Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 15. August 2018

Langes Warten auf Pflegegeld

14. August: DAK will jede fünfte Stelle in der Hamburger Zentrale streichen. Rund 250 Mitarbeiter könnten ihren Job verlieren

Seit über 60 Jahren bin ich Mitglied der DAK. Leider ist durch den Stellenabbau in den letzten Jahren der persönliche Kontakt zur Krankenkasse fast unmöglich. Um eine Auflistung des Pflegegeldes für meine Frau und mich zu bekommen telefonierte ich drei Wochen immer wieder mit einer anderen Mitarbeiterin. Und jede wunderte sich, dass noch nichts geschehen war. Erst als ich (89) ein Telefonat mit dem Pflege-Stützpunkt hatte, und diese mir einen Brief, angereichert mit Paragrafen zum Thema vorbereite, konnten wir diesen an die DAK senden. Danach wurde uns eine „Leistungsübersicht Entlastungs-Beitrag 2018“ für Pflegegrad 1 für beide zugeschickt. Seit Mai ist bei meiner Frau, rückwirkend zum 1. November 2017, der Pflegegrad 2 anerkannt. Seit Mai versuche ich, als Pfleger meiner Frau, die aufgelaufenen Pflegegelder aufs Bankkonto zu bekommen. Jetzt endlich vor einer Woche kam für sieben Wochen das Pflegegeld. Für Juni, Juli, August kam noch nichts von der DAK. Auch hier bitten wir schon seit längerem um eine Auflistung des Pflegegeldes für meine Frau. Aber bisher keine Antwort.

Ewald Bergeest, Reinbek

Das ist kein Einzelfall

14. August: 14-Jäh­rige ver­ge­wal­tigt: Mann hätte ab­ge­scho­ben werden sollen

Das ist ja leider kein Einzelfall. Viele, die der Polizei gut bekannt sind und nicht gerade kleine Delikte begangen haben, bekommen trotz ihrer Taten höchstens eine Bewährungsstrafe und freuen sich, hier kostenlos leben zu können. Andere Bürger, die sich hier schon integriert haben, einer Arbeit nachgehen, deren Kinder in der Lehre sind, oder sogar ihr Abitur machen, werden in einer Nacht- und Nebelaktion aus den Betten geholt, zum Flughafen gefahren und abgeschoben. Irgendwie stimmt da doch was nicht. Warum können Bürger, egal woher sie kommen, die sich hier integriert haben, arbeiten gehen, die Sprache gelernt haben und sich nichts zu schulden kommen lassen, nicht hierbleiben? Straffällig gewordene Menschen hingegen gehen von einem Prozess zum anderen, werden nicht abgeschoben und kosten noch Steuergelder. Wer soll das noch verstehen und wo ist da die Gerechtigkeit?

Helga Diezel, per E-Mail

Hamburger Behörden: aufwachen!

Durch für den normal denkenden Bürger unverständliche Urteile, fahrlässige Organisationsmängel und lähmende Bürokratie schafft sich dieser Rechtsstaat und unsere westliche Lebensform langsam selbst ab. Wann wachen die Hamburger Behörden endlich auf?

Dr. Bernd Hildebrand, per E-Mail

Das Recht auf Asyl verwirkt

Es sind Fälle wie der von Mansor S., die immer wieder Zweifel am deutschen Rechtssystem und dem Umgang der Behörden mit straffällig gewordenen Flüchtlingen aufkommen lassen. Weshalb darf sich dieser mehrfach straffällig gewordene Kriminelle überhaupt noch in Deutschland aufhalten? Sein Recht auf Asyl hat er bereits mehrfach verwirkt. Und eine Abschiebung in seine unsichere Heimat Afghanistan sollte auch kein Problem sein, denn dieser Mensch stellt auch hier eine Bedrohung für die Bevölkerung dar. Aber solange unsere Gesetze so gefasst sind, dass es einen unglaublichen Spielraum für deren Auslegung gibt, wird es auch in Zukunft diese Fälle von Asylmissbrauch geben und die Wählerschaft der AfD wird weiter ansteigen.

Martin Wucherpfennig, per E-Mail

Energiefresser Laubbläser

13. August: Auch Ha­lo­gen­lam­pen werden nun verboten. Nach dem Aus für die Glühbirnen verbannt die EU weitere ineffiziente Leuchtmittel aus den Regalen

Während ich im Abendblatt lese, dass ich künftig meine augenschonenden 20-Watt-Halogenlampen nicht mehr benutzen darf, pustet mein Nachbar sein Grundstück mit einem 2000-Watt-Laubbläser staubfrei. Der andere Nachbar ist mit seinem 250PS SUV unterwegs, um Energiesparlampen einzukaufen. Was soll das? Bei der nächsten Wahl werde ich eine Partei wählen, die diesen Blödsinn rückgängig macht.

Rainer Seekamp, per E-Mail

Ungerechtes Sozialsystem

11./12. August: Kin­der­geld: Tschent­scher fordert neue Re­ge­lun­gen

Da sind doch tatsächlich deutsche Steuergelder als Kindergeld nach Bulgarien und Rumänien geflossen, und zwar zuviel. Welch ein Skandal. Müssen wir doch in erster Linie dafür Sorge tragen, dass in der bundesdeutschen Familienkasse stets genügend Kindergeld für unsere landeseigenen Spitzenverdiener mit teils üppig bezahlten Nebentätigkeiten vorrätig ist. Und unsere aufgeschreckten politischen Spitzenverdiener wollen auch deshalb umgehend weder Verwaltungsaufwand noch Kosten scheuen, um zu verhindern, dass die kleinen Rumänen und Bulgaren ein zu großes Stück vom Kindergeldkuchen abbekommen. Fazit: Arme Kinder dürfen aufgrund ihrer realen Lebensverhältnisse auf keinen Fall vom deutschen Kindergeld profitieren, deutsche Millionärskinder schon. Was für eine Art von Sozialsystem vertreten wir da eigentlich?

Margret Paech, Ammersbek

Großartig, vielen Dank!

11./12. August: Fuß­ball­deutsch für Anfänger

Das war der beste und lustigste Artikel über Fußballbegriffe, den ich je gelesen habe. Mit sehr viel hintergründigem Witz und viel Charme hat Herr Kummereincke 23-mal den Nagel auf den Kopf getroffen. Schade, dass es für solche humoristischen Recherchen nicht auch einen Pulitzer ähnlichen Preis gibt. Er hätte ihn verdient. Ich habe Tränen gelacht, vor allem bei dem Begriff „Pfosten“. Großartig, vielen Dank!

Helmut Lohding, Hamburg

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