Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 12. November 2018

Zufall oder Absicht?

9. November: Kindergeld-Betrug – Jetzt greift der Staat durch

Guten Tag, war die Gegenüberstellung beider Artikel Zufall oder Absicht? Auf jeden Fall danke dafür, dass Sie dadurch darauf aufmerksam machten, welch Missbrauch von Kindergeld durch EU-Bürger geduldet und andererseits deutschen Hartz-IV-Empfängern Kindergeld verweigert wird.

Bernd Rachold, Hamburg

Das möchte ich mir nicht vorstellen

Es wird höchste Zeit, dass gegen diese Sozialgeld-Schmarotzer vorgegangen wird. Aufgrund der Überlastung und der dünnen Personaldecke beim Zoll kann man nur hoffen, dass den markigen Sprüchen von Herrn Scholz auch Taten folgen. Wenn der Sozialbetrug nämlich in dem heutigen Ausmaß weitergeht wird die AfD bald stärkste Partei in Deutschland und das möchte ich mir nicht vorstellen.

Helmut Jung, Hamburg

Wir haben auch keine Lösung

9. November: An der Grenze der Belastbarkeit

Auch ich gehöre zu den 2,5 Mio Menschen, die ihren Ehemann (92 Jahre, Pflegegrad 3) zu Hause betreuen. Eine Inanspruchnahme der Hilfe zum Haushalt scheiterte an der terminlichen Unzuverlässigkeit. Was nützt mir auch eine Haushaltshilfe, die Staub wischt aber beim Fensterputzen oder Gardinen aufhängen aus versicherungstechnischen Gründen nicht helfen darf. Was nützt mir eine Tagesbetreuung, wenn der Partner nicht dorthin möchte. All das führt dazu, dass wir immer mehr fremden Leuten unser privates Umfeld zugänglich machen müssen z. B. Fußpflege, Friseur etc. oft mit wechselnden Personen. So etwas ist oft keine Ent-, sondern Belastung. Um all das zu organisieren, braucht man Bürostunden. Natürlich bleiben gesellschaftliche Teilhabe und soziales Umfeld auf der Strecke. Leider haben wir für diese Probleme auch keine passable Lösung, sind aber froh, dass es Pflegedienste gibt und die Politiker aktiv werden.

Erica Klöhn

(K)eine Einigung bei Dieselskandal

9. November: Auto-Hersteller zahlen für Diesel-Nachrüstungen

Schön, dass sich Bundesverkehrsminister Scheuer und die Automobilindustrie geeinigt haben. Das Ministerium, das durch Untätigkeit und Milde gegenüber den Verursachern der schlechten Luft für immer mehr Fahrverbote sorgt, und die Automobilindustrie, die durch gesetzeswidrige Manipulationen für den Skandal verantwortlich ist, dessen Ende anscheinend noch nicht absehbar ist, saßen zusammen und bestimmten eine Untätigkeit für weitere zwei Jahre. Beide verdienen kräftig an ihrer Einigung: Die einen durch die Automobilsteuer, die anderen dadurch, dass sie neue Autos verkaufen, anstatt dem Mangel abzuhelfen. Wenn in eventuell zwei Jahren ein von der Automobilindustrie (warum müssen die eigentlich einem System zustimmen und nicht die zuständigen Behörden und Ministerien?) akzeptiertes Abgassystem zur Verfügung steht, übersteigt der Wert des Abgassystems den Zeitwert vieler Fahrzeuge. Angesichts dieser „Einigung“ dürfte vielleicht erlaubt sein zu fragen, wem Bundesverkehrsminister Scheuer sich eigentlich mehr verpflichtet fühlt: Der Automobilindustrie, die trotz des Skandals Gewinne scheffelt, oder den Menschen, die unter immer mehr Fahrverboten und der schlechten Luft in den Städten leiden? Neue Autos werden im Jahresrhythmus entwickelt und zugelassen, warum nicht Abgassysteme zum Nachrüsten?

Rüdiger Ramm

Schutzvorschriften eingehalten?

7. November: Kind stirbt an Stromschlag – Prozess

Um Berührungsspannungen wie beim vorliegendem Unfall vorzubeugen, sind Fehlerstromschutzschalter (FI-Schalter) Vorschrift. Diese schalten die Anlage stromlos, wenn ein Fehlerstrom von 30 oder 50 Milliampere je nach Typ fließt. Es stellt sich mir die Frage, ob in dem Geschäft die Schutzvorschriften bei der Elektroinstallation eingehalten wurden.

Bernhard Weimann

Spricht nicht gerade für Hamburg

3./4. November: Der Hamburger, der den Kaiser stürzte

Vielen Dank für Ihren interessanten Artikel über Lothar Popp. Dass nach diesem interessanten Mann noch keine Straße oder Platz in Hamburg benannt ist, spricht nicht gerade für Hamburg.

Matthias Beck

In China ist es möglich

7. November: Neuer Bahnsteig für den Hauptbahnhof

Mit Freude habe ich vor einigen Tagen im Hamburger Abendblatt gelesen, dass der Hamburger Hauptbahnhof modernisiert werden soll. Ich gehe davon aus, dass dann die Koffer/Gepäck ohne Stufen in einer Ebene vom Bahnsteig in den Waggon gerollt werden können, ohne hohe Stufen überwinden zu müssen. Was in China und anderen Ländern möglich ist, wird doch die deutsche Ingenieurskunst nicht überfordern.

Klaus Blumenthal, Hamburg

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