Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 15. Januar 2019

Kontrolle durch Bundespolizei

14. Januar: Am Dienstag fallen in Hamburg viele Flüge aus. Ganztägiger Warnstreik des Sicherheitspersonals angekündigt

Für die Sicherheit seiner Bürger zu sorgen, ist eines der wichtigsten hoheitlichen Aufgaben des Staates, der dafür die Polizei für die innere Sicherheit und die Bundeswehr für die äußere Sicherheit einsetzt. Dies sollte auch den Flugverkehr einschließen, auch die fliegenden Bürger müssen geschützt werden. So ist die Sicherheitsprüfung an den Flughäfen unumgänglich. Jedoch sollte diese hoheitliche Aufgabe nicht von dem Privatsektor wahrgenommen werden, mit den sich daraus ergebenden Problemen, wie z.B. Streiks. Man sollte diese Arbeit künftig ausschließlich von Beamten der Bundespolizei erledigen lassen. Gewiss, es wird vielleicht vordergründig teurer, aber bedenkt man die volkswirtschaftlichen Schäden, die durch Streiks verursacht werden, würde sich diese Maßnahme bestimmt rechnen. Vielleicht sollte man die Frage gerichtlich klären lassen, ob der Staat derartig sicherheitsrelevante Aufgaben überhaupt auf den Privatsektor übertragen darf. Der Zoll zum Beispiel wird ausschließlich vom Staat betrieben, warum nicht auch die Sicherheitsprüfung auf den Flughäfen? Ist die Sicherheit der Fluggäste weniger wichtig als die Zolleinnahmen?

Heinz E. Foerstner

Peinliche Zuschauer

14. Januar: Zuschauer störten Jonas-Kaufmann-Konzert

Bravo, da haben wir doch der Welt mal wieder gezeigt, dass Hamburg den Titel „Musikstadt“ nicht verdient. Wenn mir die Interpretation eines Mahler-Werkes nicht gefällt, dann fordere ich eben lautstark und pöbelnd mehr Lautstärke vom Künstler. Schließlich habe ich ja bezahlt. Es dauert Monate, Jahre solch ein Werk zu erarbeiten – warum soll ich dann ca. 58 Minuten konzentriert und ruhig zuhören, wenn ich doch auch tuscheln, rascheln, Handynachrichten abfragen und hüsteln kann? Das Verhalten einiger Zuhörer war sehr peinlich und es ist nur der Professionalität von Jonas Kaufmann zu danken, dass das Konzert einigermaßen fortgeführt werden konnte. Es hätte mich nicht gewundert, wenn er die Bühne gleich verlassen hätte. Allen Veranstaltern und Künstlern ist bei Liederabenden und Sologesang die Laeiszhalle zu empfehlen.

Angelika Evers, Hamburg

Wer bezahlt, verdient Respekt

Der „großen Stimme“ von Jonas Kaufmann konnten wir nicht folgen, da diese schlichtweg nicht zu hören war, was für die viel gepriesene Akustik der Elphi eine nicht akzeptable Situation war. Lichtblick und Ohrenschmaus war das hervorragende Orchester. In dem Artikel werden die Zwischenrufe der Zuschauer und der fehlende Respekt vor dem Künstler beklagt. Ich frage Sie nun ernsthaft, was ist mit dem Respekt der Künstler vor dem zahlenden Publikum? Man zahlt einen nicht unerheblichen Preis für Tickets um diesen großartigen Sänger zu hören und stellt während des Konzertes fest, dass dieser, aus welchen Gründen auch immer, schlichtweg nicht zu hören ist. Und es betrifft nicht nur einige, sondern sämtliche Zuschauer, die seitlich oder hinter dem Sänger saßen. Da kann ich den Unmut der Zuschauer nachvollziehen. Was ich allerdings nicht verstehe, warum das Konzertmanagement nicht darauf reagiert und versucht Abhilfe zu schaffen, dies sollte eigentlich ein mit der neuesten Technik ausgestatteten Saal durchaus möglich sein.

Michael Schröder

Der Kapitalismus steht Kopf

12./13. Januar: Stadt der einstürzenden Neubauten

Es hieße wohl, den Kapitalismus auf den Kopf zu stellen, wenn künftig der Verbrauch von „Grauer Energie“ Maßstab für Erhalt oder Abriss und Neubau von Gebäuden werden würde. Schließlich ermöglichen jahrelange Abschreibungen, Betriebsgewinne von an sich anfallender Steuern zu verschonen, während die Neubebauung stets mit Nutzflächenvergrößerung einhergeht, was die Grundstückspreise in die Höhe treibt. Gewerbliche Neubebauung im Citybereich – ein Tummelplatz für Spekulanten. Verklärend formuliert: „Wachsende Stadt Hamburg“, Klima hin oder her.

Ulrich Reppenhagen

Mord, Totschlag und Betrug

12./13. Januar: Wer schaltet den Krimi-und Katastrophenwahn ab?

Es ist wirklich schwierig, um 20.15 Uhr eine anspruchsvolle Unterhaltung zu finden. Statt dessen gibt es ständig Mord, Totschlag und Betrug zu sehen. Die Auswirkungen dieses ständigen Berieselns mit zum Teil Schwerstkriminalität sind noch gar nicht abzusehen. Die Programmverantwortlichen der deutschen Fernsehunterhaltung scheinen wohl nichts anderes mehr zu kennen und meinen, den Zuschauern keine andere Unterhaltung bieten zu müssen. Schade um die gezahlten Gebühren.

Heidemarie Lindner

Danke für die Unterstützung

Ich dachte, ich bin allein auf der Welt mit meinen Fernsehgewohnheiten. Aber nun erfahre ich Unterstützung von Hajo Schumacher, danke.

Rosemarie Pielenz​

Schick, aber unpraktisch

11. Januar: So sehen die neuen Fahrkartenautomaten aus

Der neue Automat mag ja schick aussehen, praktisch ist er bestimmt nicht. Ein überdimensioniertes Display und als „Bückware“ die Bezahl- und Ausgabeeinheiten zwingen die Kundinnen und Kunden in die „Knie“. Das mag ein „Spielzeug“ für junge Leute sein, für Junggebliebene auf keinem Fall. Die Lesefähigkeit mag für Riesen gedacht sein, normal scheint sie mir nicht. Ob das nicht wieder der berühmte Schuss in den Ofen ist? Bedienerfreundlichkeit sieht anders aus.

Heinz-H. Hendrich, Hamburg