Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 30. Juli 2018

Angebote und Unterstützung

27. Juli: Die Müt­ter-Be­ra­te­rin­nen. Drei Hamburgerinnen wollen Frauen mit Kindern helfen. Denn die hätten es heute oft schwerer als frühere Generationen

Mich wundert es, dass Frau Dohmen auf der Suche nach Beratung und Unterstützung nicht auf den Deutschen Kinderschutzbund gestoßen ist, der im Netz seine vielseitigen Angebote für Mütter, Väter und Familien aufzeigt. Hier finden Sie nicht nur kompetente Beratung und Unterstützung durch ausgebildete und erfahrene Mitarbeiterinnen, sondern auch das kostenlose und anonyme Angebot des Elterntelefons. An fünf Tagen pro Woche können Sie dort anrufen, wenn Sie Entlastung suchen oder mit Unterstützung der Beraterinnen Lösungsstrategien für schwierige Situationen innerhalb der Familie entwickeln möchten. Auf dem Hamburger Familientag am 25. August von 11 bis 18 Uhr wird der Deutsche Kinderschutzbund mit Ständen vertreten sein, an denen Sie sich u. a. über das Elterntelefon, Frühe Hilfen und das Projekt: „Starke Eltern – starke Kinder“ informieren können.

Sonja Klemm, ehrenamtliche Beraterin am
Elterntelefon, Hamburg

Den Kopf schütteln über Ignoranz

26. Juli: Edeka lasert jetzt Kiwis und Gurken

Ich finde auch, dass viele Dinge erst gar nicht in Plastik, teilweise sogar doppelt, verpackt werden müssen. Die Kennzeichnung mit dem Laser, soweit möglich, gefällt mir. Bei der Umfrage haben 17 Prozent dagegengestimmt. Da frage ich mich doch, ob das die Leute sind, die ihren Plastikmüll vielleicht auch einfach in die Gegend werfen bzw. sich gar keine Gedanken über die Plastikverunreinigung der Meere machen. Da kann man nur den Kopf schütteln bei so viel Ignoranz.

Danica Hubrich, per E-Mail

Cool sein bei der Polizei ...

24. Juli: Wirbt die Polizei zu mar­tia­lisch?

Ich finde längst nicht alles an und in meiner „Firma“ gut, aber diese Werbekampagne ist gelungen. Das Foto ist zielsicher: „Einer schießt, Einer funkt“ – dieser Spruch ist schon uralt und immer noch aktuell. Der etwas fantasievollere und freiere Kritiker erkennt sofort, dass das dahinterstehende Einsatzkonzept im Team mit klarer Aufgabenteilung nicht nur in kritischen Situationen das einzig vernünftige ist. Die Kollegin telefoniert auch nicht, während der Mann sie „beschützt“. Sie koordiniert möglicherweise über Funk diesen Einsatz, gibt und bekommt Lagemeldungen, weist andere Kollegen ein, erhält Infos usw. Aus der jeweiligen Situation entstanden könnte es auch genau andersherum sein, die Qualifikation haben beide. Auch die weiteren Bilder zeigen zwar nicht alltägliche, aber typische Einsätze bei der Polizei. Und mal ehrlich: Wer möchte seinen Freund und Helfer bei einer seiner hauptsächlichen Tätigkeiten sehen – das Sitzen am Computer. Jede andere Firma würde bei der Personalsuche z. B. ihre Ingenieure auch nicht im Büro, sondern eher auf der Öl-Plattform zeigen. Es muss nun mal im ersten Augenblick Aufmerksamkeit und Interesse geweckt werden für die sehr vielen Möglichkeiten bei der Polizei – eben cool sein. Spätestens beim näheren Betrachten des Berufs erkennt auch der ggf. so angelockte Rambo, dass meistens eben nicht geschossen wird. Bleibt die Frage: Wie sollte man denn das Berufsbild von ewig nörgelnden Politikern richtig in Szene setzen?

Holger Schütz, KHK a.D., per E-Mail

Europa: Ziel der Migrationsströme

23. Juli: Das dreckige Kalkül

Egal, wie man es dreht und wendet: Die Zahl der Migranten (nicht Flüchtlinge) von Afrika nach Europa wird in den nächsten Jahren so weitergehen bzw. zunehmen. Die Ursachen sind vor allem die Überbevölkerung, bedingt durch mangelnde Geburtenkontrolle, die dazu führt, dass Afrika in ca. 30 Jahren von jetzt mehr als 1,2 Mrd. auf 2,5 Mrd. Bewohner anwächst. Da aber das wirtschaftliche Wachstum mit dem Bevölkerungswachstum vorhersagbar nicht entsprechend ansteigen wird, tickt hier eine Zeitbombe. Ein weiterer Grund für Fluchtursachen, die trotz der häufig von Politikern angekündigten wirtschaftlichen Hilfe für Afrika bestehen bleiben, liegt in der Unfähigkeit der meisten afrikanischen Führer, ihre Länder vernünftig zu regieren und damit wirtschaftliches Wachstum zu generieren. Europa wird daher gegenwärtig – und in Zukunft noch stärker – Ziel der Migrationsströme bleiben, wenn nichts dagegen unternommen wird. Letzten Endes gilt der Satz von Peter Scholl-Latour: „Wer halb Kalkutta aufnimmt, hilft nicht etwa Kalkutta, sondern wird selbst zu Kalkutta!“

Ernst Mutz, per E-Mail

Bürgernähe sieht anders aus

27. Juli: Rot-Grün gibt eine Milliarde mehr aus

Die Behörden können mit den Mehrausgaben dem Bevölkerungswachstum Rechnung tragen. Der Finanzsenator ist aber auch für die Bezirke zuständig. Die Mehrbelastungen durch das Bevölkerungswachstum tragen auch die Bezirke.

Leider werden die Bezirke in der Auflistung nicht erwähnt, also gehen sie sicherlich wieder einmal leer aus oder es werden Mittel gekürzt. Die Bezirke sind dem Senat nicht mehr wichtig, da der Senat durch Weisungen die Bezirke zu mehr Leistungen auffordern kann. Bürgernähe sieht anders aus.

Jörn Weiske, Hamburg

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