Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 17. November 2018

Das sind Korinthenkacker

16. November: Bahn kassiert Strafe – für ein Fahrrad auf dem Bahnsteig. Keine Kulanz: Michael Brems war um 8.59 Uhr dort – eine Minute später wäre es erlaubt gewesen

Wenn dat nich so trurig weer, kunn man dor över lachen. Un wat seggt de Plattdüütsche: Das sünd Korinthenkacker.

Beste Gröten vun Silke Frakstein

Kleinkarierte Reaktion

Die S-Bahn reagiert arg kleinkariert. Ich hoffe, dass den Vorgesetzten die Schamesröte ins Gesicht steigt, wenn sie den Artikel gelesen haben und die Sachbearbeiterentscheidung zum Wohl des Kunden rückgängig gemacht wird.

Peter Schulze

Vor 9 Uhr an der Bushaltestelle...

Die Ansicht des HVV ist kleinlich und hinsichtlich der rechtlichen Auslegung fragwürdig. Die Beförderung beginnt erst mit dem Betreten des Fahrzeugs – ich darf ja auch schon vor 9 Uhr an der Bushaltestelle stehen. Das sollte mal verbindlich geklärt werden.

Ewald Hauck, Hamburg

Wir sind mehrfach „bestraft“

15. November: Zahlen Kinderlose zu wenig? Gesundheitsminister Jens Spahn fordert unterschiedlich hohe Beiträge für Pflege und Rente

Wir sind ungewollt kinderlos aus medizinischen Gründen. Als wir uns entschlossen hatten, bis zu zwei Kinder zu adoptieren, waren wir zu alt dafür, wir waren kaum älter als 35 Jahre. Das ist schon ziemlich lange her, wir haben uns damit abgefunden und jeder ist verstärkt seinem Beruf nachgegangen. Bis dann Herr Schröder und andere prominente Personen noch mit 60 Jahren Kinder adoptieren durften. Wissen Sie, wie sich das anfühlt? Und dann kam da noch der Zusatzbeitrag zur Pflegeversicherung. Wir sind also schon mehrfach „bestraft“ worden und jetzt vielleicht in Zukunft noch einmal? Vielen Dank dafür.

Ingrid Boden

Arbeitsplätze aufs Spiel gesetzt

15. November: Autoindustrie schwächt deutsche Wirtschaft. Bruttoinlandsprodukt schrumpft erstmals seit Anfang 2015

Wer das vorsichtige Agieren der Regierung und den Verzicht auf Strafzahlungen und vollständigen Schadenersatz amerikanischen Ausmaßes nach den kriminellen Abgaswertemanipulationen von Automobilkonzernen unter diesem Aspekt analysiert, mag darin durchaus ein weitsichtiges Motiv erkennen. Was nützt uns allen die Schwächung unserer Wirtschaftslokomotive, die noch immer auch im Ausland bewundert wird, wenn dafür Tausende von Arbeitsplätzen und unser Wohlstand aufs Spiel gesetzt werden! Jeder muss wissen: Längst sind wir umringt von Konzernen „too big to fail“, national und international.

Uwe-Carsten Edeler, Hamburg

Keine Mittel ausschließen

14. November: Wenn mit dem Klimawandel die Elefanten ins Dorf kommen

Der Artikel zeigt deutlich, wie dringend wir etwas unternehmen müssen, um die Klimaerwärmung zu stoppen. Wir sind als Bewohner der Industriestaaten besonders gefordert. Was können wir tun? Ich denke, als erstes könnten wir unsere Vorbehalte gegen einzelne Maßnahmen zur Minderung des Klimawandels, welche die Wissenschaft als wichtig ansieht, überpüfen. Dazu gehört die Abtrennung von CO2 aus den Abgasen der Kraftwerke und seine unteridrische Speicherung genauso wie die Nutzung der Kernenergie. Wenn wir im Kampf gegen die Klimaerwärmung erfolgreich sein wollen, dürfen wir keine Mittel ausschließen.

Christoph Barthe, Hamburg​

Unsere Politiker regen sich nicht

„Prof. Dr. Michael Schnegg zeigt in seinem Artikel auf, dass der Klimawandel bereits dabei ist die Lebensbedingungen für Menschen und Tiere drastisch zu beeinflussen. Um die Lebensbedingungen in Afrika nicht noch weiter zu verschlechtern, ist ein Umdenken in Fragen des Klimaschutzes notwendig. Die Errichtung von Naturschutzgebieten zum Artenschutz u. a. von Elefanten ist löblich, jedoch ist sie alleine keine langfristige Maßnahme zur Verbesserung der Lebensbedingung von Mensch und Tier. Durch das immer weitersinkende Grundwasser wird es langfristig zum Artensterben und voranschreitender Verarmung der Bevölkerung kommen. Die Schweiz, Frankreich und Großbritannien treten dem Klimawandel mit der CO2-Abgabe bereits entgegen, während unsere Politiker sich immer noch nicht regen.

Judith Kalweit

Ein Riesenverlust für die Stadt

13. November: Aus für Hamburgs schönste Elbbrücke? Wahrzeichen der Stadt droht der Abriss

Es ist nicht zu verstehen, wie wenig Achtung und Respekt die Stadt Hamburg vor ihren Denkmälern hat. Wieder einmal droht ein Abriss, diesmal geht es um die Freihafenelbbrücke, die fast 100 Jahre alt und ein wunderschönes Denkmal ist. Ich nehme häufig an geführten Stadtrundgängen teil und es erschrickt mich jedesmal, wie viele Denkmäler bereits der Abrissbirne zum Opfer fielen. Es ist egal, ob Bürger protestieren, renommierte Architekten wie Volkwin Marg oder das Denkmalschutzamt, die „Freie und Abrissstadt Hamburg“ hat in den letzten Jahrzehnten nichts dazu gelernt. Es tut mir so unendlich leid, denn jedes abgerissene Denkmal ist ein Riesenverlust für die Stadt, die nach und nach ihr Gesicht verliert, das sie nach dem Krieg so wunderbar wieder aufbaute.

Karin Schramm

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