dieser Asylmigration einhergegangen sind.

Thorsten Thiel, Ahrensburg

Wer austeilt, muss auch einstecken

11. Februar: Der Abtreibungsgegner, der so gerne Ärzte anzeigt. Yannic Hendricks geht juristisch gegen Gynäkologen vor und wehrt sich vor Gericht dagegen, dass sein Name öffentlich genannt wird

Wer austeilt, sollte auch einstecken können, Herr Hendricks. Falls Sie es noch nicht mitbekommen haben sollten, sowas liegt in der Natur der Sache.

Saskia Schneider, Harburg