Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 22. November 2018

Unverantwortliche Zusage an Nato

21. November: Rekordhaushalt: Wer profitiert am meisten? Die große Koalition entlastet 2019 vor allem Familien

Vielen Dank für den informativen Artikel und die eindrückliche Grafik. Diese zeigt doch Vieles, was Politiker wissen müssten. Das Rentenproblem und die dort hoffentlich hinterlegten Rücklagen für Pensionen der Beamten gehören schnellstens reformiert. Was ebenfalls evident ist: Die Zusagen an die Nato sind unverantwortlich gewesen, wenn vergleichsweise nur Pfennige für Umwelt, Gesundheit und Bildung verwendet werden, die ungleich wichtiger sind.

Thomas Bahr

Neugraben fehlt es an Ärzten

21. November: Mehr Praxen für Brennpunkte: Ärzte gegen Plan der Senatorin

Es ist mir ein Rätsel, warum die Ärzte gegen die Senatorin Sturm laufen. Da kann es doch nur einen Grund geben: Angst um ihre Pfründe. Gerade in den Randbezirken, wie auch hier in Neugraben, fehlt es an Ärzten, und die Praxen sind überlaufen. Somit werden Patienten gezwungen, Ärzte in der Innenstadt aufzusuchen, obwohl sie oft gar nicht dazu in der Lage sind. Ich hoffe, dass die Frau Senatorin das durchzieht und nicht auf das Geschrei der Ärzte hört.

Dieter Craasmann, Hamburg

Kommerz hat Priorität

20. November: Kreuzfahrt ans Ende der Welt

Hurra, wieder ist der Kreuzfahrtbranche etwas Neues eingefallen. Jetzt soll die besonders stark gefährdete Antarktis–Region mit sogenannten Expeditionsschiffen den Menschen näher gebracht werden. Fast täglich liest oder hört man, dass alles getan werden muss, um unser Klima zu schützen. Es ist bekannt, dass die Kreuzfahrtschiffe auch auf freier Strecke sehr umweltschädliche Stoffe in die Atmosphäre blasen. Aber all diese Aufrufe und Bedenken scheinen der Kreuzfahrtbranche und die Touristen nicht zu interessieren. Hier hat nur der Kommerz Priorität und die egoistischen Touristen möchten schnell noch mal die letzten Eisberge sehen, bevor diese verschwinden. Hierfür fehlt mir jedes Verständnis. Armes Klima.

Gisela Rohwer

Lasst die Natur in Ruhe

Kann man die Natur wenigstens in solch entlegenen Gegenden nicht mal in Ruhe lassen? Die Natur kommt wesentlich besser ohne uns Menschen aus.

Christiane Röhling, Hamburg

Touristen ohne Einsicht

Die Kreuzfahrer richten jetzt schon in den Häfen, die sie anlaufen, durch ihre Abgase und durch den übermäßigen Touristenstrom immense Schäden an. Die betroffenen Städte wie Venedig versuchen verzweifelt, ihre Städte zu schützen. Aber Einsicht bei den Verursachern (in der Kreuzfahrtbranche aus reiner Profitgier und bei den Touristen aus Gleichgültigkeit und Dummheit) ist ja wohl nicht zu erwarten.

Ursula Wenzel, Elmenhorst

Sinnlose Anfragen an den Senat

20. November: Straßenbau: CDU wirft Senat Trickserei vor

Heute wirft die CDU dem Senat vor, nicht alle Straßenausbaumittel abzurufen. Morgen wirft die CDU in Person von Herrn Thering dem Senat vor, Hamburg mit seinen ganzen Baumaßnahmen zur Staustadt Nummer eins in Deutschland zu machen. Mit sinnlosen schriftlichen Kleinen Anfragen an den Senat, z.B. zum Lamellenbruch auf der A 7, werden von der CDU diverse Behörden von ihren eigentlichen Aufgaben abgehalten. Größter Vorwurf der CDU an den Senat: mangelnde Baustellenkoordination. Mein Vorschlag: Der selbsternannte Verkehrsexperte wird Chef der Koordinierungsstelle und kann dort beweisen, dass er es besser kann als die Experten.

Jürgen Hanke, Norderstedt

Ein Machtwort vom Bürgermeister

Da stolpert man als älterer Fußgänger über marode Gehwege, die von der Behörde lediglich als „nicht optimal“ bezeichnet werden, und das Geld zur Sanierung wäre da. Als Radler auf den lokalen Radwegen wünscht man sich ein Mountainbike, weil die Zuständigen sie immer weiter verkommen lassen. Natürlich sind die Bezirksämter überlastet, sie müssen ja auch die vom Senat gewünschten Velorouten für eine Hand voll Schönwetterradler planen. Für die Bedürfnisse der überwiegenden Mehrzahl der Bürger ist dann natürlich keine Zeit. Was ist das überhaupt für ein Senat, dessen Verkehrspolitik einseitig vom kleinen grünen Juniorpartner beherrscht wird? Kann Herr Tschentscher nicht mal ein Machtwort sprechen?

Dr. Gunter und Ilse Alfke, Hamburg

Der Fan braucht keine Interviews

19. November: Sparkurs bei Sky trifft auch den FC St. Pauli

Die Meinung von Geschäftsführer Andreas Rettig verstehe ich nicht. Ich glaube nicht, dass der Fan Interviews vor der Sponsorenwand, die meistens erschreckend nichtssagend sind, braucht oder Expertengespräche über nicht rechtzeitig erkannte freie Räume. Ich freue mich darüber, dass es endlich einen Sender gibt, der einfach nur die Spiele überträgt. Keine Interviews vorher und nachher, keine Analysen, keine nichtssagenden Statements, keine blassen Antworten von Spielern auf unintelligente Reporterfragen. Traumhaft. Einfach nur ein Fußballspiel. Wenn dann der Reporter auch noch sachkundig kommentiert und die Spieler nennt, die gerade am Ball sind, wäre es wunderbar. Dazu braucht er nicht im Stadion zu sein. Hoffentlich müssen ARD und ZDF auch sparen, so dass sie nicht mehr mit einem Spielkommentator, drei Spielfeldrandreportern, einem Moderator und Experten auflaufen müssen. Mir geht die Fußballberichterstattung der etablierten Sender mittlerweile so auf den Senkel, dass ich den Fernsehton abdrehe und die Liveübertragung im Radio dazu höre.

Hellmut Dürr, Hamburg

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