Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 24. Juli 2018

Wer braucht so etwas?

23. Juli: Vom Flughafen zum Jung­fern­stieg – drei Minuten, 35 Euro

Was soll das und wer braucht so etwas? Schnell zum Flughafen geht es ohne Stau vom Jungfernstieg mit der S 1. Wozu ein Lufttaxi, denn das Gepäck wird nach geschickt? Was kommt als nächste Idee? Wie wäre es mit einer Rohrpostleitung, da kann man gleich alles zusammen schicken. Oder eine Seilbahn, dann können sich die Fluggäste Hamburg und die Alster in Ruhe von oben ansehen?

Dr. Jürgen Koch, Holm

Shoppingstadt oder Eventlocation

23. Juli: Mön­cke­berg­straße muss at­trak­ti­ver werden

Die Shopping-Stadt Hamburg besteht zum Glück nicht nur aus der Mönckebergstraße. Jungfernstieg und Neuer Wall, Gänsemarkt und Dammtorstraße sind attraktiver geworden. Großer Burstah, Die Stadthöfe und der Alte Wall kommen demnächst hinzu. Hier ist längst noch nicht alles vermietet, man kann nur hoffen, dass es passiert. Dann dürfte die HafenCity es mit dem neuen riesigen Einkaufszentrum schwer haben. Wer fährt von wo aus dorthin? Wer möchte dort gern Einzelhandel betreiben? Das Schwierigste aber, egal wo: Wie bekommt man einen attraktiven Branchenmix hin? Ich arbeite in einem Fachgeschäft für hochwertige Fotokameras, so etwas findet man eigentlich nur noch selten. Wenn ich aber sehe, was einem für Steine in den Weg gelegt werden, wenn man beabsichtigt, sich an seinem Standort zu vergrößern und länger zu bleiben, so ist es nicht verwunderlich, wenn die Stadt von der Shoppingstadt zur Eventlocation mutiert. Essen und gucken was die anderen so gucken, einkaufen kann man auch jederzeit mit dem Smartphone von überall aus.

Bernd Nasner, per E-Mail

Entspanntes Einkaufen – wo?

Ich bin Pendler und war früher mindestens einmal pro Woche nach der Arbeit in der Hamburger Innenstadt shoppen. Man konnte dort ab 18 Uhr nämlich prima kostenfrei parken. Mittlerweile muss man für zehn Minuten 50 Cent bezahlen. Entspanntes Einkaufen sieht anders aus. Wenn man überall Parkplätze beseitigt oder sehr teuer macht, dann sollte man sich auch nicht über die entsprechenden Auswirkungen wundern.

Gero Gebhardt, per E-Mail

Einseitiger Sichtkontakt

19. Juli: Handys weg! Warum Eltern auf ihre Kinder gucken sollten – und nicht aufs Smartphone

Dem Leserbrief von Frau E. Aufdembrinke vom 23.7. kann ich nicht ganz zustimmen. Auch wenn die Kleinen Sichtkontakt zur Mutter oder zum Vater haben, ist es häufig nur einseitig. Die Kinder sehen nur die Rückseite des Handys, da die Eltern telefonieren, Mails checken o. ä. Sie, die Kinder, werden ganz selten mal angesprochen und dann schnell wieder sich selbst überlassen. Die Augen der Kinder betteln förmlich um Ansprache und es tut mir immer sehr weh, wenn ich diese Hilflosigkeit der Kleinen sehe, die fast das Sprechen verlernen bzw. gar nicht lernen. Ganz egal, ob beim Schieben auf dem Bürgersteig oder Sitzen vorm Café – das Handy ist die „Hauptperson“. So können keine engeren Beziehungen aufgebaut werden.

Ingke Tjebbes, per E-Mail

Fußgängerampeln integrieren

21. Juli: Wenn die Ampel mit Ih­rem-Auto kom­mu­ni­ziert

Was nützen einem die schönsten technischen Hilfsmittel, wenn die Ampeln nicht sachgerecht geschaltet sind. Hierzu kann man der Verkehrsbehörde nur empfehlen, endlich die Fußgängerampeln in den Verkehrsfluss zu integrieren. Die verkehrsbezogene Ampelschaltung bringt gar nichts, wenn der Autofahrer bei den normalen Ampeln zwar eine grüne Welle hat, er dann aber bei jeder gedrückten Fußgängerampel wieder halten muss. Ein ganz eklatantes Beispiel ist der Ring 2 von Altona zum UKE.

Dieter Craasmann, per E-Mail

Falsch eingestellt

Zum Thema Ampel und Auto habe ich nur mit dem Kopf geschüttelt. Es ist jetzt nicht möglich, auf z. B. der B 73 von Neugraben Richtung Harburg mit vorgeschriebenem Tempo 50, die Ampeln mit grün zu erwischen. Wenn man 60 fährt sind alle Ampeln grün. Da ist doch schon mal etwas falsch eingestellt. Nun sollen auch noch Software und Ampeln miteinander kommunizieren?

Renate Wolff, per E-Mail

Kostet nichts und bringt Spaß

19. Juli: Bä­der­land: El­tern­ müs­sen­ mehr aufpassen

Ja, Schwimmschulen sind überlaufen oder zu teuer. Aber warum können die Eltern den Kindern das Schwimmen nicht beibringen? Können die es auch nicht? Oder ist die Freizeit zu kostbar um sich damit zu befassen? Lieber die Aufsicht und Verantwortung einem „Bademeister“ überlassen (der seine Augen nicht überall haben kann)? Wir haben es früher auch von den Eltern oder Großeltern gelernt. Kostet nichts und bringt außerdem noch Spaß.

Harriet Trapp, per E-Mail

Selbstmitleid ist unangebracht

23. Juli: Özil tritt aus Na­tio­nal­mann­schaft zurück

Das Selbstmitleid von Özil ist unangebracht. In meinen Augen geht es nicht darum, dass Özil sich nicht auch türkisch fühlen darf, er ist schließlich Türke. Es hätte auch niemand etwas gesagt, wenn er sich mit türkischen Personen fotografieren ließe, es geht einfach um die Person Erdogans, der die Menschenrechte mit Füßen tritt und genau das ist der Stein des Anstoßes! Er bekennt sich zu jemanden, der die Menschen in seinem Land unterdrückt, das war die falsche Wahl. Wenn er seinem Land Respekt zollen will, sollte er das anders tun.

Elvira Kleinschmidt, per E-Mail

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