Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 27. August 2018

Großartige Idee

25./26. August: Großes Bündnis: Udo Lin­den­berg soll Hamburger Eh­ren­bür­ger werden

Udo Lindenberg wäre ein großartiger Ehrenbürger. Ich wüsste keinen Besseren. Wenn es aber eine Frau sein soll: auf jeden Fall Jil Sander.Trotz ihrer Bescheidenheit ist sie die großartigste weibliche Person, die wir haben. Ich fände es gut, wenn beide Ehrenbürger würden. Notfalls kann man die nächste Verleihung ausfallen lassen.

Dr. Heidi Peters, per E-Mail

Eine gute Wahl

Eine sehr gute Wahl. Nun soll aber Udo Lindenberg so lange warten, bis die Damen und Herren Politiker eine Frau gefunden haben, die es verdient hat, Ehrenbürger der Stadt Hamburg zu werden. Bravo! Auch gut, aber bitte dann jetzt. Und wenn es zurzeit keine „passende“ Frau gibt, dann sollte man doch bitte Herrn Lindenberg auszeichnen.

Gerd Schmidtke, per E-Mail

Warum Udo?

Tut mir leid, ich kann nicht nachvollziehen, weshalb Udo Ehrenbürger der Stadt werden soll (ich war allerdings auch noch nie ein Udo-Fan). Wenn es aber unbedingt so sein soll und unbedingt vorher eine Frau dran sein soll, dann schlage ich Nena vor.

Reinhold Lehmann, Hamburg

Ausschluss der Autofahrer

25./26. August: Alter Elbtunnel soll autofrei werden. SPD und Grüne wollen das denk­mal­ge­schützte Bauwerk für den mo­to­ri­sier­ten Verkehr sperren

Seit hundert Jahren fahren Autos, Motorräder und Fahrradfahrer durch den alten Elbtunnel. Mein Vater ist als Hafenarbeiter über 30 Jahre täglich mit seinem Moped und später mit seinem Käfer durch den Tunnel gefahren. Seit Jahren fahre ich mit meinen auswärtigen Gästen durch den Elbtunnel um ihnen diese wunderbare Sehenswürdigkeit unserer Stadt zu zeigen, dann geht es weiter zu den alten Schuppen und zur Köhlbrandbrücke, Finkenwerder/Altes Land und zurück durch den neuen Elbtunnel. Und nun kommt Herr Tjarks daher und sagt : „Für den Autoverkehr hat der Tunnel seine Funktion verloren“? Es sind ja nur wieder die Autofahrer (einzig zahlenden Benutzer) des Tunnels, die man gerne ausschließen möchte.

Gerd Schmidtke, per E-Mail

Fahrgastwünsche werden ignoriert

23. August: Gericht stoppt Hamburgs neuen Fernbahnhof

Das Vorhaben, den Fernbahnhof aus der Mitte Altonas in die Walachei zum Diebsteich zu verlegen, war von vornherein eine Schnapsidee, die nur den internen Interessen der Bahn dient, aber um so weniger den Bedürfnissen der Fahrgäste und Hamburger. Da kann man nur hoffen, dass die Gerichtsentscheidung auf Dauer bestand haben wird. Der einzige ebenerdige Fernbahnhof Hamburgs muss dort bleiben, wo er ist, nämlich mitten in Altona, wo sich bereits ein ZOB befindet, während am Diebsteich erstmal eine Infrastruktur geschaffen werden müsste. Viel Aufwand für nichts und wieder nichts.

Herbert Helmers, per E-Mail

Autoreisezüge entlasten Straßen

23. August: Barkassenreeder protestieren gegen die Stadt

Es ist nicht zu glauben, dass die Bahn bisher keinerlei Planungen für die Autoreisezug-Verladung gemacht hat. Da die bisherige Verladung in Altona mit der Bahnhofsverlegung nach Diebsteich endet, weiß man doch, dass hierfür ein Ersatz geschaffen werden muss. Erst hat die Deutsche Bahn ihre eigenen Autoreisezüge verrotten lassen und nun will sie den anderen Anbietern keine Möglichkeit geben, ihre Züge zu be- und entladen. Wir fahren schon seit vielen Jahren mit den Autoreisezügen und entlasten damit die Deutschen Fernstraßen. In Wien hat man übrigens nicht weit vom Hauptbahnhof eine extra Verladestation für Autozüge geschaffen, mit hervorragenden An- und Abfahrten. Der Service der Österreichischen Bundesbahnen ist zudem um Einiges freundlicher, als früher bei der Deutschen Bahn.

Hans Peter Harder, per E-Mail

Gängige Praxis

23. August: Die Stones und die Spitzenbeamtin. Wegen der Frei­kar­ten für das Konzert im Stadtpark ermittelt nun die Staats­an­walt­schaft gegen Yvonne Nische, die de­si­gnierte Be­zirks­che­fin

Die Annahme und Weitergabe von Freikarten ist von jeher gängige Praxis bei Veranstaltungen jeglicher Art. Ob Fußballspiele im Volksparkstadion, Konzerte in der Elbphilharmonie, Theaterbesuche oder Konzerte im Stadtpark, jeder Veranstalter verfügt über ein Kontingent von Freikarten, über die er frei verfügen und verteilen kann, ohne dass bisher eine Unzulässigkeit erkannt oder geahndet wurde. Viele Personen des öffentlichen Lebens, der Politik, Verwaltung und Wirtschaft haben von der Möglichkeit des freien Eintritts zu diesen Veranstaltungen Gebrauch gemacht, ohne dass das jemals beanstandet wurde. Bei der Spitzenbeamtin Frau Yvonne Nische muss von irgendeiner Seite Interesse bestehen, sie persönlich oder das Amt zu schädigen. Eine andere Möglichkeit ist für diese Chuzpe unerklärbar.

Jürgen Stauff , per E-Mail

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